652
Mythologie
hang und der Widerspruch des Vorhandenen ausgemittelt werden
Natur des Gegenstandes selbst muß die Regeln der Behandlung (wie auskleidung die Ideen herauszufinden seien) an die Hand geben. Die 3 "^'logie, und ebenso ssde andre, ist eine vielartige, zwar ihrem Ursprungev xekaber keineswegs ein eigentliches System ausmachende Masse, DieMythologie sind Philofopheme, welche dem Volksglauben, den Pr>Mund den Darstellungen der nicht in die Mysterien eingeweihten Bearbeitet ßchthen zum Grunde lagen. Durch diese 3 Hauptquellen der Mythologie ssg3 Haupkperioden in ihrer Darstellung. Die älteste NationalmytholosM .chen muß etymologisch-allegorisch, die Lehre der Priester historisch-dpgssffdie epokerische Theorie der Philosoph. Mythoqraphen und Dichter philossp^'behandelt und erklärt werden. (M. s. was Klopfer in der Dorr, s. ^3^von Nitsch's „Mycholog. Wörterb.", Leip;. u. Sorau 1821, hierhervorbringt.) Inwiefern der Kreis der Sagen bei den Griechen sich .,^,ter^'zunächst durch die epischen und die- ihnen folgenden cyklischen bildete und el .wie er durch die alten Kosmo. und Aheogonienschreiber dergestalt uMgÄerklärt worden sii, von den lyrischen und tragischen Dichtern willkürlich ^chjirFicuonen benutzt wurde; wie er mit der ältesten Geschichte in der engste stattdüng , endlich sich selbst zur Geschichte umgestaltete: dies zu erzählen, ss , y, dckGeschichte der Mythologie zukommen, für welche reichliche Vorarbeit"Werken der Bearbeiter dieses Fachs sich finden. Auf diese Periode der lsi^jschchgen Entwickelung des vorgefundenen Stoffs folgten die Zeiten der aleMMythensammler, denen nicht glückliche Nacheiferen folgten. An ihre sWdeutelnde Rhetoren und Sophisten. Verdienstvoller als dieser Zusturm'
Fleiß war der polemische Eifer der Kirchenpäter, deren WiderlegungenHaltung beachtenswerther Sagen verdanken. Die Compilationen derschienen nur noch zu fehlen, um die Masse des verwirrenden Stoffes zu M sshachSo verdienstlich auch die Arbeiten einzelner Gelehrten waren, um inspäterhin Licht zu bringen, so muß man doch gestehen, daß dieBefangenMgefaßten Meinungen und Erklärungshypothesen (z. B. Bochart, Banier,^^ Adazu beitrug, das Zwielicht unsicherer zu machen. Das Verdienst, den ^alten Mythen zuerst aufgesucht und ihm durch alle Bildungsstufen, d>eging, nach Kräften nachgespürt zu haben, gebührt Christian Gottlo 1°dessen Verfahren an Ioh. Heinrich Voß einen verunglimpfenden Ruhtckbeherzigungswerth auch dessen Warnung sein mochte, daß die philosopd'i chsMtung späterer Jahrhunderte zur Erklärung des ursprünglichen Mythussei. Seit Herme und Voß fing man an das Vaterland der Mythen M" ?hafterm Ernste aufzusuchen, fühlte sich aber dadurch einem HimmelsM ^ demwiesen, dem Oriente, wo der besonnenen Forschung neue Schwierig^
Wege lagen. Die Versuche von Kanne, Wagner, Görres, Dorriedd'^gesSicklcr, um die Stammländer der Mythen im Orient auszumitteln,zuweilen der kritischen Genauigkeit und Mäßigung. Durch Wagner kach flachte ^Hindostan als ein Mutterland vieler Sagen in Aufnahme. Zusagender ,^gtl>Hug'sche Vermuthung sein, wie auf mancherlei Wegen die altasiatW^ bpld i'nach Griechenland einzogen, und wie sie, immer der Örtlichkeit angep^d I ^st Z»einem Eigenlhume der Griechen würden, das seine ursprüngliche Gel ^ M 'verläugnen schien. Nicht allzu glücklich war aber die Beweisführungasiatischen Abstammung griech. Mythen, die einige Gelehrte (Sickler, ^ria^.Kanne) dadurch geben wollten, daß sie griech. Namen aus den ftmitiM^^r ^ten zu erklären suchten^ So bildete sich allmälig die Ansicht aus, der t- Äffs. „Symbolik und Mythologie" das Wort redete; eine Ansicht, die Mir/ f-m-Scharfsinn und Gelehrsa-ukeit bei vielen sinnverwandten Freunden (->"3