Nebcnius
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Wolken. Da dieser nur dann stattfinden kann, wenn die obere Luft schon mit Was»fortheilen hinlänglich gesättigt ist, so zeigen sich die Nebel nur bei sehr feuchterLuft.Die aufWärme erfolgende Erkältung der Luft ist die gewöhnliche nähere Veranlas-sung der Nebel, die daher bei uns im Herbste, wo die Tage oft „och sehr warm unddie.Nächte kalt find, am häufigsten bemerkt werden, weßhalb auch die aufgehendeSonne, durch die Kraft der wiederkehrenden Wärme, sie gewöhnlich zerstreut. Hiertritt ein doppelter Fall ein: ist durch die Sonnenwärme die Auflösungskraft der Lufthinlänglich verstärkt, so fällt der Nebel als Thau - und Staubregen zur Erde nie-der, und es wird heiteres Wetter; wird hingegen die Luft in den obern Regionenschwerer, ohne mehrAuflösungskrast zu erhalten, so zieht sich der.Nebel in dieHöheund wird zur Wolke, welche dann sehr oft als Regen wieder herabkommt. In denLändern, wo derBoden stärker ausdünstet, z.D.wo viele Sümpfe, Flüße undSeensind, zeigen sich natürlich die Nebel häufiger. Mit den eigentlichen Nebeln verwech-sele man nicht den Höhenrauch (s. d.) oder Heiderauch. —Sauffure'S gründlicheUntersuchungen über den Nebel und a. wässerige Lufterscheinungen enthält dessen„Ders. üb. dieHygrometrie" (a. d. Franz., Lpz. 1184). Eine Prüfung der neuestenTheorien vom atmosphär.Wasser enthalten Gilbert'S „Annalen " (1812, 6. St.).
Nebelsterne, Nebel flecke, sind gewisse, einem weißen Wölkchen ähn-liche kleine Flecke, die man am gestirnten Himmel wahrnimmt, und die, durch dasFernrohr betrachtet, eine dreifache Verschiedenheit zeigen. Es sind entweder einzelnein Nebel gehüllte Sterne, oder sie werden aus kleinen Sternhaufen gebildet, oder siezeigen nichts als einen lichtähnlich schimmernden Nebel. Diese letzter,, sind dieeigentlichen Nebelsterne, welche die Astronomen fül-Fixsternsysteme halten, deren esunzählige in den: unermeßlichen Welträume geben mag. Herschel hat sich viel mitihrer Untersuchung beschäftigt und sie in s. „(At-ilonuo c>k<»,<; tl,u,i>o,v dio-dulue:" (Lond. 1186, 4.) verzeichnet. Er hält nicht alle für Sterngruppen. Mankennt ihrer jetzt schon ein Paar Tausend. Ausführlicher handelt darüber Bode's„Anleit. zur Kenntniß des gestirnten Himmels" (9. Aufl., Berlin 1823).
Nebenius (Karl Friedrich), großherzogl. badischer Geh.-Raih, geb. am29. Sept. 1184 zu Rhode, einen, ehemaligen markgrüfl. badischen Marklfl. beiLandau, in der jetzigen bairischen Rheinprovinz . Von 1193 —1802 besuchte er dasGymnasium zu Karlsruhe, und hierauf bis 1805 die Universität zu Tübingen , woer die Rechtswissenschaft studirte. Nach s. Zurückkauft wurde er als Advocat beimHofgerichte in Rastadt und 1801 als geh. Secretair beim großherzogl. Finanzde-part. angestellt; 1809 nahm er Urlaub und ging, mit Empfehlungen des Mini-sters Freih. v. Reitzenstein, nach Frankreich , um die franz. Verwaltung kennen zulernen. Nach s. Zurückkauft, 1810, wurde er alsKriegsraih zuDurlach, und 1811als Finanzrath beim Finanzminist. in Karlsruhe angestellt. Der »erst. GroßherzogKarl ertheilte ihm den Zähringer Löwenorden , und 1819 ernannte ihn der jetzt re-gier. Großherzog zum geh. Referendar, und später zum Geh.-Rach 2. Cl. N. hattegroßen Antheil an der badischen Constitulionsurkunde, und die Abfassung derselbenwird ihm zugeschrieben. Er wurde zu wichtigenMsssionen gebraucht und zeigte sichbesonders thätig bei den Verhandlungen des darmstädter Eongresses, aber leiderwollte es ihm nicht gelingen, s. wahrhaft patriotischen Ansichten den Sieg über mo-mentane Interessen zu verschaffen. Beim ersten badischen Landtag 1819 gewanner, als Regierungscommissair, das allgemeine Vertrauen durch weise Mäfiioung undstrenges Festhalten an erprobten Grundsitzen. Er sprach u. A. gegen den Antragauf Abänderung der Staatsdienerpragmatik, in Hinsicht des Versehens der StaatS-diener und ihrer Entlaßbarkeit in den ersten 5 Jahren. — Von s. Einsichten in dieStaatSwiffenschaften zeigt s, Werk „Über die Natur und die Ursachen des öffentl.Credits rc." (Karlsruhe 1820, 2. Aufl. 1829), das einzige bis jetzt, welches diesenGegenstand ausführlich behandelt hat. Man sieht hier einen Mann, der sich nicht bloß