Nävius
Naxos lil
Geschichte des europ. See- und Landhandels eine so tief eingreifende Rolle gespielthaben. Vgl. die Abhandlung des Pros. Busch im 2. Bde. der von ihm und Ebe-ling heransgeqeb. , Handlungsbiblioihek" und Enzelbrecht's „<2or>>»>; siiii? iwu-ii<->". Der Eongreß der Verein. Staaten von Nordamerika hat eine ähnliche Na-vigationsacle bekanntgemacht. die nach der engl. eingerich'et ist. Sie trat vom 1.Oct. 1811 an in Wirksamkeit. Eine gewisse feindliche Absicht gegen Enalind istdabei nicht zu verkennen; es läßt sich aber nicht erwarten, daß der Hantel derVerein. Staaten dadurch gewinnen werde, weil jetzt die Zahl der Märkte und derAbnehmer sich vermehrt, und England selbst den Grundsatz der Handelsfreiheitnach dem Princip der Recipro-uät ausgesprochen hat. Der Handel muß sich amEnde dahin ziehen, wo der Auslander am liberalsten behandelt wird. Darum ha--ben die brik. Parlamentsbeschlüsse von 1822 den Handel mit den engl.Colonienfreigegeben, jedoch mii Ausschluß der D rein. Staate».
Nävius (Eneju?), einer der berühmtesten unter den ältesten röm. Dichtern,war aus Eampanien gebürtig, griech. gebildet und bearbeitete griech. Tragödien undKomödien. Außerd.m schrieb er ein epsscheS Gedicht vom panischen Kriege und einandres nach der cpprifchen Ilias. Sein Leben fällt in die erste Hälfte des 6. Jahrh,nach Roms Erbauung. Durch ausgelassenen und persönlichen derben Witz reizte erden Unwillen der röm. Großen, wurde aus der Stadt verwiesen und zog sich nachIl'.ica zurück. Don seinen Werken sind nur Bruchstücke übriggeblieben.
Naros, in den alt,stcn Zeilen Dia und Strongyle, sitzt Nara (Nachsia),ist die größte (8 mit 18.000 Emw.) der Entladen im ägäischen Meere.
S-e hat >ine Stadt gl. N., 40 Dörfer, ein Eastell, einen Haftn, und ist der Sitzcmes gftech. und eines kaihol. Bischofs. Ihre außerordentliche Fruchtbarkeit undderMrthus des Bacchus, dem sie gewe ht war, machten sie im Alterthum be-rühmt. Noch sieht man neben der Wuelle Anatme die Trümmer eines Bacchustempels. Sie war reich an Getreide, an Wein, der zu dem b-sten von ganz Grie-chenland gerechnet wurde, an edeln Baumftüchten und an Marmor, von weichemdie u. d. N. OphalteS oder OvhfteS bekannte Gattung häufig gebraucht wurde.Dr ler Marmor verhärtet sich in der Luft und widersteht Jahrhunderte lang derAuftosmg. Man nannte sie, um ihre Fruchtbarkeit zu bezeichnen, oft Kleinsicilien-Dem Bacchus, als dem Schutzgott der Insel, schrieben ihre Bewohner diese außer-ordentliche Fruchtbarkeit zu. Bacchus haue hier die vorzüglichsten Feste, Tempelunk Aliäre. Hier war es, wo er die vom Theseus verlassene Ar ia du e (s.d.)trö-stete. Die ersten Bewohner der Insel sollen Thrazier gewesen sein, welche spätervon Thessalien» unter Ausiihrung des O.'us und Ephtalkes unterjocht wurden.Nachdem die Thessalien wegen einer anhaltenden Dürre die Insel verlassen hatten,ließen sich bald nach dem trojanischen Kriege Karier, deren Anführer Na.roS gehei-ßen haben soll, daselbst nieder. Pistst-atiiS unterwarf die Jnftl der atheniensischenObei Herrschaft. Nach dem Tode des Pisistrarus erlangte Na.roS s ine Freiheitwieder und wurde außerordentlich blühend, theilte jedoch bald das -Ldchicksa! dermeisten Inseln des Archipelagus, indem es unter die Oberherrschaft der Perser ge-riekh. Als diese indessen unter Terpes das eigentliche Griechenland zu unkerjotbenversuchten, benutzten die Naxier kiese Gelegenheit, um in den Schlachten bei Sa-lamis und Platää auch ihre Freiheit zu begründen. Während des muhrikatischmKricgS ward die Insel von den Römern erobert. Dann unterwarf sie der Trium-vir AniomuS dem Proiecwrat der Ryodier. entzog sie jedoch diesem bald wieder,als sie dasselbe zu sehr mißbrauchten. So blieb Naros in einem Zustande vonFreiheit bis zu den Zeiten Despasians, der sie zu einer römischen Provinz schlug.Hierauf folgte sie dem Schicksale des oströmischen KaiftrihumS und gerieih nachdem Sturze desselben, wie die übrigen Inseln des Arch'pelagus, unter die Ober-herrschaft der Türken; sie gehörte zur Statthalterschaft des Kapudan Pascha, dem sie