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Siebenter Band. M bis N.
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Musik (Geschichte der)

stere bedingt und in Hinsicht der DarstellungSiiiittel Vocal: oder Instrunien-talmusik (s. d.) oder Beides. In Hinsicht des DrlS der Ausführung und kcsdamit zusammeiihängeiiden besondern Zwecks derselben gibt es Kirchen- öden celi:gisse Vlusik und weltliche Musik; diese ist Theater-, Concert: oder Kannner- undTanzniuük. Die Musik hat wie jede Kunst eme ästhetische oder geistige und einetechnische oder äußere Seite. Die erstere hat zum Gegenstände die Ästhetik derTonkunst, zu welcher bisher nur zerstreute Beiträge geliefert worden sind, beson-ters in den musikalischen Zeitungen. In Hinsicht auf letztere beruht sie auf Ma:lh.'matik und vornehmlich auf der Arithmetik, sowie aus Akustik, und ist Melodie,Harmonik und Rhythmik. — Seit Euler hat man eingesehen, daß die Musik ei»Recht hak, unter den mathematischen Gesichtspunkt aufgenommen zu werden, ob:scholl sie aus diesem Gesichtspunkte noch nicht völlig ausgebildet zu sein scheint,Sie bewegt sich in dem Elemente des Raumes wie der Zeit aus eine Art, welcheim -Sinne der Mathematik ausgemesse» werden kann. Ihre Töne sind in Bezugauf ihre Dauer und abgesehen von ihrer übrigen Beschaffenheit Zeitgrößen, welche

von der ganzen Note O bis zum

geometrischen Progression stehen, oeren Exponent 2 ist: 1, ck, j, H, ^ u. s. f,Ihre Taktarten sind durch Brüche auSdruckbar (H-, g-, H'-.H'- Takt u. s. w.),

welche in Zahlen anzeigen, wie viel Theile von der Zeiteinheit L in jeden» Takt-abschnitt enthalte» sind. Im Elemente des Raums lassen sich ihre Töne alsSchallgrößen betrachten, und ihre Entfernungen von einander in der Scala (demideellen Raume von Höhe und Tiefe) w rden in Zahlen ausgedrückt, die auf einemachemarische Einteilung dieses ideellen Raumes sich beziehen (Oetave, Tertie,Sepnme u. s. f.). Ähnliche Verhältnisse finden unter den Stimmstufen von Dis-caill bis Baß und unter den Tonarten (Klanggeschlcchtern) statt. In der Instru-mentalmusik hängt die Höhe und Tiefe der Töne von den Verhältnissen der Stärke,Länge und Anspannung der Saiten, der Beschaffenheit und der Entfernung derverschließbaren Schalloffnungen u. dgl. ab, und alle diese Verhältnisse lassen sich»ach mathematischen Regeln bestimmen und ausmessen. In dieser Regelmäßig-keit ihrer Bewegung in Raum und Zeit, man kann sagen, in der mathemati-schen Meßbarkeit ihrer wesentlichsten Schritte in jenen beiden clemenrarischen An-schauungsformen liegt ihr Haupiunterschied von der lebendigen Rede und vielleichtder oberste Grund ihrer größer» Wirksamkeit auf unser Nervensystem. Dagegenentbehrt sie natürlich der Freiheit, womit die lebendige Rede im Elemente der Zeitund im Gebiete des Schalles sich bewegt, und darin dürste die letzte Ursache desUmstandeS zu suchen sei», daß sie unsere Empfindungen nicht so fein abstufen undschattire» kann, als die lebendige Rede Mittelst unsers Vorstcllungsvermögens ver-mag. Sie erregt Empfindungen auf einem mehr physischen als psvchischcn Wegeund überbietet die Qualität der Wirkung, deren die Rede fähig ist, durch Quantität,durch Stärke und Dauer. — Die Theorie der Musik haben Marpurg, Kirnberger ,Knecht, Vogler, Türk, Gottfried Weber u. A. gründlich bearbeitet. Angehende»Tonkünstlern ist auch Ebhard's „Schule der Tonschkunst in systematischer Form"(Lechz. 1821) zu empfehlen.

Musik (Geschichte der). Die Musik ist eine der ältesten unter den schönenKünsten, hauptsächlich darum, weil das Darstellungsmittel derselben, der Ton,bei» Menschen auf die vollkommenste Weise angehört, und jedes lebhafte Gefühlsich in Tönen zu äußern strebt. Es scheint aus letzterm Grunde widersinnig, dieErfindung der Musik in eine Nachahmung der Naturtöne und Thierstimmeii zusetzen, die doch weit unvollkommener sind als die des Menschen. Eins nur scheintjener Annahme zum Grunde zu liegen, was der Erfahrung und dem vernünftigenNachdenken gemäß ist, nämlich, daß die Verschiedenheit der Naturtönc und die

I id in tlicri noch weiter, IN einer absteigenden,