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schlug ihn bei Dennewih. Er mußte sich gegen Torgau Zurückziehen, verjagte jedochbald darauf die Schweden aus Dessau und focht dann bei Leipzig (wo er verwundetward) und bei Hanau mit gewohnter Tapferkeit. Auch als der Feind bernach denfranz. Boden betrat, wich er nur Schritt vor Schritt. Brienne, Montmiraik,Craonn- und Cbalons für Marne find glänzende Namen in der Geschichte seinerkriegerisch n Laufbahn. Als Paris eingenommen war. und der Kaiser zwischenEntwürfen und Entschlüssen schwankte, war N. der Erste, der es waqle, ihm nach;drück'ich vorzustellen, daß der Krieg, nun noch fortgesetzt, den Charakter eines Bür-gerkrieges annehmen würde. So halte er einen bedeutenden Einfluß aus dessenThronentsagung. Nach dieser huldigte N. dem Könige, empfing die Pairwürde,das Ludwigokreuz und den Oberbefehl über die Kürasfiere, Dragoner, Chasseursund Ehevauxlegers-Lanciers. Er genoß die" höchste Auszeichnung bei Hofe undschien den BourbonS völlig ergeben zu sein. Als Napoleon von Elba gelandet war,zog N. sogleich ein beträchtliches Heer zusammen, ward an die Spitze desselben ge-stellt und verließ den König mit den Betheuerungen seiner Treue und seines Eifers,den Kronräuber zu vernichten. Kaum hatte er aber die Stimmung, ja den Abfalldes Heeres wahrgenommen, so (fielt er die Sache der BourbonS für verloren undtrat. auf Napoleons Zuruf, in Lyon am 13. März auf die Seite desselben Da-durch öffnet? er ihm den Weg nach Paris. In dem Kriege 1815 gab ibm Napo-leon den Oberbefehl des linken Flügels, der bei O.uatre Bros mit den Enaländernfocht. Die Beschuldigung des General Gourgaud (aus Bonaparte's Munde),als ob N. Schuld sei an dem Unglück des aanzen Feldzuqeü, hat Gamot mittelstAbdrucks der schriftlichen Bef hle, welche N. an jenem Tage empfangen. völligwcke--'e-t. Bei Wate-loo führte er den Angriff auf das feindliche Centrum aus,und b'i b. naebdem 5 Pferde unter ihm getödtet worden, der Letzte auf dem Schlacht-felde; seine Kleider waren von Kugeln durchlöchert, und er focht zu Fuß bis in dieNackt, umringt von Leichen. Nach der Niederlage ei'te er nach Paris , wo er inder Pairskammer dem Berichte des Kriegsministers Davoust . daß 60.000 Mannunter den Mauern von (Anise angekommen wä^en, öffentlich widersprach und g u adeheraus erklärte, daß Alles verloren sei. Nach des Königs Rückkehr traf auch ihndie Verordnung vom 21. Juli 1815. Eine Zeit lang hielt er sich in dem Schlosseeines Freundes bei Aurillac in Oberauvergne verborgen. Bei einem Gastmahleaber. das sein Freund gab, hatte Jemand einen prächtigen Säbel bemerkt der, alsdie Beschreibung davon zu den Ohren des Unte'-präfecten kam, für N.'s Säbelerkannt wurde und nach einer Haussuchung des Marschalls Verhaftung d. 5. Aug.veranlaßte. N. konnte durch die Flucht sich retten; allein er glaubte nicht an seineVerurtheilung; denn seine Absicht sei rein gewesen. Er habe nie etwas Andresgewollt als das Wohl des Vaterlandes. Er ward in Paris vor ein Kriegsgerichtgestellt, das sich aber d. 10. Nov. für incompetent erklärte. So ward sein Proceßder Kammer der Pairs übergeben, wo d?r Minister, Herzog v. Richelieu, seine Be-strafung dringend verlangte. Sein Vertheidiger war Dupin. Plan konnte d. 12.Art. der Capitulation von Paris vom 3. Juki 1815, welcher Amnestie zusicherte,für ihn anführen; allein Wellington erklärte, daß er diesen Art. nicht so vei standenhabe. wie man ihn anwenden wolle. Obgleich nun der Marschall Davoust , d rsie geschlossen harte, das Gegentheil versicherte, so ward dennoch am 6. Dec. rmt169 Stimmen gegen 17 das Todesurtheil über ihn gesprochen. Mit der beson-nenen Ruhe, die er im ganzen Laufe der Untersuchung gezeigt hatte, hörte er es an,und als der Vorleser an seine Titel kam, unterbrach er ihn: „Wozu hier noch Titel!M'chel.Nev l und bald eine Hand voll Staub?' Da man ihm einen Geistlichenanbot, erwiderte er: ..Ich bedarf keines Priesters, um zu sterben; ich habe es inder Schule der Schlachten aelernt"; ließ sich aber doch auf Zureden durch denPfarrer von Sk.-Sulpice auf seinem letzten Gange begleiten, den er mit den Dor-