Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
646
JPEG-Download
 

(>46 Myron Mysterien

midonen bewohnten vorher mit dem ÄakuS (s. d.) die Insel Ägina , kamen mnPeleua, Sohn des ÄakuSund Enkel des Aktor, nach Thessalien, waren nniAchil-le?, Peleus's (s. d.) Sohn, vor Troja und zeigten sich als tapfere Krieger. Diealte Sage ließ sie aus Ameisen entstehen.

Myron, ein berühmter griechischer Bildhauer um 442 vor Chr., der be-sonders glücklich in der Nachahmung gemeiner Natur war. 86 Epigramme dergriech. Anthologie rühmen eine von ibm verfertigte Kuk, die so getreu dargestelltwar, daß selbst Stiere durch sie getäuscht wurden und sich ihr näherten, als ob sielebmdig wäre. Cicero sah sie noch in Athen; Procopius im 7. Jahrh, in Rom .

Myrrha, des Königs Cinvras von Cypern Tochter. Den Ubermutb derMutter, die sich vermaß, schöner als Venus sein zu wollen, strafte die Götlmdadurch, daß sie die Tochter zu unnatürlicher Liebe gegen den eignen Vater reizte.Nachdem die Unglückliche lange mit sich oekämpst halte, ward durch Vermittelungihrer Amme ihr Wunsch gewährt. Der Vater umarmte sie zu wiederholten Mmlen, ohne seine geheime (beliebte zu kennen. Als er sie aber durch ein heimlich mitsich genommenes Licht erkannt hatte, griff er im Zorne zu einem Schwerte, dieFrevelhafte zu todten. Da verwandelte sie Venus aus Mitleid (nach Einigensogleich, nach A. erst nach Lmonatlicher Verfolgung) in eine» Mvrrhenbaum;ihr Vater durchbohrte sich selbst. Sie aber gebar noch nach ihrer Verwandlungden Adonis .

Myrte (»ivrtne), die bekannte Zierpflanze, welche ihrer immergrünenBlätter lind ihres gewürzhaften Geruchs wegen beliebt ist. Die Zweige dcrsilbendienen zu allerhand Schmuck, z. B. zu Kränzen für Bräute bei Hochzeiten, Festenu. s. w. Zugleich dient die Mvrte als ein Sinnbild der Trauer und des Todes.

M ysore (Maysur). ein sonst ansehnlicher, seit der Mitte des 18. Jahrh,in Europa bekannter Staat in der vordem ostindischen Halbinsel, westlich vonKar-naiik, innerhalb der GautS oder großen Gebirgsketten, welche durch die ganzeHalbinsel von Norden nach -Ltuden laufen. Mysore hatte eigne Regenten (Rajahs),die früher von den benachbarte» Reichen abhäng'g waren. Die Fürsten , welche imAnfange des vorigen Jahrh, regierten, waren aus braminstchem Stamme, die Un-terthanen aber meistens Mohammedaner. HrdcrAli (s. d.) setzte sie 1760 abund bemächtigte sich der Herrschaft. Ihm folgte s. Sohn Tippo Saib (s. d.),welcher 1790 Leben und Reich durch die Engländer verlor. Diese theilten nunden Staar von Mysore, bereiten, nebst der Hauptstadt Seringapatnam , ungefährbOO ^ jM. Land mit 2)Mill. Lak Rupien Eink. für sich, einen fast gleichen An-theil überließen sie ihren Bundesgenossen, dem Tubab von Dekan und den Ma-rotten, und aus dem Reste des Landes (von 1256 j^jM. mit 8 Mill. Einw. undetwas über 4 Mill. Rupien Eink.) wurde das jetzige Reich Mvsore gebildet, zudessen Regenten die Engländer einen Nachkommen des ehemaligen, von Hyder Ali abgesetzten Regentenstammes, einen 5jährigen Prinzen, Rajah Maha, machten,der jedoch ganz von der brik. Regierung zu Madras abhängt, 700,000 (duldenTribut zahlt und in s. Festungen engl. Garnisonen unterhält. Die wichtigstenStädte sind: Mysore , Haupt- und Residenzst. an einem Arme des Kaveri, Ban-golore, Handels-und Fabrikst., und die wichtige Festung Chitteldroog.

Mvstagog, bei den Mysterien des Alterthums Derjenige, der den Ein-zuweihenden einfübrte, sowie auch Derjenige, der das Innere des Tempels zeigte;daher bei uns ein Geheimnißvoller oder Geheimniskrämer.

M y st e r i e n waren bei den Griechen und in der Folge auch bei den Römerngeheime religiöse Zusammenkünfte, ein gekeimer Gottesdienst, dem kein Unge-weiht r nahen durfte. Ihre Entstehung fallt in die allerältesten Zeiten. Ihr Zweckwar Aufklärung so'cker Mythen und Gebräuche der Religion, deren eigentlichenSinn man vor dem Volke verborgen zu halten für gut fand. Sie warm vielleicht