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Siebenter Band. M bis N.
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N.pog Ntptuli

damit zu brennen.— Am Pfingstmontag? (8. Juni 1829) wurde die Sacularfeierder Canonisarwn des heil. Ncpomuk zu Prag begangen.

Nepos, s. Cornelius st-epos.

Nepotismus, die übertriebene Begünstigung eigner Verwandten undFreunde auf Kosten Dritter. Dieser Ausdruck ist von den Päpsten hergenommen,die ihre Neffen oder Nepoien (unter diesem Worte wurden nicht nur ihre sonstigenAnverwandten, sondern auch ihre natürlichen Eöhne begriffen) gewöhnlich aufKosten des StaatS und andrer Familien zu begünstigen pflegten, sie auf jede Weisezu bereichern und in den Besitz der besten Ärmer und Pfründen zu setzen suchten w.Es mußte dies Gebrechen vor allen immer in geistlichen Staaten fühlbar sein, dahier der Besitz der Regierung auf die Lebensdauer des erwählten Fürsten beschränktblieb,seineFamilie aber nach sememTote durchaus in denPrivatstand zurückkehrte.Daher ging das Bestreben dieser Fürsten hauptsächlich immer darauf ihren Fami-lien, so viel sie nur konnten, bleibende Vortheile zuzuwenden. Doch hat man auchin andern Ltaaten häufig Klagen über Nepotismus gehört, vorzüglich da, wo eseine Aristokratie gibt. Es ist natürlich, daß Jeder mei st für seine Familie und fürseine Freunde zu sorgen sucht. Bei Gleichheit der Verdienste zumal kann es Nie:mand unbillig finden, daß der Mächtige seinen Verwandten und Freunden vor Umb-kannten und Fremden den Vorzug gibt. Ersitzt aber Verwandtschaft und freund-schaftliche Verbindung b>i ihm auch den Mangel an Verdiensten, wird der verdienteMann, der in keiner solchen Verbindung saht, zurückgesetzt, so ist dies allerdings einnie zu duldend, r Mißbrauch, der jedoch nie ganz aufboten wird, so lange es nochMenschen gibt, die ihre» Privatvonheil dem öffentlichen Besten vorziehen.

Neptun scheint von den Römern in den ältesten Zeilen nur als Gott derPferde gekannt und verehrt, und als solcher ansängl ch mir dem alten ikol, GottConsuS vermischt worden zu sein. Als die Römer eine An von Seemacht bekamenund mu der griech. Mythologie bekannt wurden, trugen sie die in di. serMyihologievorhandenen Ideen von Poseidon oder Posideon auf ihren Neptun über, sodaßNeptun und Poseidon für verschiedene Namen einer und derselben Gottheit galten.Neptun war ein Sohn des Kronos (Saturn) und der Rhea oder Opis. Über dieArt, wie ihn seine Mutter dem Schicksal entzog, das sein Alles verschlingender Va-ter seinen Kindern bereiter halle, sind die Sagen verschiede»; nach der einen wirder von Kronos wieder ausgespieen, nach andern erhält KronoS ein Füllen zu Ver-schlingen, und Neptun wird heimlich in Böotien erzogen rc. Nach der Empörung,welche sein Bruder Jupiter gegen ihren gemeinschaftlichen Daier unternahm, fieldemNepiun bei derTheilung bei Welt die Herrschaft über das innere Meer (Pon-tos) zu. Ob d c Sage, daß er ini Wettstreit mit der Minerva über den Besttz vonAliika das Pferd zmrst geschaffen, daher entstand, daß der Gebrauch des Pferdeszugleich mit der Verehrung Poseidons , einer ursprünglich phonizischen Gottheit,von Seeräubern dieses Volks zuerst auf den Küsten des Pelopoi nes, Ai'ikas undThessaliens bekannt worden war, oder ob das aus dem Meer geborene Roß sich aufeine eigne Symbolik von Ideen bezieht, muß unentschieden bleiben. Er bewegt,beruhigt, erschüttert und besänfiigt das Meer und selbst zuweilen die Erde mii ih-ren Bergen und Wäldern. Aus Inseln (besonders auf Euböa ) und Küstenplatzenwar daher seine Verehrung am häufigsten. Ihm wurden zu Ehren die isthmisckenSpi>le (s. Isthmus) gefeiert. Außer denDelphmen und Seethieren waren ihmdas Pferd und zuweilen auch die Eule geheiligt. In den ältesten Kunstdarstellun-gen wu d er nackt, in mehr furchtbarer Gestalt mit spitzem Barte abgebildet. Inder Hand hätt er den Dreizack (t> !,l, i,.-.), dessen sich schon in den ältesten Zeiten dieS.esahrer des mittelländischen Meeres zum Harpuniren, und als ein S Zeickensder Besitznahme einer Küste bedienten. Auf einem mit 2 Rossen b> spannten Wa-ge», von Nereiden und Seeungeheuern umgeben, wird er, die Oberfläche des