Nektar
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Nelson
noch ehe sie zur Unterwelt hinabeilen könnten, zu befragen. Insofern die bei vor-gerufenen Schatten (und dies war die alte und gewöhnliche Sitte) sich dem Be-schwörer wirklich zeigten, nannte man die Nekromanlie auch uud
d. h. Wahrsagen der Schatten fax--!,) oder abgeschiedener Seelen(g,v^c^,). Erst zur Zeit des gänzlichen Verfalls des Heidenthums begnügte mansich zuweilen mit derjenigen Art der Nekromanlie, bei der man bloß die Stimmedes Abgeschiedenen aus dem Grabe hervortönen hörte.
Nektar, der süße, balsamisch duftende Göttertrank, der nur im Olympusgespendet wurde und Unsterblichkeit verlieh; dann hieß auch ein aus reinem Honigund süßem Wein bereiteter Trank Nektar, und all s Vortreffliche, den, SinneWohlthuende ward nektarisch genannt. Auch noch seht führt den NamenNektar ein griechischer süßer Wein, der auf der Zns. l Sc oS gewonnen undaus g trockncten Trauben bereitet wird.
Nelken (C.u, voplivllue») wachsen theils wild, theils werden sie in denGärten gezogen. Es gibt verschiedene Sorten der wilden Nelken, z. B. gemeineFedernelken mit weißen Blumen, F>ldnelken mit bunten Blumen und breiten, auchschmalen Blättern, Berg: oder Steinnelken u. s. w. Der Gartennelken zähltman einige itw Sorten. Mit Nelkensamen wird aus Holland nach verschiedenenLändern Handel getrieben. S. „System der Gartennelke, gestützt auf das Weis-mantel'sche Nelkensystem :c." (Berlin 1827).
Nelson (Horatio), Lord Discount, einer der tapfersten und siegreichstenSeehelken Englands, war der fünfte Sohn des Pfarrers Edmund Nelson vonBurnhamThorpe in der Grafschaft Norfolk und daselbst den 29. Sept. 1758 ge-.boren. Sein Schulunterricht wurde schon in s. 12. ffabre unterbrochen, indem«' Oheim Euckling, Capitain eines Linienschiffes von Kanonen, ikn als Mid-shipmen an Bord nahm. Dieses Schiff ward in Folge des Streits mit Spanien über die Falklandsinseln mit andern ausgerüstet ; und wiewol der Zwist bald bei-,gelegt wurde, so gewann doch N. in der kurzen Zeit eine entschiedene Vorliebe fürdas Seeleben. Sein Oheim gab ihn daher zu dem Capitain eines Westindien -sahrers, der eben in See gehen wollte. Mit ihm machte der Knabe seine ersteSeereise, von der er 1772 mit mancher Kenntniß bereichert zurückkehrte. Balddarauf nahm Capitain Suckling ihn an Bord seines Schiffes, welches damals zuCatham lag. Die 1773 ausgerüstete Expedition, um möglichst weit gegen denNordpol vorzudringen, wirkte so mächtig auf den unternehmenden Geist des jun-gen N., daß er seinen ganzen Einfluß bei dem Capitain Lmwidge, einem der Be-fehlshaber, anwandte, um sein Cockswain (Führer des Beischiffs) zu werden. Diesgelang ihm, und er ging in demselben Sommer mit der Expedition ab, deren Er-,gbnisse bekannt sind. Als N. zurückgekommen war, verschaffe ibm sein Oheimeine Station unter Cap. Farmer, der ein Schiff in dem nach Ostindien bestimmtenGeschwader deS Sir. Edw. Hughes führte. Da aber das Klima nachtheilig aufs. Gesundheit wirkte, fand man es nöthig, ihn 1778 nach England zurückgebenzu lassen. 1777 bestand er die Prüfung zur Lieutenanksstelle und wurde sogl-ich alszweiter Lieutenant auf dem Lowestoffe von 32 Kanonen angestellt. Dieses Schiffkreuzte vor Jamaika und zwang bei einem heftigen Sturme einen Amerikaner, dieSegel zu streichen. Der erste Lieutenant, der an Bord des eroberten Schiffesgehen sollte, kam unverrichteler Sache zurück, da er bei der hochgehenden See egzu gefährlich fand. Unwillig rief der Capitain: „Habe ich denn keinen Officier,der die Prise besteigt?" DerSch'ffsmeister wollte ins Boot springen, als N. ihnmit der Äußerung zurückhielt, die Reihe sei an ihm. Seine Kesck icklichkeit über-wand alle Schwierigkeit. Er erhielt darauf den Befehl des zu der Fregatte gehö-rigen Schoners. 1778 nahm ihn Sir Peter Parker als dritten Lieutenant anBord seines eignen Flaagenfchiffes und machte ihn in kurzer Zeit zum ersten Lieu-,