828 Niagarawüsscrfall Nibelungenlied
ten in den Wagen nöthigte: „Steigen Sie nur zuerst ein, Herr Pfarrer; obenkon'.nie ich koch früher an als Sie". Am 1. Der. 18 >5 Morgen? um 8 Uhr ward er imCarlen des Lurembourg erschossen. Man woll:,- ihm die Augen verbinden, aber erriß das Tuch weg und rief unwillig: „Habt chr vergessen, daß :ch 26 Jahre langunter Kugeln gestanden?" wendete sich gegen die Soldaten, erklärte feierlich, daß ernie an seinem Daterlande als Verräther gehandelt habe, legte dann die Hand aussHer; und sagte mir fester S klw.me: ,.Fehlt nicht! Es lebe Frankreich ! Feuer!" —N. hinterließ <1 Sehne, die in Scbweden Dienste nahmen. Der älteste kam nachFrankreich ;urück und vermählte sich 1828 mit der einzigen Tochter des Ban:quiers Lafette.
Niagarawasserfall. DieGewäffer deSinnernCanadainNordamerikasamnieln sich in Z große Seen, den Oberm, Huronem, Mischigan-, Erie -, und On-tariofee, die unter einander zusammenhängen, und deren Überschuß an Wasser, beiseinem Ausflüsse aus dem Ontario , den großen Lorenzstrom bildet, der sich in dasatlantische Meer ergießt. Der ungefähr 6 deutsche Meilen lange Derbindungsstromzwischen dem Erie -.und dem Ontariosee heißt Niagara, und bald nach dem Austrittaus dem See Erie bildet er bei dem FoitEhippewan den größten Masserfall in derbekannten Welt. Er fällt hier nämlich in einer Breite von 2226 Fuß von einersenkrechten Höhe von 164 Fuß mit einer solchen Gewalt herunter, daß man denErdboden zittern fühlt und das Metöse des Falls in einer Entfernung von 5 Meilenhört. Die Ziegemnsel, zu der eine Brücke führt, theilt den Wosserfall in 2 Theile.11s,1 erbauten die Franzosen , welche damals im Besitze von Eanada waren, amrechten User d"S Fort Niagara, welches jetzt zu dem Freistaale.Neuvork gehört. Amlinken Ufer, an der Mündung des Flusses, entstand die feste Stadt Niagara oderNewark von 100 Häusern, ein für den Pelzhandel mit den Wilde» im Nordwestenbedeutender Stapelort. Höherain Flusse liegt das Fort Georges. Vgl. Simoiib's„Reise durch Großbritannien" (deutsch von Schlosser, Leipzig 1811, 1. Bd.).
Nibelungenlied, ein altes deutsches Heldengedicht, von den Nibelum-gen oder Niflungen so genannt, einem altburgundischen mächtigen Heldenstamme,dessen Name wahrscheinlich auch in den ältesten mythischen Ideen von einem nor-dischen Nebellande begründet sein mag. (Andre leiten ihn von V-fuimw-, auch vonVbnlluinn, funverzagtU ab; noch A. finden darin die Gibellinen.) Das durchgroße, wilde Leidenschaft, besonders die Liebe zweier Paare, herbeigeführte grausigeSchicksal dieses Stammes ist Gegenstand des Gedichts. Das eine Paar ist Sieg-fried, Sohn des Königs Siegmund von Sanken am Rhein , und Chriemkild, dieSchwester des Burgunter Königs Güniher; das andre dieser Paare, Günther unddie aus dem fabelhaften Norden Herstammende Brunhiltis. Jener Siegfried wirdtheils durch beleidigten Stolz der Brunhiltis, welche er für Günther gefreiet undals mächtiges Hünenweib, ihr unbewußt, gebändigt, theils um seines ungeheuernNibelungenhorts oder Schatzes willen von Hagen von Tronege, mir Zustimmungseiner Schwäger, gemordet. Chriemhild, in unsterbliche Liebe versunken, brütet, alsnachmalige Gemahlin Etzel's oder Etzelin's (Attila'S, einer mvthilch in mancherleiVerwandlungen wiederkehrenden ausgebildeten Figur) unversöhnliche blutige Rache,durch welche der ganze Stamm untergeht. Die Zeit, in welcheder gesch:chilicheKerndieses Gedichtes fällt, ist die gegen 430 oder 440; die Scene am Rhein und aufÖstreichs und Ungarns Grenze. Die urkundlichere Wiedererscheinung dieses Ge-dichts ist, auch abgesehen von der dichterischen Trefflichkeit, schon deßhalb wichtig,weil sie tiefere Forschungen über die germanische Urzeit und deren Zusammenhangmit der großen allgemeinen Weltreligion, sowie über Alter, Bühne, Zeit und Muth-maßlichen Dorf. des GedichiS veranlaßt hat. Das Nibelungenlied ruht auf vielfachverschlungenen, in dem Strome der Zeit zu uns herabgeschwommenen germanischenUrsagen, von denen sich in der „Edda ", in der „Wilkina-." und „Nisiungasaga"