Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
661
JPEG-Download
 

Acuhruiistöittittel 6t')1

und fieie Einfuhr der ausländischen gehört, und an Freibeit der Mitbewerbungfehlt. Sowie die Urproduktion überhaupt die wichtigire fnr den issationalwohl-flank' und unter allen Umstanden die sicherste ist, so wird ihr Werth sogar durchden Krieg, der einen verm.chrten Verbrauch herbeiführt, oft noch erhöht, währendder Verbrauch der Iiitustrieerzeiignisse sich vermindert. Die Störunge» des Ver-kehr-', die man Nabrungslosigkeit nennt, treten aber nicht bloß da ein, wo Kriegeund ähnliche das Siaarsleb.-n erschütternde Begebenheiten bald Canäle des Han-dels verstopfen, bald neue öffnen und den Gewerbsteiß dw Völker gewaltsam an-der gewohnten Bahn treiben, sondern es zeigen sich solche Erscheinungen, wie wires m unsern Tagen gesehen haben, auch, nachdem der auf >ene Zerluttungen fol-gende Hieten-zustand eine neue Ordnung der Dinge herbeigeführt hat. Wahrendder Krieg viele Nahrung-zweige zerstörte oder schwächte, belebte er doch andre, unddie augenblickliche Vermehrung des Bedarf- einheimischer Erzeugn sse beschrankteden Veit-ranch fremder GemwmittU und wirkte ebentadurch oft wohlthätig aufden Vei kehr im slnnern. Nach der Rückkehr des Hieben- aber gerathen alle durchden Krieg hervorgerufene Nahrung-zweige al-bald in Verfall, und auf lebhaftenGeldumlauf folgt träger Verkehr, sowol wegen der Abnahme des Waarenunisatzeaüberhaupt als wegen der Nothwendigkeit, worein die Wohlhabenden, welche imKriege die meisten Opfer gebracht haben, sich gesetzt sehen, durch Lkparen und Ent-behren die empfangenen -Wunden zu heilen. Die frühere Unglück-zeit hat einegroße Capitalmasse verschlungen, welche jetzt zur Belebung der Produktion fehlt.Diese trang-alvolle Übergangszeit währt so lange, bis man dahin gekommen ist, diegewohnte Art der Capiialbenuhimg mit einer andern zu vertauschen, undenklichwird das Gleichgewicht zwischen Produktion und Bedarf sich wietei herst-llen, wenndie Staatsverwaltung die rechten Mittel ergreift, den Opfern der unglücklichenAeüumstante Hülfe zu leisten und der Stockung der Gewerbsamkeit so bald alsmöglich abzuhelfen, ssn so'chen Zeilen kann durch unwciseS Eingreif,» in denlialur-emätzei! Gang des Volk-verkehrs, lnrch Emschrä ikungen oder Verbote,wozu sich der Hang zum Vielregieren so leicht verleiten läßt, da- Übel nur vermehrtwerden. Den Producenten, die der Druck der Zeit ins Unglück gebracht hat, durchAuStheüung von Almosen Beistand zu leisten, ist weniger wirksam, als sie durchArbeit zu unterstützen; aber zu diesen; Zwecke öffentliche ArbeitSansialten zu errich-ten, zumal wem, sie monopolistische Begünstigungen erhalten, ist dem Aufkommendes NationalwohlstandeS nachlkeilig, und es wird für die Gesammtheit weit siche-rer gesorgt werden, wenn die Staatsverwaltung die Noth durch Vermehrung derArbeit zu heben trachtet, was durch Verstärkung der Nachfrage nach Erzeugnisseneinheimischer Industrie, durch Erweckung und Belebung neuer, aus einheimischeStoffe gericht ler G(werbthätigkeit, wo Beispiel und Erweckung des Gemeingei-stez wirksam sein müssen, und endlich durch Entfernung aller Hindernisse, die derfreien Entiv ckelung der producirenden Kraft und der ungehinderten Benutzung derCapitale noch so häufig im Wege sind, geschehen muß. Vgl. Crumpe, „Über diebesten Mittel, dem Volke Arbeit und Verdienst zu verschaffen" (aus d. Engl., Lpz.I'W); L. F. v. Meseritz, „Über die gegenwärtige Volksnoth in Deutschland unddie Mittel zu deren Abhülfe" (Lttukkgart 1822). 26.

Nahrungsmittel, Erzeugnisse des Naturreichs, die der Mensch zu sei-ner Ernährung aebrauchen kann (s. Ernährung), oder Leben-mittel; dochsollte man den Unterschied zwischen beiden Benennungen so bestimmen, daß manunler der letzter» Benennung alles Das, was überhaupt das Leben zu erhaltendient, verstände. Die Nahrungsmittel werden den Verdauungswerkzeugen über-geben, und ihre nährenden Stoffe dienen sodann durch die Verdauung (s. d.)sowol zum Ersah der verlorenen Theile als auch zur Ausbildung und zum Wachs-thum- des Körpers, Mai» nennt die Nahrungsmittel Speisen, wenn sie i» fester