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N<apel (Stadt)
denn östlich erbebt sich das Castello nuovo, westlich erstreckt sich auf einem FelsenCasul'o dell' Uovo (so von seiner eiförmigen Gestalt genannt) in das Meer. linkerden Palästen zeichnet sich das königl. Schloß durch seine ziemlich edle Bauart aus;der Platz vor demtzl'-cn ist eine Hauptzierde Neapels . Ein andrer köniql Palastzu Capo di Monte ist unvollendet, enthält aber viele Gemälde „. a. Kunstlachen.Die alte Resident der Beherrscher Neapels , la Vicaria, ist jetzt der Sitz des Tri-bunals, »i hrerBehörden und Gefängnisse. linier den übr gen Palästen nennenwir noch Maddoloni, Francavilla, Gravina, Tarsia, welcher letztere eine ansehn-liche, auch dem Publikum geöffnete Bibliothek besitzt. Die bed utendstcn Samm-kunaen für Wissenschaft und Kunst enthält das Gebäude degli Studj r'MuseumBeuibon, durch das Decret von 1816 könial. ?lllodialeigenth>-m), dessen untereRäume die antiken Statuen einnehmen, aus deren Menge wir b'ofi den farne-sischen Hercules, die farnesischc Flora, die Ritteistaiuen der beiden BalbuS, dieVenus >.<rXX 7re>ac s.nix >,el!<5 si'üxe») und einen trefflichen Aristides namhaftmachen. ^Im zweiten Stockwerke befindet sich eine bedeiitende Samnilung Heu-mi-scher Patzn, eine Geiiiäldegallerie und die königl. Bibliothek. Die 1221 vonFriedrich II. gestiftete llniveisiiät ist — als Gebäude bedeutend, aber die wissen-schaftliche Bildung scheint daselbst eben nicht vorzüglich zu gedeiben. Auch sie be-sitzt manche gute Sammlung, z, B. eine mineralogische; der botanische Gartenbebt sich immer wehr lind mehr. Noch gibt es eine Sternwarte, ein königl. Medicin.Collgium, e. Militairschule, e. Colleg. sür die Marine, e. Akad. für Ackerbau,Manns, und Künste, e. Colleg. zum Unterricht junger Chinesen und Japanesen,2 in'tencollegien rc., sowie eine k. Gest lisch, der Wisscnsch. linier 60 wohlthä-tigen Stiftungen sind 2 große Spitäler: degli Incurabili, wo übrigens Kranke allerArt ausgenommen werden, und della Smo.-Annunziaia welches sekr reich ist undmeistenkk'ilsFindlinge, weibliche Büßende:c. auknm mt und versorgt; außerdemnoch 5 Spüäler, viele fronimcBruderschaften und im kre Conseivalorien, welcheletztere eine Zeit lang die berühmten Pflonzschulen de> Musik fü>- ganz Europa wa-ren. DasAlbergo dei Poveri mit einer Säule des wechselseitigen Unterrichts für100 Kinder gehört zu den größten Gebäuden dieser Art. A'vr nicht der Ernst, son-dern die Freude bat in N. ihren Wohnsitz, und Genuß ist die allgemeine Losung.Für das müßige Volk fehlt es nirgends an Kurzweil, Pulcinellen, Musik, Drangen,Maiskuchen und einem Plätzchen sich hin,zustecken und auszuschlafen, denn derReiz des Nichtsthuns ist groß. Für die gebildeten-stände gibt es 1 Theater, unterwelchenS.-Earlo, das grösste, 1816 abgebrannt, aber wieder mächtig erbaut ist.Außerdem bestehen noch Tearro nuovo de' Fioreniini und S.-Carlino. Sie sindsämmtlich in H uscht auf Musik und Darstellung kaum miinlmäßig tu nennen,doch die Ballette g'änzend. Zn keiner andern ita'l. L7iadt sind die Zuschauer wäh-rend des Stücks so laut, aber auch nirgend? ssller und andächtiger bei Lieblmgs-acten als hier. Der Adel ist größt-niheils reich und xracbrü bend, unter denBür-oe'n hen scht Wohlstand, und die völlig Unbemittelten der unlerss n Polksclasse, dieLaz:aroni, sind in der Regel so mäßig, daß sie bei kerWoblf.-ilheit der Lebensmittelmit dem geringsten Erwerb oder Almotzn sorglos den Tag verüben, Etwas nochfür «live, tnixnti aus dem Molo erübrigen und, wenn sie ke-,1 andres Obdach ha-ben, der Milde des Klima vertrauen und unter dem Portal eines Palastes oderPorticus einer Kirche die Nacht zubringen können. Manufakturen und Fabrikensind im Verhältnisse zur Am,ah! der Einwohner unbedeutend; die Handwerkir ha-ben wenig Fortschritte gemacht. Das in N. verfertigte Hausgeräih ist plump.Die besten Juweliere, Schneider und Schuhmacher sind Ausländer, die bestenSpeisewirthe Mailänder, und die einzige Leihbibliothek halte vor wenig Jahrennoch ein Franzose. Der Handel könnte für die Lage des-OrtS sich auf einer höher»Stufe befinden. Die Bank beider Sicilien har ein Capital von 1 Mill. Du an