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Siebenter Band. M bis N.
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Nahum Naiv, Naivetät

rakterg beiträgt; dagegen Pflanzennahrung ein leichteres, flüssigeres Blut er«zeugt, aber schwächere Muskelfasern bildet, zu Krankheiten von Erschlaffung undSchwäche geneigt macht und selbst zu Sanftheit und Gelassenheit im EyarakterAnlaß gibt. Nordische Nationen sind meistens mehr zu Fleischnahrung, die süd-lichen und morgenländischen mehr zur Pflanzenkost und überhaupt, wenigstens imnatürlichen, durch Überfeinerung noch nicht verderbten Zustande, zu mäßigerm undeinfacherm Genusse geneigt. ll.

Nahum , einer der sogen. 12 kleinen Propheten, dessen Gelang die Zer-störung Ninive'S zum Gegenstände hak, die er in einem geschichtlichen Gemälde,mit poetischen Farben ausgeschmückt, zu schildern scheint. Der Zweck N.'s scheint,nach neuern Untersuchungen, gewesen zu sein, seinem seuszenden Volke unter einersich ganz natürlich darbietenden Vergegenwärtigung der schrecklichen Leiden, welchesie unter den Assyrern erduldet hatte», den grausenvollen Umergang der stolzenMonarchie durch die gänzliche Zerstörung der übermüthigen Hauptstadt als ein ge-rechtes Strafgericht Jehovah'S in ergreifenden Zügen zu schildern. Sonst setzteman sein Leben gewöhnlich vor diese Begebenheit und betrachtete sein Buch als eineWeissagung derselben. Wahrscheinlicher aber war er Zeitgenosse derselben undlebte als hebräischer Verbannter in Elkosch auf derDstseiie des Tigris in der Nahevon Ninive. Die neuesten Übersetzungen des N. sind von Middeldorpf (Hamb .1808) und Neuinann (Breslau 1808), beide mitAnnierk,; die Abhandlung vonEverardKreenen („.Viliunii raliciiiiuin s-liilolu^iua et ciitiuo aaz-orilum „tu.",Harderwyk 1808) folgt noch der alten Meinung.

Na ja den, diaj.xli.-, oder Vunlr, (aus dem Griech. von ich fließe),eine Gattung von Nymphen (s. d.), weiche die Schutzgötlinnen oder Bewohne-rinnen der Quellen und kleinern Landgewässer waren. Die Begriffe und Sagen,die man von den Najaden hakte, gleichen in manchen Punkten denen, die in Hin-sicht unserer sogen. Wassernixen herrschen, besonders darin, daß Beide zuweilen ei-ne» schönen Gegenstand (so die Najaden den HylaS, s. d.) entführen. Altanstellt sie als reizende Mädchen dar, das Haupt mit Schilf bekränzt und auf Urnenliegend, aus welchen Wasser strömt.

Naiv, Naivetät. Dieses Wort, welches Gellert zuerst aus dem Fran-zösischen (»nif, luiieaw) aufgenommen hat, ist latein. Ursprungs, von „allen.,(angeboren, natürlich), im Mütelalier Viele haben, an das bloße Wort

sich haltend, das Naive für den höchsten Grad des Natürlichen im Ausdrucke derGedanken und Empfindungen erklärt; allem der Begriff, der mit diesem Wortebezeichnet wird, ist viel zusammengesetzter, und diese Zusammensetzung selbst ver-anlaßt einige Nebenbedeutungen, die außerdem nicht füglich vorhanden sein konn-ten. Im Wesentlichen bezieht sich der Begriff, welcher durch das Wort Naivetätausgedrückt wird, auf die natürlichen, ungekünstelten Empfindungen und Gedan-kez> einer arglosen, unverstellten und anspruchlosen Seele, geäußert ohne Rücksichtauf Das, was durch Übereinkunft für schicklich ober unschicklich gehalten wird,durch Ausdrücke, welche mehr zu erkennen geben, als die ausdrückende Person selbstdabei gedacht hat. Und so ist es auch mit Dem, was die Alten Eharis (ginlia)nannten, innig verbunden, wie Ramdohr in s. Schrift: „Eharis", gezeigt hat.Wollen wir nun die Erklärung des Naiven ganz fassen, so werden wir wenigstenssagen müssen, es sei das Natürliche im Gegensatz des Künstlichen (bloß durch Über-einkunft Zeltenden). Daraus ergibt sich denn, daß das Naive nur aus einem be-sondern Standpunkt als solches erscheint, und daß es der am künstlichsten gebildete(oder verbildete) Beobachter am leichtesten bemerkt, weil ihm der Abstich am fühl-barsten ist; dem Naiven selbst ist seine Naivetät Natur. Aus dem Verhältnissedes naiv Handelnden oder Redenden zu dem künstlich gebildeten Beobachter erklä-ren sich alle Eigenschaften, die man mit dem Ausdruck des Naiven und der Naivetät