Band 
Siebenter Band. M bis N.
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Neuguinea

des Pros. Tbeoph. Kaöris) in deni Drama „Nicerate" (so hieß der, welcher Misso^lunghi in die Luft sprengte) geseiert. Diese kellen. Naiionaldichter sehen ihre Werkein Hpdra, Nauplia und Missolunghi gedruckt. Als Improvisator hatte Niko'opu-los zu Paris Beifall. Andreas Mustoridi (s. d.), Geschichtschreiber der InselKorfti, ist eine Zierde der neugriech. Literatur und gleich ausgezeichnet als iralüni-scher Schriftsteller durch s. ..Leben des Anakreon". Unter der Menge von Über-setzern, die eifriger jetzt politische Schriften übertrage», wird Iskenteri, derVol-taire'S „Zadig" ins Neugriech. übertrug, gepriesen. Bambas, Kumas, der Über-setzer von Kimg'S „Svstem der Philosophie", Alexandridis, Anthimos Gazis , Du-ka«, Gubdelas, Kodrikas, Kondos, ?.Aich. Schinas, Sporidon Trikupis, S oly-zoides waren Namen, die vor dem Ausbruche des großen Kampfes mit vorzüglicherAuszeichnung genannt wurden. Die „Melissa" (die Kiene), ein neugriech. Jour-nal, das Sporidon Kondos und Agathophron zu Paris 1821 Herausgaben, hörteauf, als die Mitarbeiter in den Befreiungskrieg zogen. Im Ganzen waren an3000 Schriften in neugriech. Sprache seit 50 Jahren erschienen. Jetzt feiert dasgesanglustige Volk höhere Gegenstände. Fauriel hat die neugriech. Volkslieder ge-sammelt („schaut« populaile« <le la <1'ö<e »nuleiin", 2 Thle., Paris 1821 —25; deutsch von Wilh. Müller, Leipz. 1825, 2 Bde.); und von einem Ungenann-ten, Koblenz 1825, 2Bde.z auchE.F. v.Schmidt-Phiftldeck's„AuSwahl neugriech.Dolkspocften" (Braunsclm . 1821) und K. Th. Kind's „Ieeugriech. Volkslieder" inder Ursprache und übers. nebst Such-und Worte; klär. (u.d.T. „Eunomia", 3Bde.,Grimma 1821) sind, nebst Iken's „Hellenion" und „Leukothea" ein Eommenkarzu Dem, was die Ereignisse des Tages erzählen. Im Lande des schönsten Ruhmeserheben sich jetzt, so weit es nicht zur Einöde geworden, die Stimmen feiner Verherr-lichung. S. Iul.David's, Vergl.stchung der alt- und neugriechischen Sprache" (a.d. Neugriech. ubcrs. von Struve, Berlin 1821) und MmoiteS Mmas-'s ., ll.ittü»nr l., ceiitable piuiieintiacinii ste la lanigni; pirae^iie" (PariS 1821). Korais'SSystem, die neugriechische Sprache aus dem Schatze der altgrüchtschen zu berei-chern und zu veredeln, dabei aber die allzu schweren Wendungen der allen unddie durch die Übersetzungen cingeschlichcnen Germanismen und Gallicismen zu ent-fernen , ist jetzt allgemein angenommen. 10.

Neuguinea , nach Neukolland dir größte australische Insel (119" 50'—1k6° 0. LA 1" 10' —10° S. B., 13,000 sIM. mit 500,000 E,), wird südlichdurch die Endeavour- und Torreestraße von Nruholland, östlich durch die Dam-piersstraße von Neubritann'en, und von Gilolo durch die PiitSstrase geschieden.Sie wurde unter allen Ländern Australiens am frühesten — von spanischen See-fahrern 1528 und 1513 — entdeckt, ist aber noch sehr unbekannt. Forrest gingan dem nördlichen Ufer vor Linker, und §ook landete an der Südküste. Dainpier,Carieiet, Bougainville , D'Entrecasieaup besuchten bloß einige benachbarte Inseln.Le Moire und Ltchoutcn, welche den größten Theil der Nordkuste bcschifften, hat-ten mehre Zusammenkünfte mit den Eingeborenen der benachbarten Inseln, lande-ten aber auch nicht auf der Hauptinsel. An dem westlichen Ende liegen mehrekleine Inseln, die im Zusammenhange mit den molukkischcn Inseln stehen. DieKüsten erscheinen hoch und bergig. Im Innern zeigen sich hohe, zum Theil mitewigem Schnee bedeckte Berge und rauchende Vulkane. In einigen Gegenden er-heben sich Gebirge in dreifacher Ordnung über einander. Man findet Schweine,Hunde, Paradiesvogel, Tauben, Papageien, Meergänse, Fische, Gewürznelken,Ingwer, Muskatnüsse, KokoS, Betel, Sago , Brotfrüchte, PisangS, Platanen,Bambus:e. Die Einw. sind negerartig; sie haben ausgeworfene Lippen, platte,breite Nasen, einen großen Mund, große Augen und glänzend schwarzes Wcllhaar,sind stark gebe.»r, HIen eine sehr schwarze, rauhe Haut und gehen fast nackt. Ei-nen dünnen Zeuch, n sicher auö den Fasern der Kokosnüsse vc. fertigt wird, binden