Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
782
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Ncoranra

Nepaul

Neorama, eint Erfindung des Franzosen ?lllaux, die den Zuschauer mittenin das Innere eines großen Bauwerks zu einer gewissen Zeit versetzt, wo sich dosGanze in seiner vollen Belebung durch Gruppen, Erleuchtung ic. zeiat. Daserste Neorama in Paris 1827 war die innere Ansicht der Peierskn che m Rom, mitoffenen Thüren, die den Blick in die Ferne leiten. Über den Unterschied des Neoramvon Dioram und Panoram, s. d. Wir setzen hinzu, daß die Zeichnungeines Panoram zuerst von einem Deutschen in Rom 1792, also vor Barker, denman gewöhnlich den Erfinder desselben nennt, erfunden worden ist. Dieser Deut-sche ist der Professor Z. Ad. Brevfig, Direcwr der k. wesipreuß. Kunstschule zuDanzig . Barker hat sein Panoram nicht 1787, sondern erst 1793 aufgestellt. Erstarb zu London den 8. April 181V.

Nepaul oder Nepal , ein GebirgSland (2350 H,M., 3z Mill. E.),das man zu Hmdostan rechnet. Es ist erst 1815 durch den Krieg der Engländermit dem Rajah oder Beherrscher desselben bekannter geworden. Der brit. GeneralSir David Dchterlony drang so rasch vor, daß er schon am 28. Febr. vor Muk-wampoor, der Hauptfestung der Nepalesen, erschien. Der Rajah wollie zwar ai» 29.Febr. die aufgegebenen wichtigen Anhöhen wieder nehme», wurde aber mit Verlustgeschlagen, und am folgenden Tage eroberie das britische Heer die Vormauer vonMukwampoor, das Fort Hui riapor, mit Sturm. Durch dieses schnelle Vordringenbeendigte der General Ochierloiw eine» Feldzug, dessen Erfolg bei den unter denbritischen Truppen herrschenden Krankheiten zweideutig schien, und nöih gte denRazah, Dchhara Sah Bikam Sah, sich zu dem schon früher von seinem Bruderunterzeichnete» Frieden, den er bisher nicht hatte anerkennen wollen, am 4. Mai181V zu bequemen, wodurch die Kette von Forts an der südlichen Grenze nebstmehren Bezirken an die osttnt. Compagnie abgetreten und derselben die Marsch-.rouie durch Nepaul nach China verstauet wurde. Auch versprach der Rajah, nieweder Europäer noch Nordamerika »?!' in seine Dienste zu nehmen. Der Rajahvon Nepaul dasitzt noch die Ghorkaländer, welche dasSiammland der jetzt regieren-den Dynastie sind, denn bis 17V8 stand Nepaul unter verschiedenen Newarsürsten,denen tiii ch die Ghoi kajürsten die Herrschaft entrissen wurde. Nepaul selbst istein 3—KUVO Fuß Hohes, angenehmes Alpenland zwischen 2 gegen N. und gegenE. nur einander parallel lausenden Gebirgen; es grenzt gegen N. und O. an Tibet ,gegen S. und W. an die britische Präsidentschaft Calcukra und an Rasbutensiir-stiinhuiner. Da eS von allen «Leiten mir Gebirgen (gegen N, vom Hinialleh-gebu gc, das höchste auf der Erde ) umgeben ist, so kann man nur durch Gebirgspässein diesisLand eindringen. Man braucht von der bengalischen Ebene von Behar aus3—4 Tag,reffen, die Grenzgebirge zu ersteigen. Dann gelang! man zu dem Hoch-pass, von welchem aus man das Thalland von Nepaul, die reichste Schweizerland-schuft, erblickt. Der Boden ist sruchibar und gut bewässert, das Klima Heuer undgesund, «m Sommer, wenn die Sonne von den hohen Gebirgen abprallt, sehr h>iss.Der Wmrer bringt wenig Frost. Nie weht der Nordwind in diesenThälein. DieIahreoznien sind dieseld.n wie im Hohn» Hmdostan; nur sangen die Regen frü-her an. Erzeugnisse sind: indische Hausrhicre, vortrefflicher Honig, Reis, Ingwer,Specerelen, HI, Baumwolle, Kupser, Eisen, Jaspis, Marmor und Kergkivstall.Die Haupiclussen der Einwohner d» stehen aus Hindus und Newai S, welche lltziernwahrscheinlich von mongolischer und chinesischer Abkunft sind. Außer diesen gibtes noch andre wenig bekannle Stämme. Die Einwohner zeichnen sich durch Ein-fachheit des Charakters und der Suren aus, vornehmlich sind die Newars greßten-theils Handwerker. Ihre Religion weicht wenig von der der Hindus in B-ngalenab. Auch herrscht die Sitte, daß sich die Frauen mir den Leichnamen ihrer Männerverbreraen. Die Hintusprachcn sind die ncpalische, die viel Ahulichkeii mit derHaupisprache hat, tmd die Nogari, die noch älter als die Sanskritta sein soll. Die