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Siebenter Band. M bis N.
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Natur

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Gesammtoffenbarunq, in welch,'»' alles Besondere enthalten »st. Denn wenn sichGott in göttlichen Menschen offenbart, so sind ja diese Menschen nicht außer derNatur, sie gekör» zu h'. nämlich zur höchsten Stufe ihrer Bildungen; in ihnenhat sich das Göttliche »nie das Natürliche personifici» t und ist in ihren» Meistezum Bewußtsein oder zum Selbstgefühl, d, h, zur innern Offenbarung gekommen,welche sie ihren schwächer»», aber empfänglichen Brüden» durch Sprache und Bei-spiel mittheilen. Jeder höhere (göttliche) Mensch ist so ein Mittler zwischen Koktund den Menschen. Aber die Natur ist die große, allgemeineMittlerin, durch welchedie persönlichen Mittler in menschlicher Gestalt erst möglich und wirklich werden.Die Menschwerdung Gottes in Christo, dem größten Mittler zwischen Gott und derMenschheit, »rar ein He» vortreten des Göttlichen in die erscheinende Natur, dasEinsenken eines göttlichen Mittelpunktes in die Geschichte, in welcher sich die höhereNatur (Geist und Gemüth) des Menschen, durch das Hinschauen und in sich Auf-nehmen dieses lichten Punktes, wie durch den Einfluß andrer Mittler, entwickelt undherausbildet. Ein solcher Mittler ist zugleich Versöhner der Menschen mit Gott ; denndas sind nur verschiedene Namen sur einen und denselben Begriff. Die Versöhnungsetzt aber gleichsam einen Abfall von Gott, eine Entzweiung mit ihm voraus. Durchseine Selbstvereiiizelung, durch seinen Eigenwillen, seine Selbstsucht ist der Menschim Abfall von Gott . außer der Einheit mit ihm. Als Ebenbild Gottes sollte er,seiner ursprünglichen Bestimmung gemäß und bei seinem ewigen Urbild? nur gött-lich handeln, von göttlicher L»ebe beseelt für s.ine Mitmenschen sorgen, wie für sichselbst; aber er handelt nur, oder doch vorzugsweise, in seinen» eignen Namen, sorgthäufig für sich und seine Erweiterung auf Kosten Andrer; er sollte sich, im göttli-chen Selbstgefühl, als willig dien »des Organ in der Harmonie des Ganzen an-schauen, und hängt an der eitel», Selbstb.scbauung seiner individuellen Vorzüge;er sollte Gott in der Natur und in der Menschheit erkennen, seine» Geist mit derewigen Wahrheit nähre»», mitdeien Entwickelung besi iedigen, und lebt in vereinzel-tem Wissen, beschäftigt sich mit der äußern Kenntniß der Dinge, die für sich, ab-gesehen von ihren» Zusammenhange im Ganzen, getrennt von der Beziehung aufGott , keine Wahrheit haben. Diesen Abfall theilt aber der Mensch gewissAma-ßen m" der ganzen äußern Natur, oder sie mit ihm. ()n allen Dingen nämlich, ob-gleich sie nur auf ihren» Urgründe ruhen, i» welchem sie ihrem innerstenWesen nachwurzeln, obgleich sie, bewußtlos von» Geiste des Ganzen beseelt und von ihm ge-tragen werden, ist gleichwol der Trieb zurEelbsterhaltung; alle haben das Stre-ben, in sich selbst zu sein, sich als besondere zu behaupten, und treten daher Allemkäinpfend gegenüber, was feindlich und zerstörend auf sie einwirken will. Selbst-süchtig ziehen sie Alles in ihren Kreis, was ihnen zur Nahrung dienen kann undwas sie zu überwältigen vermögen, um es zerstörend in sich zu verwandeln, sich da-von zu erhalten und wo möglich den Kreis ihres Daseins zu erweitern; und waszu schwach ist in diesem Kampfe, wird verschlungen und muß sein Dasein demStärker»» zum Opfer bringen. Wer diesen Streit der Dinge um ihr Dasein nurjm Thierreiche sucht und in seinem Verhältniß zum Pflanzenreiche, hat noch einebeschränkte Ansicht von der (äußern) Natur, hinsichtlich ihres allgemeinen Cha-rakters, und bezicht letzter»» nur auf einen Theil d>S Ganzen. Auch die Steine undMetalle behaupten sich im Kampfe gegen die Elemente und gegen einander selbst,indem sie nur aus Kosten der Elemente entstehen, leben und wachsen, sich nährendund erhaltend von deren Bestandtheilen. Die Elemente selbst stehen in ewig feind-lichem Verhältniß zu einander, jedes mit dem Bestreben, für sich allein zu bestehen,die andern in seinen Kreis zu ziehen und sich zu affimiliren (in sich zu verwandeln),was aber imiiier nur theilweise gelingt, indem der unvollkommene Sieg bald aufder einen, bald auf der andern Seite ist, so^aß dieser Kampf nur die Bedingungeiner fortwährenden Schöpfung, und sein Erfolg ein ewiger Wechsel der Diva', ih-