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Siebenter Band. M bis N.
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Newton

r»:,l.>") getheilt. Um von der Erhabenheit dieser wissenschaftlichen Schöpfung ei-,nen Begriff zu bekomme», wird hinreichend sein, anzuführen, daß unter N.'s Zeit-genossen überhaupt höchstens Drei oder Vier es zu verstehen fähig waren. Unlerdeßsollte das Leben unsers Physikers auch polst. Bedeutung erhalte». Der Konig vonEngland, Jakob ll., hatte nämlich von der Universität Cambridge den (1n»1u»> füreinen Benedictinermonch, mik Erlassung des gewöhnlichen TestcidS, gefodert, unddie darüber befragte Universität eine Deputation zur Protcstatio» ernannt, zu wel-cher auch N. gehörte, der durch seine Festigkeit nicht wenig zur Zurücknahme derkönigl. Federung beitrug. Gleichergestalr repräsentirie er die Universität in demParlamente, welches die Thronerledigung proclamirte, und erregte hier die Auf-merksamkeit des Grafen v. Halifax in einem solchen Grade, daß ihn derselbe beimnachherigen Eintritt i„S Finanzministerium zum Münzwardein ernannte (1686),um sich s. Kenntnisse bei einer vorhabenden Münzreform zu bedienen. Er leistetehier sehr nützliche Dienste und ward dadurch auch auf chemische Untersuchungengeführt, hatte aber das Unglück, s. Laboratorium sammt den hierher gehörigen Ma-nuskripten bei einer Feucrsbrunst zu verliere»; dieser unglückliche Zufall soll, nachHnygens's (s. d.) Erzählung, nicht nur s. Gesundheit, sondern auch s. Geistes-kraft sehr geschwächt haben. Zndeß erhielt er (1688) den Posten eines Münz-direcrorS und damit ein Einkommen, welches ihn vor häuslichen Sorge» schützte.Zugleich war s. Ruf so hoch gestiegen, daß der Neid verstummte; von allen Seitenher ward er mit Ehrenbezeigungen überhäuft: die pariser Akademie ernannte ihntn dems. Jahre zu ihrem auswärt. Mitgliede; die Universität Cambridge wählteihn (1701) ein zweites Mal zu ihrem Parlamenisdeputirten; 2 Zähre nachherwurde er Präsident der londner Eocierät, und 1785 erhob ihn die Königin Annazum Ritter. In tiefer glücklichen Lage entschloß er sich, auch die „>a>u,ul,!>lusoj'liiiit! j>, iiiuipii," erscheinen zu lassen; und zwar zuerst „i ft.tiix', <>r» tionlisLol tltk lelloAuits, >»I!ex>c»>s null ocilc>»>!> ol lischt", welches Werk von Clarkeunter N.'S Augen i»S Lat. übersetzt wurde, und welches sich, in Verfolgung desoben angedeuteten Gesichtspunktes, als ein Meisterstück der Kunst, mit Scharf-sinn , treffend und genau zu experimentire» und aus den Experimenten Alles zuziehen, auszeichnet. Mit der 1. Ausg. dieses Werks vereinigte N. die analytischenDissertationen: „»« ,,iui<li.iti,,-, au,-äi uni", die Fluxionsmethode und nament-lich deren Anwendung aus die Quadratur der Curven, und: „buiunwiulio li,,«:,-I N», tl'l ii, vistiuiz" (welche aber beide in den spätern Ausg. fehlen). Dagegen istdie (1707) erschienene „A, >lbu>«t!(n> „uivor-rilid", welche den Text von Je. S zuCambridge gehaltenen analytische» Vorlesungen enthält, nicht von ihm selbst, son-dern von Whists,i, und, wie behauptet wird, sogar gegen (.Willen herausgegeben;und auch die Ausg. seiner 1711 ans Licht getretenen Abhandlungen: „eletstu-<.!»!> itilldi eililiili»" und ,,:b>,iil^i8 z>o> i>i i;uiil>ll>>o; nmuciv te> iiiiiioi ui>> iuli-in iiis", sind von fremder Hand, jedoch diesNial mit s. Zustimmung besorgt. Diesist das Verzeichniß der größer» öffentlichen Arbeiten, die N.'S Unsterblichkeit be,gründen; aber der unglückliche, schon ol-cn erwähnte und nur zu berühmt gewordenewissenschaftliche Streit, in den er 1712 n»t Leibnitz (vgl. d.) über die Erfin-dung des Znfinstestmalcalculus gerieth, hat noch manchen in seiner Correspontenzzerstreuten analytischen Schatz ans Licht gezogen.') Jetzt, nachdem die Slim-

*) Die Acten dieses gelehrten Processes finden sich ini „Lommerclum epütolicum";in wissenschaftlichem Beznge vgl. man.Mtgel's „Mathemat . Wörierb.", Art. Differeu-zialreüiiii.ig. e-astner erzählt in s. „Äualvfis des Unendlichen", daß der Recensent m den„^ictir eruäitor.", welcher fich sehr zweideutig überssi.'s Erfindungsrechla» dein 2»-finiresimalcalculus ausdrückte und dadurch d n Streit aufregte, veibnik selbst gewesensei. In dem der Kvitingische» Universitätsbibliothek gehörigen Eremplare der „Aciserullitorum", wo die Namen der Recensenten Ungeschrieben find, werde er als solcherausdrücklich genannt. Vorher halte aber ein in England lebender genfer Gelehrter,