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Siebenter Band. M bis N.
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Nesseln

noch kalt, weder hart noch weich unterscheiden kennen. Andre haben ein zu zartesGesühl; Geruch und Geschmack kennen zu stumpf oder zu scharf werde». Andrekennen gewisse Gerüche durchaus »ich: vertragen, lieben dagegen selche, welche an-,dein Menschen gewöhnlich zuwider sind. Ebenso ist es nur dem Geher. Nochmannigfalriger sind die Erscheinungen von Krankheit der Gesichtsnerven. Über-.Mäßige Empfindlichkeit, sowie Schwäche und Stumpfheit der Augen, Flecken,Funken, Bogen, Perlenschnüre u. s. w., Doppelsehen, Erscheinungen und Figurenvor den Augen. Von der Erkrankung des innern Sinns, derEmpsindunaen, Vor-,stellungen und Imagination gibt es gl ickfalls mannigfaltige Außerungem Krank-,hafte Empfindungen erzeugen falsche Vorstellungen und fehlerhafte Bilder derPhantasie. Diese können die Stärke wii klicher SinneSanschauungen erhalten, undw.nn die Krankheit sich bis auf das Gehirn und dasSeelenorga» fortpflanzt, soterscheidek der Kranke keinen fiibjeciiven Zustand nicht mehr von den Objecten außepihm, die kranken Vorstellungen regieren dann selbst den Willen und erregen die ihnenentsprechenden Begierden. Daher die krankhaften Empfindungen ohne äußere h n-längliche Veranlassung n, Traurigkeit und Lustigkeit in ausschweifen er Art periodische Murhlosiakeft. ängstliche, lebhafte Träume. Delirien, die Erscheinungen desAlpdrückens. Mannigfaltig sind auch die'Äußerungen der Nervenkrankheiten indem Muskelspstem > die sich als Zuckungen und Krämpfe zeigen, bald nur örtlich,bald allgemein, vorübergehend oder anhaltend sind. In manchen Fn b rn, z. B. indenen die Nerven mit angegriffen sind, kommt ein beständig e krankhaft, s, unwill-kürliches Spiel der GesichtSmuskeln zum Vorschein, ebenso an ander» Theilen desKörpers, z.B. das sogen. Sehnenhüpfen. Die Augen werden mannigfaltig b° iwgt.Auch in den unwillkürlichen Muskeln entstehen allerhand Krämpfe, z. B. der Ma-genkrampf, krampfhaftes Erbrechen, krampfhafte Brustbeklemmungen, Krampfdes Zweichfells, Herzklopfen u. s. w. Die Anlage zu Nervenkrankheiten kann an-geboren sie kann aber auch durch fehlerhafte Lebensart, übertriebenen Luxus, Ver-weichlichung, ub-rniäßi^e Anstrengung des Nervensystems erworben sei». Die Ge-legenheiiSursacken sind iheils unter den vielfachen Einflüssen der Außenwelt zu su-chen, z. B. die Luft und ihre verschiedenen Mischungen, ihr Antheil von elektrischemStoffe, ihre elastische Spannung, ihr Grad von Trockenheit o'er Feuchtigkeit; dieNabrungSiinttel, z. B. Fleischspeisen, erhitzende gewürzte Speis.» und Getränkeerhöhen die Reizbarkeit der Nerven, vegetabilische Nahrungsmittel vermindern sie.Die mehrsten animalischen und alle vegetabilische Gifte bewirken heftige Neiven-krankheiten. (Vgl. Narkotisch.) Theils wirken fremde Dinge im Körper als Ur-sachen der Nervenkrankheiten, z.B. sehr oft Würmer im Darincanal, eingesperrteLuft, selbst scharfe Unreinigkeiten mancherlei Art in demselben. Endlich sind auchoft Affectionen des Körpers selbst und des ganzen Nervensystems Ursachen nachfol-gender Nervenkrankheiten, z. B. zu v eleS Wachen, das die Nervenkraft erschöps.;Krankheiten, besonders Fieber; gewisse Perioden des weibliche» Geschlechts, wäh-rend derer die R izbarkeit des Nervensystems erhöht ist; Anstrengung der Gchiin-thätigkeiten durch übertriebene Geistesarbeit; Schwangerschaft; allzu heftige Af-fecten und L'idenschassn. II.

>Nessel n find Pflanzen mit stechenden Haaren, die beim Berühren in dieHaut eindringen, abbr.chen und einen beißenden Last unter sie ergießen, der starkesBrennen verursacht. Mehre Nesseln haben urinkreibende Kräfte, viele dienen alsgefimdes Futierkrauk, andre geben faderartige Fasern, die g'cich dem Flachse ver-sponnen werten kennen und sehr dauerhaft find. Daher auch das .Nesselgarn,ein zartes, aus dem Baste von den Stängeln der großen Nessel ..esponnenes unddaher überhaupt ein zartes, gleiches Garn. Die Wogulen am Twodafluß in Si-birien b-r-iten aus Nesseln ungebleichte L.inwand, Netze und Stricke; dass lbethun die Baschkiren, Samojeden und die Tataren am Ienisci. — Nessel tuch,