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Musagetes
lichen als aus künstlichen Massen gab, die, weil sie im Äußern einander gleichen,gar leicht mit einander verwechselt wurden und eine gemeinschaftliche Denennungerhalten konnten. Von der ersten Art ist das berühmte sogen, mantuanische Ge-fäß auf dem Museum zu Braunschweig ; von der andern die bekannte Barberini-,jetzt Portland-Dase (s. d.) im Besitze des Herzogs v. Portland .
Murten (franz. >1>.»o>. lat. älurui»»,), Ltadt im Schweizercanton Frei-burg, in der Landvogtei Murten , liegt an dem durch die Droye mit dem Nenen-burgersee verbundenen Murtensee, 6 Stunden von Bern , hat 1300 Einw. undein altes Schloß, in welchem der Landvogt (oder Schultheiß) seinen Wohnsitz hat.Zm letzten Viertel des 15. Jahrh, entspann sich eine heftige Fehde zwischen der Eid-genossenschaft und Karl dem Kühnen, Herzog v. Burgund . Nach dem Verluste derSchlacht bei Granson (3. März 1476), der die Wicdereroberung der zuvor denSchweizern abgenommenen Stadt d. N. zur Folge hatte, sammelte der erbitterteKarl abermals ein Heer von 40,000 M., und schon am 10. Juni zeigte es sichvor den Thoren von Murten. Zur Hülfe der Schweizer eilten die Banner der mitihnen verbundenen rheinischen Städte Strasburg, Basel, Kolmar, Schlettstadt ,Kaiserberg, des Sundgaus und der Grafschaft Pfirdt in Eilmärschen herbei. AuchReuakuS, der von Karl vertriebene junge Herzog von Lothringen , ein kluger und herz-hafter Mann, war mit ihnen, ohne jedoch, wie Einige angeben, den Oberbefehl zuführen. „Die Geschichtschreiber", sagt Zoh. v.Müller, „haben diese alle Zeit nachunsern Sitten beurtheilt: überall wurde der oberste Feldherr gesucht; in Wahrheitbefehligte der Gemeinsinn, sodaß Zeder nach der gemeinsamen Übereinkunft mitbester Kraft handelte". Zhnen gegenüberstandKarlv.Burgund mit einem an Zahlweit überlegenen Heere; aber die wackern Eidgenossenpficgten nichtnach dcrMenge,nur nach der Stellung ihrer Feinde zu fragen. Von dieser durch emen Überläuferbenachrichtigt, rückten sie vor, drangen auf die Vormachen ein, brachen durch, stürz-ten sich mit den ihnen voraneilendcn Flüchtigen in das Lager der Burgunder, wur-den durch die Besatzung von Murten verstärkt, und erkämpften so einen vollst . di-gen Sieg. Sie wurden Herren des feindlichen Lagers, Geschützes und Reichthums.Karl selbst entging nur durch die Schnelligkeit seines Pferdes der Gefangenschaft;von 12 ihm übriggebliebenen Reitern begleitet, flüchtete er bis Soigne, einer 16Meilen von Murten entfernten Stadt in der Champagne. Dem braven Renatus,der im Streit einer der Ersten gewesen war, machten die dankbaren Sieger mit desBesiegten Zelte, sowie mit s. Gerüche und allem Geschütz ein Geschenk, versprachenihm Hülse, wo und wann er sie brauchen werde, und hielten Wort. Das erschlageneHeer warfen dieMurtener in große Gruben; es wurde mit ungelöschtem Kalk, hier-aus mit Erde bedeckt. Später errichtete man für die gesammelten Knochen cinBcin-Haus mit der Zuschrift: „11. 1>. äl. (ftiioli, inel^li ot soitirLinn llui^unüiaeDuois, cxeruitus, älurulum »0 Ilelvcliis oacxus, live zu» momumen-
tuin reliczult. ,1nno 1476". Und weiter unten:
„DicS Gebein ist der burgundischen Schar,
Zm vierzehnhunderr siebzig und sechsten Jahr,
Vor Murren durch ein EidgenoßfchafrErlegt nur Beistand Gottes ätraft.
Auf der zehntausend Nürern TagGeschah dies große Riederlag".
Dieses Denkmal der Kraft eines vereinigten freien Volkes, verehrungswürdig wiedie von Marathon, von Salamis, von Plaiäa, wurde bei dem Einfalle der franz.Revolutionsarmee, 2. März 1798, zerstört. 1822 aber ließ die Eidgenossenschafteinen Obelisk als Nationaldenkmal aufrichten.
Musagetes, Musenfuhrer, ein Beiname des Apollo, den er als Vor-steher und Lehrer der Muse» führt. Zndeß findet man in spätern Zeiten diesenBeinamen noch öfter den, Hercules, sowol in Zuschriften, auf Geminen u. s. w.