Nepenthe Nkpomuk 183
Industrie besteht in Verfertigung grober Baumwollenwaaren, Eisen - und Kupfer-arbeiten. Ihre Messer, Lldäbel und Degen sind gut, sie zeichnen sich im Vergoldenaus. und gießen für ihre Tempel große Glocke». Aus der Rinde einiger Bäumeund Pflanzen mache» sie Papier und d.siilliren Branntwein aus Reis und Wein.Der Handel zwischen der englisch osiindischen Compagnie und Tcket wird durchdieses Land betrieben. Die Regierung ist despotisch, aber gemäßigter als in andernLandern Asiens . Das regulawe Heer zählt ungefähr 12,000 M., welche zum Theilmit Flinten bewaffnet sind und sich durch Tapferkeit auszeichnen. Die Hauptstadtdes Landes heißt Khaimandu am Blsibmutty mit 20,000 Einw. Oberst Kirk-pütrik hat zuerst dieses Land beschriebe»; dann Francis Hamilton durch s. „cko-uvuni <>i liin lxinpalmo «I Arpu!" (Edinburg 1819, 4.).
Nepenth e, ein Mittel, das auf eine Zeit lang von allem Seelenschmerzeentbindet, wie die homerische Helena einst ihren Gästen bot:
Lider ein Neues ersann die G''. liebe Toebter KronionS:
Siebe, sie warf in den »Pein, wovon sie tranken, ein MittelGegen Kummer und Groll und aller Leiden Gedächtniß.
.'tostet Einer des Weine, mit dieser Würze gennicber.
Dann dencbet den Lag ibm keine Thräne die Wangen.
„Odhff.", >>', 219 fg. Für ein ägnpk. Mittel, und zwar aus dem Pflanzenreiche,gibt es die Dichtung selbst aus. Ob es aber eine Art Opium oder etwas dem Ähn-liches sey, darüber haben die Gelehrten verschiedene Meinungen aufgestellt. 1'.
Nephele, s. Athamas.
Ncphth n S, eine ägyptische Gottheit, die Schwester des Osiris und derIsis, und Gemahlin des Trphon. Si.e zeugte mit Osiris ten AnubiS. Nach Plut-arch bezeichnet sie die äußerste Küste Ägyptens .
Nepo m u k (Johann vst. Johann NepomucenuS, einer der berühmtestenHeiligen und der Schutzpatron Böhmens , h'eß eigemlich Ioh. Welflui, war geb.1320 zu Ponn.k, einer kieim» Sradt in Böhmen, studnte zu Prag und wurde da-selbst Piediger in der Altstadt und KanonicuS. )luS christlicher Deinuih wollte erkem BiSlhum annehmen und ward in der Folge Dechant an der Colbgiaikirche Al-ler-Heiligen. Almosenier und Beichtvater der Konigin. Da einige Hofl-ute dem Kö-nig Wenceolaus die eheliche Treue seiner Gemahlin vertächiig gemacht halten, ver-langte der König von N. den Inhalt ihrer Beichte zu wissen, und ließ ihn aus seineWeigerung erst ins Gefängniß, und k ann, an Häuten und Fußen gebunden, am10. Mai 1383 (nach A. am 2l. März) in die Moldau hinak wei sen. Erst am 0.Mai entdeckte inu» den Leichnam am llfr, weshalb auch dicker Tag zu i. -mtacht-nißkage festgesetzt wurde; spät ihm wurde «r aus den 10. verlegt. Als Marinierwurde hierausN. »i ganzBehmen veieyrt. Papst Innocenz ckll. cikannie ihn,nach der vorhergegang.nen g, irchul ch.n Uniersi ei ung, >121 für eine» Heiligen,und die Heiligsprechung ward aus tenÄari ag Kais r Karls > I. von Benedici rckll1129 vollzogen. Via» Hai ihm zu Ehien eine eigne Bruderschaft >rr chiel. AlsHeiliger wird er geg.n Deileumdi.ng ii Anfcl warzurgen i.nd Veikle nerungenangerufen. Der Jesuit B.Ibin hat m s. „ü,., > . >> -!. > >,i ." sii» Leb>» b schrie-ben. ^Neuerlich Hai man behauptet. t»ß ,ste ein Nepcmuk, sondern Ioh. v. Po-muk gelebt habe, welcher 1593 Erzbischof zu Prag gewesen. Indeß ze gt man dasvonNearmor und gem genem Sildervns rlioke und mit 2'Aliäi eu vei s.hene G'mal Ob. S in der Domkii che zu Prag . Nach'A. wart N. wahi sch.mlich do-.>-m mdie Moldau gestürzt, weil er sich standh. si we>gei ke, tun Er,b.schof, d jstn V.earer war, den Gehorsam auszusagen. Der Erzb schof haue gegen has lasterhafteLeben des Königs gepredigt und d>ssen Unteitämmercr, der eh.iz.alige kpmgl. Gü-ter von der erzbischofl. Küche zurücksoderie, in den B ann gethan. Pomuk wurdein Gegenwart des Königs gefoltert, und Wenzel ergriff selbst eine Fackel, um