Muskeln
Muskatmmiß
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gheri und Dliastra in Sardinien; auch Toscana, Lipari , EypernundKandia liefernmehre Sorten.
MuSkatennuß, die gcwürzreiche frucht des MuskatennußbaumS, dersonst auf allen molukkischen Jubeln wild wiichs, von den Holländern aber an vie-len H)rren ausgerottet und besonders aus Banda, ss,evro, Lanioer und Pulo-avangebaut wurde. Auch die Engländer und Franzosen kaben ch» in ihren Besitzun-gen, letztere namentlich aufEapenne, angepflanzt. Die Dlüihen dieses Baums,welche ohne Geruch sind, komme» einzeln nach und »ich zum Vorschein. Es sitzenderen mehre aus einem in Zweige getheilten Blüchenstiele in den Winkeln der Blät-ter. Die Fruchte, welche 9 Monate nach der Blüthe zur Reife kommen, gleicheneiner mittelmäßigen Pfirsiche an (Gestalt und Große; nach dem Stiel hin aber sindsie zugespitzt wie eine Birne, und der Länge nach wie eine Pfirsiche durch eineVertiefung getheilt. Bei völliger Reife ist die äußere Ha> t fekkglatt und blasgelb,nach Andern röthlich. Unter derselben liegt ein dickes, hartes, herb.S, weißliche«Fleisch, welches unbrauchbar ist. Zur Zeit der Reife zerplatzt dasselbe und läßt dieNuß fallen, welche, wie die weckche Nuß, Mit einem markigen, netzartigen Ge-webe von röthlicher Farbe umgeben ist. Dieses Gewebe macht die im Handel be-kannte Muskatenblüthe oder Maois aus. Der Name Muska tcnb luthe ist alsouneigentlich. Dieses kostbare Gewürz nimmt man von den ihres Fleisches entledig-ten Nüssen mit einem Messer sorgfältig ab, trocknet es im Schatten, besprengt esmit Leewasser und trocknet es wieder, wodurch es die röthlich gelbe Farbe erhalt.Endlich wild es in Lücke zum Verkauf eingepackt. Die Nüsse enthalten unter ei-ner schwarz-m, holzigen, leicht zerbrechlichen Schal- unmittelbar den Samenkern,den man die Muskatennuß nennt. Sie wird getrocknet, auf Horden gelegt, demRauche ausgesetzt und dann aufgeschlagen, sortirr, in Körbe geschüttet und einigeMal >n ein Gemisch von Kalk- und Seewasser getaucht, um sie vor dem Ranzig-werten zu verwahren. Man sammelt die Früchte 3 Mal des Jahres, im Juli u.Aug., im Nov. und im März und April. Die letzte Arme gibt die reichste Aus-beute. Man preßt aus den Nüssen das kostbare Muskatenöl.
Muskel n (von nui«, ui„>. Mäuschen, mit welchen man ehemals die un-ter der Haut sichtbar sich bewegenden, gleichsam wie Mäuse dahinsahrenden Mus-keln verglich) sind eigentlich alles Dasjenige, was wir Fleisch nennen und woraufdie Bewegung beruht. Die Muskeln besiehe» aus walzenförmigen, parallel ne-ben einander liegenden, feuchten, weichen, nur wenig klastischen, halb durchsich-tigen Fäden von röthlicher Farbe, und sind durch Zellstoff in einander verwebt.Durch sie hin laufen in mannigfaltigen Richtungen Puls-. Blut u. Saugakernund Nerven. f)m Ruhestände sind sie schlaff, äußern aber im lebenden Zustandebei der Berührung eine eigne Bewegung. Überhaupt ist die Bewegung des thieri-schen Körpers doppelter Art, willkürlich und unwillkürlich; als eine dritte Artkann man die gemischte Bewegung ansehen. Unwillkürlich ist z. B. die Bewegungdes Herzens, des Magens, der Gedärme u. s. w. Die willkürlichen Bew Zun-gen bedürfen keiner Erläuterung. Zu den gemischten rechnet man das Athmen, dasWinken mit den Augen rc. Alle dies« Bewegungen geschehen durch ein wechsels-weiiea Zusammenziehen und Erschlaffen der Muskeln. Sobald irgend ein Reizauf sie wirkt, ziehen sie sich zusammen, t. i. sie verkürzen sich, w-rden breiter,dicker, runzelig oder erzittern auch. Die Ausammenziehung geschieht allemal nachder Richtung, in welcher sich die Fäden oder Fasern der Muskeln mit den Sehnenvereinigen, also meistenlhests in gerader Linie. Dieses Lpiel der Muskeln istwahrhaft bewundernswürdig. Wenn nach Hall«'S Versuchen eine Person in ei-net Minute Worte von 1500 Buchstaben aussprchk. so erfodert dies in derselbenZeit wenigstens 1500 Zufammenziehungen mit ebenso viel Erschlaffungen derZungenmuskrln. Nicht weniger, erstaunenswürdig als die Schnelligkeit ist dieEvnversarivnS-Lencon. Bd. Vll. 41