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Naturgeschichte (Geschichte der)
münzen (kurze Beschreibung der innern Theile); 5) physiologische Bestimmungen,Biologie der innern Theile; 6) stöchiologische Bestimmungen, Stofflehre oderChemie, in Beziehung auf die innern Theile; 7) Nahrung, Fortpflanzung, Lebens-,art und pspchischeS Betragen, niedere und höhere Biologie, Lebens - und Seelen-lehre in Beziehung auf das Ganze (des Thieres); 8) Nutzen, Schaden, Jagd,Fang, ökonomische, technologische, forst-.und jagdwissenschaftliche Naturgeschichte.Einige dieser Punkte fehlen noch in der speciellen Naturgeschichte, andre könnennoch zu wenig berücksichtigt werden; die Ergänzung ist von der Zukunft zu erwar-ten und wird durch das Fortschreiten der Wissenschaften herbeigeführt werten.
Die erste Begründung der Naturgeschichte feiern wir in dem Namen Ari-stoteles (s. d.). Von den Römern hat besonders Plinius der Älteress.d.)eine wichtige, wenngleich, so gut wie die übrigen naturhistorischen Schriften der Al-oen, durch eine Menge uarichtigerBeobachtungen und Abenteuer! chkeiten verunstal-tete Wammlung nanirhistorischer Notizen hinterlassen. — Unter der scientisischenVerfinsterung, welche das Mutelalter über den Occident verbreitete, litten ganz be-sonders auch alle Zweige der natürlichen Philosophie; und obgleich nach der W-e-derherstellung der Wissenschaften im abendländischen Europa auch für die Natur-geschichte ein neuer Tag zu leuchten begann, und durch die Bemühungen einesGesner (Konrad) zu Zürich, Äldovrandi zu Bologna , Ray in England,Tournefort in Frankreich u. v. A. schon um die Mitte des vorigen Jahrh, einziemlicher Schatz von Kenntnissen über die natürlichen Dinge zusammengebrachtworden war, so fehlte es doch an einer Hand von umfassender Geschicklichkeit, umdiese zerstreuten Schätze in eine systematische -Ordnung zu bringen. Da erschienLi nne und gab das erste Nakürsy stem (s. d.) Seit seiner Zeit ist die Natur-geschichte, namentlich in Deutschland, England, Frankreich, Schweden , Ruß'and,mir einem neuen Eifer bearbeitet worden, und bald erwarb ihr der glänzende Styl,in welchem Buffon diese Wissenschaft vortrug, noch zahlreichere Anhänqer. Wasseit der Epoche dieses geistreichen Schriftstellers über die drei Reiche der Natur ge-forscht und entdeckt worden ist, deuten die Art. Botanik, Thier und Mine,ralien an. Die neueste Zeit endlich hat sich in den Naturwissenschaften bieDarstellung eines allgemeinen, in sich zusammenhängenden, sämmtliche Reich? derNatur und deren Elemente umfassenden, und somit die vielfachen von Linml undseinen nächsten Nachfolgern gelassenen Lücken ausfüllenden Systemes zur Aufgabegemacht, und besonders beschäftigt sich Oken gegenwärtig mir der Lösung diesergroßen Aufgabe. — Die Literatur der Naturgeschichte ist von einemaußerordentlichen klmfange; Böhmer'S „llililiolbeu.1 surftitormn Inst. nalurul."(Leipz. 1785 fg., 5 Thle., in 10 Bdn.) lehrt sie bis auf den Anfang unsers Zahrh.herab kennen. Eine gedrängtere Übeificht gewährt Erplebenin seinen (viel-mals aufgelegten) „Ansangsgründcn der Naturgeschichte und Natürlicher". Denganzen gegenwärtigen Umfang der Wissenschaft findet man in Cuvier's „l>irti„n-nnire llus suiriwrs nutuielll-s", welches seit 1816 zu Paris in gr. 4. erscheint.Zn einem engern Raume behandelt die Naturgeschichte leyikographisch Schmiedlein:„Handwörterbuch der Naturgeschichte über die 3 Reiche der Natur" (Leipz, 1800,3 Th.), Unter den Handbüchern ist Blumenbach's „Naturgeschichte" (11. A.,Gökting. 1825) ausgezeichnet; und in weiterer Ausdehnung und Verbindung mitder Technologie Funke's „Naturgeschichte und Technologie" (5. A., Braunschw.1805, 3 Bde.). Auch Löhr's „Gemeinnützige und vollständige Naturgeschichte"(Leipzig 1816 fg. 5 Bde., m. K.) r-erdienk Empfehlung. Über Oken's naturwis-senschaftliche Werke s. Oken; wir machen hier namentlich auf seine „Naturge-schichte für Lchulen" (Leipzig 1821) aufmerksam. Seine fortwährend erscheinende„Isis" endlich ist eine der ausgezeichnetsten naturwissenschaftlichen, namentlich derNaturgeschichte gewidmeten Zeitschriften. — Eine Auswahl der besten Abbil-