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Ncuwicd
Neutralsalze
Durchs,ichung neutraler Schiffe zur Folg, hatt,, bewirkten noch und nach die ?lus-stellnng eines d esem ganz enigegengesetzten Gi-untsatz-S, nach welchem dasSchiff die Ladung deckt (w iiiivirc: oouvro i:> ein-^uicoi, ,nnn I«io, oderle f>i>c,Uc»> eouvr,- li> nui, e.-l,ii»>!>se), sodaß di, auf einem neutralen Schiff,befindlichen feindlichen Waaren gesichert sind, dagegen ad-'r auch die auf einemf-»idliche» Schiffe geladenen neutralen Waaren für gute Prisen erklärt werden.Letzterer (Grundsatz wurde seit der Mitte des 17. Jahrh, in mehren Traciaken zwi-leben unabhängigen Mächten, namentlich zwischen Frankreich u. a. Streuen, a:>S-diiicklich anerkannt. England wollte dagegen im amerikanischen Unabb.mgigkeilSkriege das alte Princip geltend machen. Dagegen erklärte die Kaiser,,> Katharina1780, daß sie das neue völkerrechtliche Princip, die Schifffahrt betreffend: freiSchiff, frei Mut, im Nothfall mit Gewalt der Waffen vertheidigen würde.Dieses Princip bildete die Grundlage des Svsieinö der bewaffneten Neutra-lität, welchem Frankreich und Spanien sich anschlössen, und dem auch Däne:mark, Schweden, Holland, Preußen, Ostreich, Portugal und Neapel durch b,:sondere Conventionen mit Rußland beitraten. England widersetzte sich demselben,sah sich aber nichtSdestowemger genöthigt, dasselbe bei mehren Gelegenheiten still-,schweigend anzuerkennen. In dem franz. Revolutionekriege und in dem Kriege ge:gen Napoleon ging aber England auf die alten Grundsätze zurück. (Vgl. Conti-,nentalsvstem.) Seit der Beendigung des großen Kampfe« blieb dieser Gegen-,stand unerledigt. In dem Piratenkriege der Colombier und der Griechen isi erneuerdings zur Sprache gekommen. Über die bewaffnete Neutralität von 1780,zu welcherlei Graf Bernstorff die erste Idee gegeden hat, f. „71chi»ü>zu, b< »<m-tmlitt' Ni >>we ,'w. f>.->! l(- uinnie 0>- <!>»-, lr" (Basil 1821) und Dohm's „Denk-,Würdigkeiten meiner Zeit" (181.7, Bd. 2).
NeutroIsalzc heißen in der Chemie diejenigen zusammengesetzten Salze,welche aus der Verbindung der Säuren mit Laugenialzen oder mit absoib.'rendc»(einschluckenden) Erden entstehen, wenn diese Largcnsalze oder Eiden in.t Säurengesitkigt sind. Plan theilte sie ehemals in vollkommene oder wahre, d. h. solche,die aus der Verbindung der Säuren mit Laugenfalzcn entstehen (Neutralsülze imengern Sinne), und in unvollkommene oder erdige, d. h. solche, die aus der Ver-bindung der Säuren mit Erden entstehen. In engerer Bedeutung nennt man jetztgewöhnlich die letztern Mittelfalze, Es gibt deren so vielerlei Arien, als dieZahl der eigenthümlichen Erdarten und der Sauren mit einander vermehr: beträgt,und man benennt sie von der Erdart und der Ltäure, welche man dazu genommenhat. z. B. schwefelsaure.Bütererde, Bittersalz, englisches Salz, schwefelsaureAlaunerde, Alaun rc. Das Glaubersalz, das gemeine Kochsalz sind feuerbestän-dige Mittelsalze, die mineralische Langensalze znr Grundlage haben.
Neuwied , Hauxist. der mediatisirteu fürst!, wiet-nenwiedschen Lande (zu-sammen 1,7 UM., .70,000 E.) undRssiten; des reg. Fürsten, am Rhein , überw.lchen eine fliesende Brücke geht, eine Stunde vonAnternach, 3 St. von Koblenz,in einer schonen Ebene, gebort zu dem Regierungsbezirke Koblenz der Prov. Nieder-rbein. Die kaum ein Jahrh, alle Statt hat breite, rechtwinklige Straßen, freund-liche Wobnungen und ist voll Gewerbfleiß. Der Fürst Ale.r. v. Neuwied hob denOndaturcb, daß er allen Ansiedlern freie Religionsübung gestaitetez daher sinoerman liier Protestanten, Katholiken, Herrnhmer (diese hoben 2 Pensionbschule,>),Mennoniten, D.uäker, Inspirirke und Juten. Scil Wied die Rechte einer Slandeehei rschof! vom König v. Preußen 182,7 erhalten hat, In findet sich zii Neuwied einesiiisil. R-gierung. Die Statt hat ,700 ckd., 4800 E., niid Fabriken ii> Seite, Bauin-we'le, Wolle, Hüten, Tapeten, Ltiümpfen, Meubeln, SanilätS-lind KeLgc-schirr. Die Kuiistrischl.rei hat durch den beiühmken Röiitgen, in Versuchungm>: dem Uhrntücher Kmzing, einen hohen Grad von Vollkommenheit erlangt.