Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Naturwissenschaften

thematischen (Raum-und Zeit-) Verhältnisse der Gestirne, als Größe, Masse,Entfernung der Weltkörper van einander und namentlich von der Erde, die G-seheihrer Bewegung und daraus hervorgehende Bestimmung ihrer Bahnen in Betrach-tung und Erforschung kommen, wodurch die Erscheinungen am Himmel ihre wahremathematische Bedeutung erhalten. Dagegen heißt die (empirische) Kenntniß desFixsternhimmels, hinsichtlich seiner Eintheilung in Sternbilder und der maihenia'i-schen Einihetlung des Himmelsgewölbes (der Weltäguator, die Weltpole, Ekliptikund die damit verbundenen Verhältnisse kommen hier in Betrachtung) Astro-gnosie oder auch Kosmographie, da dieser Theil der Kosmologie für dieHimmelskunde Dasselbe ist, was für die Erdkunde die Geographie. Aber mir diesenallgemeinen Verhältnissen der Weltkörper, mit diesen Unirissen des Weltsystemsoder Weltgebäudes im Großen kann sich der menschliche Geist, der, seine innere Un-endlichkeit suhlend, gern Alles in stch aufnehmen möchte, nicht begnügen, erstrebtnun auch das Innere und Einzelne zu durchdringen und wurde sich, um den unend-lichen Trieb zu befriedigen, gleichsam in das Innerste der Welt versenken, um, womöglich, jeden Weltkörper auch in seiner Besonderheit, nach seinem innern Bau undhinsichtlich der äußern Beschaffenheit seiner Oberfläche näher kennen zu lernen.Dies kann er aber zunächst nur in Beziehung aus die Erde oder unsern Planeten,dessen nähere Kenntniß in Betreff seines Baues im Ganzen Gegenstand der Geo-logie ist. In ihrer vollständigen Bedeutung begreift also die Geologie (Wissen-schaft des Planeten Erde) nicht nur die Kenntniß der Gebirge und der innernBeschaffenheit und äußern Form d.s festen Landes, zu einem Ganzen verbunden,sondern auch die Kenntniß der Gewässer und deren Vertheilung auf den ganzenPlaneten, sowie die Kunde von der Atmosphäre un Ganzen oder als Theil desPlaneten, in ihrem Einfluß auf das Leben der Erde in den verschiedenen Gegendenderselben. Da nun die Erde auch in ihrer Entstehung betrachtet werden muß, wobeisie selbst als die Mutter einer großen Mannigfaltigkeit von Erzeugnissen erscheint,so ist die Geologie als der Stamm eines großen Baums zu betrachten, dessen Ästeund Zweige besondere Naturwissenschaften sind. Die beiden Hauptäste diesesStammes sind einerseits die Geogenie, welche den Bau der Erde in seiner Ent-stehung zu erforschen sucht (eine Wissenschaft, welche selbst noch in ihrer Entstehungbegriffen und daher noch sehr unvollkommen ist), andrerseits die Geognosie oderOroIogie, auch Orykiologie (Felsenlehre, Geologie ini engern Sinne), welche sichdie innere Beschaffenheit der Felsen, deren Theile (die Gebirgsarten) und Verhält-nisse zum Gegenstand nimmt. Die Geographie dagegen beschäftigt sich mitder äußern Gestaltung der Erdoberfläche und mit deren Inhalt. Sie theilt sichvorzüglich in die mathematische und physikalische (die politische kommt hier nicht inBetrachtung), welche wieder mancherlei besondere Wissenschaften enthält. (S. Geo-graphie.) Diese der Geologie zunächst angehangen Wissenschaften setzen aberwieder de Kenntniß des Ganzen (des ErdkorperS) in der Mannigfaltigkeit undVerkettung seiner Theile, d. h. in seiner vollständigen Entwickelung, voraus. DenStamm eines Baums mit seinen Ästen kennt man nur sehr unvollkommen, wennman die Blätter, Blüthen und übrigen Theile nicht kennt, die sich aus ihm ent-wickeln; denn die wissenschaftliche Kenntniß des Ganzen und die der Theile setzeneinander gegenseitig voraus. Der ganze wissenschaftliche Baum, die Geologie inihrer ganzen Entwickelung bis auf die kleinsten Theile herab, deren nähere Kenntnißberücksichtigt wird, vertauscht in dieser Ausbreitung ihren Namen mit einem an-dern; sie heißt nun Mineralogie (in umfassender Bedeutung des Worte), derenEintheilung in besondere Wissenschaften weiter unten eine schicklichere Stelle findenwird. Die Mineralien aber, welche die Wissenschaft als Erzeugnisse des Erd-klunentS aus seiner Wechselwirkung mit andern Elementen (Mineralien) er-kannt hat, können daher nicht gehörig verstanden, in ihrer wahren Natur und Bc-Eonversarions-Lericoil. Bd. ^il. 47