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Nemeischcr Löwe Nemeische Spiele
sich mit dem Kronprinzen und sehte die Präliminarien zu einem Vergleiche fest, derden Streit beilegte. Nachdem er auch mit Schweden und Rußland sich verstän-digt hakte, kehrte er nach England zurück, wo der König ibn zum Discount erhob.Als darauf die Rüstungen an der franz. Küste in England Besorgnisse wegen einerfeindlichen Landung erregten, ward N. zum Oberbefehlshaber eures zwischen Op-fortneß und Beachp Head stationirten Geschwaders und der dazu gehörigen Flot-tille von Kanonenböten u. s. w. ernannt. Er beschloß, die franz. Fahrzeuge vorBoulogne anzugreifen; aber dies Unternehmen (16. Aug. 1801) mißlang. DerFriede von Amiens gewährte ihm eine kurze Ruhe. Als die Feindseligkeiten aufsNeue begannen, übernahm er den Befehl im mittelländischen Meere und segelteim Mai 1803 mit s. Flaggenschiff, dem Dictory, nach Gibraltar . Sein Hauptau-genmerk mußten die Bewegungen der kouloner Flotte sein; aber er verschmähte eineenge Blockade, um dem Feinde zum Auslaufen Gelegenheit zu geben. Sein WunschWai d endlich im März 1805 erfüllt. Der franz. Admiral verließ, ohne bemerkt zuwerden, mir der ganzen Flotte Toulon , vereinigte sich mit einem fpan. Geschwadervor Eadiz und segelte nach Westintien. Sobald N. davon unterrichtet war, eilte eribm nach, fand jedoch den Feind nicht, der auf die Kunde von s. Annäherung denRückweg angetreten hatte. N. ging darauf nach England, wo er erfuhr, daß diefeindliche Flotte nach einem unbedeutenden Gefechte mit dem Adm. Ealder wiederin Eadiz eingelaufen sei. Im Sept. stieß N. mit dem Victors z» Eollinawood vorEadiz und übernahm den Oberbefehl. Den 19. Oct. lief die franz. spanische Flotteaus und segelte, von N. mit 27 Linienschiffen verfolgt, am 20., ZZ Linienschiffestark, die -Llraße von Gibralter vorbei. Am 21. früh um 9 Uhr hatten beideFlotten bei dem Vorgebirge Tiafalgar sich auf Schußweite genähert. Die größteSeeschlacht der neuern Zeit erfo'gw und endigte mit der gänzlichen Niederlage derSpanier und Franzosen . (S. Trafalgar, Schlacht bei.) Als der Kampf fastschon entschiede» war, traf ein Musketcnschuß aus dem Mastkorbe des feindlichenSchiffes, mit welch'm das englische Admiralschiff stiitt. N. in die Schulter, drangdurch die Lunge und zerschmetterte das Rückgraih. Mit Rübe hörte er von demWundärzte, daß keine Rettung möglich sei. Noch erkundigte er sich angelegentlich,wie die Schlacht stehe, lächelte, als er vernahm, daß schon 12 f indliche Schiffe ge-strichen hätten, und verschied als Held, einzig bedauernd, daß ihn« nicht vergönntsei, die engl. Flotte noch in Sicherheit zu bringen. Sein Leichnam wurde in Spi-ritus gesetzt und auf dem Schiffe Victors in dem Sarge nach England gebracht,den er sich selbst nach der Schlacht bei Abukir aus dem großen Mäste des franz.Admiralschiffs l Orient hatte fertigen lassen. Unter großem Trauergepränge warder den 8. Juni 1806 auf der Themse nach London geführt und in der SwPauls-kirche, wo ihm späterhin ein Denkmal errichtet wurde, bestattet. Sieben Prinzenvorn Geblüt waren im Gefolge. Das Vaterland ertheilte den Verwandten des Ver-storbenen Ehrenzeichen und Belohnungen. Der Lordskitel ging auf s. Bruder über.Die Lebensbeschreibungen N.'s von I. Eharnock und I. Whue sind auch ins Deut-sche überseht. Am ausführlichsten ist die von Elarke; gedrängter und lesbarer dievon Rob. Southey (London 1813, 2 Bde., 12.) Die neueste ist von Harrison.
Nemeischer Löwe, s. Hercules und d. folg. Art.
Nemeische Spiele, so genannt von dem kleinen Orte. wo sie gefeiertwurden, Nemea (jetzt Nemeo) in Argalis, einer Landschaft des PeloponneS , waren,nach der Sage, aus den Leichenspielen entstanden, die zu Ehren des in seiner Jugendvon einem Drachen getödteten Ophelres (s. Hvpsipple), veranstaltet wurden.Die nach Theben ziehenden Helden nannten ihn ArcbemoruS (d. i. im Anfang derTrauer); er wäre», Sohn des LvkurquS und terEurvdüe. Leichenspiele am Grabeberühmter Männer oder geliebter Personen waren im Alterthume sehr gewöhnlich.Die des Opheltes harten, wenn jene Sage gegründet ist, nur das Eigenthümliche,