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Siebenter Band. M bis N.
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640 Musikunterricht Muskatellerweine

neu«'!?, von Grote gedichtetes Oratorium, die „Sündflut", auf, und später sein„Verlorenes Paradies" in Magdeburg, in der restaurirten Kirche in Zerbst 182'« Händel'S „Samson", in Halle 1829. In den letzter» Jahren haben sichmehre Städte in Mitteldeutschland ZU demselben Zwecke vereinigt. Gemeiniglichgab man bei diesen Musiksesten am zweiten Tage ein Concert aus verschieden',artigen, auch großen Instrumentalstücken gebildet. Für die Tonkunst habensolche Feste den unleugbaren Vortheil, daß sie an Orten, wo große Musikauf-führungen selten sind, die Gemüther mit der erhebenden Macht der Tonkunstbekanntmachen, daß sie die Tonkünstler zu dieser erhebenden Wirkung verbindenund dadurch selbst von der Würde ihrer Kunst in höherm Grade erfüllen, daß sieendlich dem sich bildenden Virtuosen unbekannte Muster zeigen und durch sie einhöheres Ziel ausstellen. Die letztere Wirkung findet auch statt in Orten, wo schongroße Orchester vorhanden sind; denn es gibtWerke, welche eine Art von Besetzungerfodern, die selbst an einem größern Orte schwierig ist. Was aber den Sologe-sang der Virtuosen oder das Instrumentalspiel anlangt, so könnte man an grö-ßer» und reichen Orten am ehesten aus den glücklichen und arissührungSweNhen Ge-danken kommen, ein großes Concert aus den sinnig zusammengestellten Leistungender bedeutendsten Sänger und Instrumentalisten verschiedener Provinzen zu bilden,um dadurch die vollendetste Ausführung von Meisterwerken zu erzielen. Freilichmüßte dabei auf die eigentliche Sphäre eines jeden berufenen Künstlers sorg-fältige Rücksicht genommen werden. 44.

Musikunterricht. Längst schon war die Erlernung des Gesanges unddes Instrumentalspiels (besonders aber des Pianofortespiels) unter die Gegen-stände des Unterrichts aufgenommen worden, bevor man kiesen Unterricht durchzweckmäßige Methoden zu verbessern suchte. Diese Verbesserung hängt mit denFortschritten der Pädagogik in den neuern Zeiten zusammen. Man suchte die mu-sikalische Fähigkeit der Zöglinge nach den allgemeinen Bildungsgcseßen des Geistesund den in dem Lebrgegenstande selbst liegenden Bedingungen der Fortschreitung zuentwickeln. Das Erste regte besonders Pestalozzi und seine Schule in Deutsch-land und in der Schweiz an. Hierher gehört auch die Gesangbildungslehre vonNägeli, Natorp u. A. Das Letztere ist besonders das Verdienst Log ier'S (s. d.),welcher die Ausgabe löste, mit dem Elementarunterricht im Singen und Spielenzugleich die Grundsätze der Harmonielehre zu verbinden, was auch sein großes, nunerschienenes Werk: „Srstem der Musikwissenschaft und der prakt. Composition"(Berl. 1821, 4.), und der aus demselben gefertigte Auszug in Verbindung mitseinen Elementarwerken bezeugt. Zum schriftlichen Unterricht empfehlen wirauch die Elementarwerke von Fr. Schneider.

Musivgold wird größtentheils aus Zinn , dann aus O.uScksilber, Sal-miak und Schwefelblumen bereitet und bloß wegen der schönen goldgelben Farbezum Vergolten, Malen und Verzieren von den Malern gebraucht, welche es auchmeistentheils selbst verfertigen. Das echte wird aus der Schawine bereitet, d. h.aus den Abgängen von den geschlagenen Goldblättern, die beim Schlagen aus denFormen dringen oder von den Blattern abgeschnitten werden. Sie werden mitHonig auf einem Marmorsteine zerrieben, der Honig wird durch Wasser aus-gewaschen, das Pulver mit Gummiwasser gemischt und in Muscheln gethan.Auf gleiche Weise wird auch das unechte Musivsilber von Zinn , WiSMiithund Äueckfilber zusammengesetzt und angewendet.

M u s i v i s ch e Arbeit, s. Mosaik.

Muskateller- oder M u s k a t w e i n e, eine Art süßer stanz, u.ital.Weine. Don jenen sind der Rivcsaltes und Lunel die feinsten: ihnen folgt derFrontignan , der Montbasin -c. Von den iral. nennen wir den Svrakuser vonSicilien, den Moscaw. Giro und Camiariao von Cagliari, den Muskat von Al-