Band 
Siebenter Band. M bis N.
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797
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wodurch das Philosoph. Lehrgedicht s. Gegenstand anziehend, lebendig und poetischmachen kann. Außerdem sind von ihm erschienen: „Vermischke Geeichte", „DieZerstörung der Erde nach dem Gerichtund mehre in Zeitschriften zerstreute Aussahe und Gedichte. Seine „Poetischen Schriften ' erschiene» 1827 fg. in Dipzig.

N e u b e r (Frftkerike Karoline), verbefferte die dernsche Schauspielkunstder Viitte des 18. Jahrh. Sie war dieTochwr d S Llevocaten Weißendorn inZwickau , dem sie zu Reichenbach um 1700 geb. wurde. Die »ble Behandlung inihres Bakers Hause, mit welchem sie nach ihrer Mutter TDe einsam lebie, soll sieveranlasst haben, mit ihrem Liebhaber einem zwickauischen Schüler, I. Neuber,1718 ausss Theatm zu gehen. Ihre Neigung und ihr Talent sür das Tragischeentwickelten sich srüh. Als die Gesellschaft, zu welcher sie geganaen war, und die inWeißensels spielte, in Verfall geri ih, ordnete und vermehrte sie dieselbe und gingmit ihr nach Leipzig . Auch blieb sie soriwährend Direcirice, während ihr Mannnur ein Schauspieler von äusserst miktelmässchen Ta'enten war und eine untergeord-nete Rolle spielte. Sie versammelte die best.n Talente damaliger Zeit und wussteihrer Schauspielcrgesellschaft einen sür die damaligen Zeiten in Deutschland unge-wohnlichen, höher» Geist einzuflößen. Der damals sich jum Dictator der teut-schen Schöngeister auswerfende Gottsched brachte durch sie seine und s. Freunde dra-matische Versuche aufs Theater, und beide verbannten gemeinschaftlich den Hans-wurst, der bis dahin noch sein Wesen auf der Bühne trieb, feierlich vom Theater(1737). Über tragische Declamation hat die N. zuerst in Deutschland eigne Ideenaufgestellt und die Auofuhru.'.g derselben gezeigt. Mit ihrer Gesellschaft spielte sieabwechselnd in den vorzüglichst, n Städten von Deutschland ; allein der siebenjährigeKrieg führte die Auflösung dk.ser Gesellschaft h-rbci. Wie starb in den dürftigstenUmstanden den 30. Dec. 1780 in dem Dorfe Laudegast bei Dresden , wo ihr vonden Verehret » ihrer Kunst 1778 ei» Denkmal errichtet worden ist. Sie h,.t fürdas Th ater Vorspiele und Prologe geschrieben, wovon einige gedruckt worden sind.

N e u c a l e d o n i e n, eine 325 s^jM. große, 60 M. lange und 10—15 M.breite australische Insel, 300 Stunden von der Ostküste Neuhollands (20— 22"30' S>. B. 182 —185" Ü. L.), welche Cook auf seiner zweiten Entdeckungsreise1772 auffand. Sie ist seitdem nur vom AdmiralD'Eulrecast aup besucht worden,der die Westseite derselben aufgenommen Hai. Die sü. sicher., westl. und nordl.Kliffen sind m k furchtbaren Felsenr ffen umgeben, welche den Zugang bis jetzt un-möglich gemacht haben; bloss an der Ostänke können sich die Schiffer mit wenigerGefahr der Küste näh rn, obgleich auch da sich niedre K orall nriffe zeigen. Einefortlaufende Kette von Bergen, die sich stufenweise 3200 ,fuß hoch erheben, durch-zieht die ganze Insel un) wird nur an einigen Stellen durch Thaler unterbrochen.Außer den g wöhnl chen australischen Erzeugnissen gibt es hier Granaten, Sand,stein, Asb.st, Se fenstein, Serpentin, und man vermuthet auch Metalle. Die120,000 kastanienbraunen Einwohner sind Papuer, haben in der Physiognomieviele Ähnlichkeit mit den Bewohnern von Vandicmensland und reden eine von ai.'eiiSprachen der Südseeinseln abw. uchende Sprache. Sie gehen fast ganz nackt undkragen nur einen Strick um die Mitte des Leibes. Sie bauen Pams, A.uin,Zuckerrohr und PoangS, welche letztere man regelmäßig gepflanzt fand; genießenaber auch eine Art großer schwarzer Spinnen, welche sie aufKohlen rösten, und effenselbst Stücke von einem weichen Speckstein (Stratik). Auch fand Cook Anzeigen,daß sie das Fleuch ihrer erschlagenen Feinde verzehr, n. Ihre Wohnungen gleichenin der Form einem Bienenkörbe und sind inwendig mit Matten von Kokosblätternbedeckt. Den grössten Fleiss scheinen die Einwohner auf Verfertign» z der Waffenzu verwenden. Sie haben keine Bogen und Pfeile, sondern nur Sagaien oderLanzen, die bis 15 Fuß lang sind; diese werfen sie mit ziemlicher Kraft und Sicher-heit mittelst ein.s elastischen Stricks, den sie um die Mitte der Lanze legen und mit