der brausende Seyen sich in den Neuenburgersee ergießt, in einer sehr schönen sie-gend. Die Stadt selbst ist nicht übel gebaut und zählt 547 H. mit 560t) Einw.Sie ist der Hauptsitz des Handels im Fürstenthume. Ihre Lehranstalten und andreSiifiungen sind mittelst eines Vermächtnisses von 3 Mill. Culten, welches ihnenein geb. Neufchateler, der später in Lissabon ansässige Kaufmann Pury, gemachthat, sehr vervollkommnet worden. Der Kaufmann v. PourtoleS hat ein Hospitalmit 700.000 Fr. testamentarisch gestiftet, «eine Erben haben jedoch die Dotationnoch sehr vergrößert. Zu der königl. preuß. Garde in Berlin gehört gegenwär--tig ei» Bataillon Neufchateler. Zum helvet. Bundesheere stellt Iftuschatel1000 Mann.
Neufundland (46° 30' —51° 38'N.B.), eine Insel von 1652und 77,000 Einw., welche von Labrador durch die Straße Belleisle getrennt wwd.Schon Normänner sollen sich im 11. Jahrh, daselbst angesiedelt haben. 1497wurde sie von Johann und Sebastian Cabotto entdeckt und ist also eine der erstenengl. Entdeckungen. 1583 wurde sie von England in Besitz genommen. Als im 16.u. 17. Jahrh, sich auch die Franzosen hier festsetzten, welche sie Teere-neuve nann-ten, entstanden unaufhörliche Streitigkeiten, bis 1713 durch den utrechter Friedendie Insel an England abgetreten wurde. Da indessen die Franzosen sich das Rechtvorbehalten halten, an den Küsten der Insel von Bonavisia bis Eap Riche an demeinträglichen Slockstschfang Antheil nehmen und deßhalb Gebäude und Hütten an-legen zu dürfen, so dauerten die «Wenigkeiten zwischen England und Frankreich lcher die Ausführung dieses Punctes fort. Durch den pariser Frieden von 1783,welcher auch den Nordamerikanern Antheil an dieser Fischerei gab, erlangten dieFranzosen einige vortheilhafte Bedingungen in Ansehung dieses Fischfanges. Seitdem Revoluiionski iege war derselbe ganz in die Hände der Engländer gekommen,ist aber gegenwärtig den Franzosen sowol als den Nordamerikauern wieder freige-geben Worten. Dte Franzosen besitzen hier die kleinen Inseln «t.-Pierre, Groß-und Klein-Miguelon. Alle Küsten dieker Iw'el bieten den reichlichsten Fischfangdar, am ergiebigsten ist die sogen, große Fischbank, welche in einiger Entfernnng vonEapRace, der südlichsten Landspitze, liegt und fast initiier von kalten dichte» Neb. lnb, deckt ist, besonders vom Febr. bis Juli. Der eingesalzene und ungetrocknet nachEuropa verführte Stockstich heißt Kablejau. Von der Wichtigkeit dieses Handels-zweigs kann man sich daraus einen Begriff machen, daß zu der Zeit, als Englandund Frankreich sich noch in diese Fischerei theilten, England allein jährlich über600,000 Ctnr. Stockfische versühi te, deren Werth auf 3 bis 4 Mill. Thlr. ange-schlagen wird, während die Franzosen in der Periode, wo sie in der Theilnahme anjener Fischerei sehr eingeschränkt waren, gegen 3 Mill. Livres jährlich mit diesemHandel gewannen. Schon damals beschäftigte dieser Zweig des Handels in Eng-land allein über 20.000Me»schen. Nur der nördliche und westliche Theil der Inselzeigen einen heitern Himmel. Der Winter ist >,uß ist strenge, der Sommer kurzund unerträglich heiß. St. Johns (12,000 E - und Placentia sind die beidenHauprorte. Der Freihafen von St.-IohnS faßt an 200 Schiffe; hier wird diestärkste Fischerei getrieben. Das Land ist unfruchtbar, voll Berge, Sümpfe undMoräste. Es bildet nebst Labrador (s. d.) ein Gouvernement.
Neugeorgien, Inselgruppen in Australien und m dem Polarmeere. Da«australische Neugeorgien besucht aus den 11 Salomons- und mehren kleinenInseln (darunier Bougainville -Inseln). 172 —180° s). L. und 5—11° S. Br.)und aus der Insel Neugeorgi.n. Diese liegt südostwäris von Neu-Irland ; Bou-gainville sah sie zuerst 1768; Lieut. Shorrlant entdeckte ihre w-.stltche Küste 1788und gab ihr den Namen; dir Eanal aber, der sie in 2 Theile sch.idet, heißt Shorl-landsstraße. Die kleinern Inseln der erstgenannten Gruppe sind meistens aus S chal-thiergehäusen entstanden; einige haben Vulkane und schönbewaldeteGebirge. Lenk-