Neimdorf Neoptolemus 181
eigne Classe von Mythen bilden diejenigen Sogen, welche die Nemesis als dieGe-liebte des Jupiter aufführen, der sie in (bestall eines Schwans verfolgte, und vondem sie ein Ei gebar. Ob und w'e diese -Ltagen mit der obigen Ideenreihe, die beidem Begriffe der Nemesis zu Gründe liegen, zusammenhängen, gehört zu den vielennoch nicht aufgeklärten Punkten der allen Mythologie.
Nenndorf, kurfürsil. Lustschloß und Dois im kurhelsischen Antheile derGrafschaft Schaumburg m Westfalen, welches wegen kalten Schwefelwassers be-rühmt ist. Die Quelle des Bades entspringt an der Landstraße, welche von Ha-nover nach Minden führt, und die umliegende Gegend st von der Natur beson-der« begünstigt. Schon der Arzt Georg Agricola erwähnt 1516 diese Bäderals sehr alt. Die jetzigen Anlagen wurden erst 1189 und 1190 zu einiger Voll-kommenheit gebracht. An schönen Spaziergänger, fehlt es nicht. Der Brun-nenarzt hält sich von, Mai bis zum Sept. h'er auf. Ungeachtet das Wasser kaltaus der Quelle kommt, gefriert es doch im Winker nie. Es riecht wie faule Eierund schmeckt durchdringend, schweflig balsamisch, gelind bitterlich, etwas salzig.Die Farbe d-sslben ist in der obern Quelle, nach Beschaffenheit der Witterung,bald hell und klar, bald milchig, bläulich, grünlich und schwärzlich, hingegen in demuntersten sogen. Trinkbrunnen meistens klar. Seinen Nutzen zeigt es in Brustbe-schwerden, verschiedenen Hautauslch'ägen. ausbleibenden, Monatsfluß. in Hämor-rhoikalbesckw, rten, Kacheyie, Bleicbüicht, Gicht, Lähmung, Steifigkeit der Gele ickeund bei s hlerhoster Verdauung. S. Homburg's „Erklärungen des neuen Plansvon den Anlogen des Schwefelbades zu Nenntorss (2. A-, Hanov. 1818) undWurzer, „Über die Schwefelguellen zu Nenndvrs" (L,ipz. 1821).
Nenne r. Wenn von einer Zahl oder Größe nicht das Ganze, sondern nurein oder mehreTheile des Ganzen genommen werden sollen, so drückt man dies beimRechnen durch eine Bruchzahl oder einen Biuch aus, d. h. durch 2 übereinanderste-hende und duich einen Str-ch getrennte Zahlen. Die obere, der Zähl er, zeigt an,wie viel manTheile genommen, die untere, kerNenn.r, m wie viel Theile tasGanzegetheilt war. So ist z. B. in dem Bruche 10 der Nenner, und 9 der Zähler.
N ennwerth, s. Nominalwerkh.
Neologie (a. d. Griech), eine Sprachneuerung. In jeder geschlossenenSprache, m jeder Literatur, die eine classische Epoche e, lebt hat. sind tue Kritikeräußerst streng gegen den G.bi auch m uer Redensarten, Ausdrücke und Wendungen.Schon die Rhetoriken des Alterthums suchte» Grundsätze darüber aufzustellen, in-wiefern die glückliche Kühnheit d,s Genies sich Sprachneucrungen erlauben könne.Unter den neu rn Sprachen ist man in keiner so streng gegen Ideologie als in d-rfranzösischen, selbst dann, wenn sie, wie zuweilen die der Frau v. Sia l, einen ge-wissen Anstrich von Genialität haben. Die Uricmpsmtlichke l g'gen N-ologien fin-det sich gewöhnlich in den beiden entgegengesetzten Endpunkten der Bil. u, g einerSprache, cinnial in der ersten Periode, wo sie noch mit sich seil st kämpft und sich zubilden und zu siyiren strebt und dann in der Periode des gänzlichen G> isiesveifalls.In einer abgeleitetenB.deutung b.zeichnet man mitkemWoiieNeolog eN u',rin-gen übei Haupt, jedoch gewöhnlich mu einer aehässigenNebei bedeuiung der Gefähr-lichen, Verderblichen und Werihlos n. D eser Nebenbegriff te- Wortes n,u findetsich schon in den alten Sprachen bei ,,>>>>, und i-eoc. und ruh t daher, daß dieBlüthe der alt-nSiaatm hauprst.ch'ich aufErhaltung d r al.en Silken,Gebiauche,Verfassung und Siaarsgrundsätze beruhe, deren Aiaiiterung folglich dem Staategefährlich schien. Nach diesem Grundsstze Hand In roch jetzt mehre Staaten Asiens ,welche deßhalb jede Verbindung mitF einten sorgfältig vermeiden. — In dei Mutedes vor. Jahrh, brandmarkten die Onho^open die Meinungen der Heleiodoyen,(Neologen) oft mit dem Wor.e Neologie.
Neoptolemus, s. Pyrrhuö.