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Vollständig find die papierne Hdsckr. Beruh. HundshaaenS und die pergam. Handschrift in der Ambraser Sammlung zu Wien . Noch eine Hdichr., die jüngste vrnallen, aus dem 15. Jahrh., verwahrt die fürstl. Otting-Walle, stein'sch-B bliothekzu Wallerstein . Pros. Iul. v. Scbnorr malt die Helden des Nid. l. Lote« und diewichtigsten Scenen desselben i» der neuen kön'gl. Residenz in München al freSco.— Noch sind zu vergleichen: Götiling ,.Über das Geschichtliche im Nibelungen-liede" (Rudolst. 1814), und Desselb. „Nibelungen u. Gibelliiien" (ebendas. 1816);K. Lackmann „Über die ursprüngliche Gestalt des Gedichts von der NibelungenNoth" (Berlin 1818) und Desselben AuSg. des Nibelungenliedes. Außerdem habenwir eineBearbeitung von Hinsberg, eine dem Original treu nachgebildete metrischevonBüsching (1815) und eine vonSimrockm derSprache des 19. Jahrh. (Berl.1821).— Mehr hierüber sagen: A. W. Schlegel im „Deutschen Museum" (I,61); Mone's „Einleit. in das Nib.-Lied" (Heidelb. 1818); v.d. Hagen , „DieNibelungen, ihre Bedeutung für die Gegenwart und immer" (Dreslau 1819); des-sen Vorrede zur AuSg. und übers. der Eddalieder (1812 — 14) und der „Wolsun-gasaga" (1813 —15), Grimm's „Anmerkungen zu den altdänischen Heldenlie-dern" und Müller's „Sagabibl." äl.
Nicäa (Isnik), in der kleinasiatischen Provinz Bithynien , eine ehemals an-sehnliche Stadt, derenMauern und vonO.uadern hochgewölbte Thore noch von derRömerzeit her stehen. Der öde Raum >st mit schlecht unterhaltenen Gärten undBaumgruppen angefüllt. In dem nördlichen Winkel liegt der jetz-ge türkische OrtIsnik, ein schlechtes Dorf mit 225 Häusern und Hütten. Nicäa ist durch 2 Kir-chenversamnilunqcn merkwürdig. Die erste veranstaltete Konstantin d. Gr. 325,hauptsächlich zur Beilegung der arianischen Streitigkeiten. Sein persönlicher Ein-fluß hatte, wie die Beredtsamkeit des alexandrinischen Diakonus Alhanasius, denmeisten Antheil an dem Verdammungsurtheile, welches die dabei anwesenden 818Bischöfe gegen diearianischeLehre aussprachen. (Vgl. Arianer.) Unter den 20Kanons od-r Beschlüssen tuses Conciliums ist der wichtigste das aus den Grund desalten apostolischen SymbolumS gebaute Glaubensbekenntniß, welches«. d.N. desnicänischen und mit dem zu s. Erläuterung später von AthanasiuS abgefaßtenGlaubensbekenntnisse noch jetzt bei allen christl. Religionsparteien, außer denAnti-trin tariern, das Ansehen einer unveränderlichen Glaubensregel hat. Außer diesemSymbolum wurde zu Nicäa noch die Gleichzeitigkeit der Osterfeier in allen christl.Gemeinden ongeoidnetundMehres über die Verhältnisse der Geistlichen und dieKir-chenzuchl festges tzt. DerAmrag, die Geistlichen zur Ehelosigkeit zu verpflichten, gingjedoch auf diesem Concilium nicht durch, und eö erlaubte den bereits verheirathewnGeistlichen die Foi tsetzung ihrer Ehe. Das zweite nicänische Concilium h elt dieKaise-rin Irene 181, und setzte dabei gegen die Bilderstürmer den folgenreichen Beschlußdurch, daß d«n Bildern zwar keinGottesdienst, aber doch eine lurchKüsse»,Kniebeu-gen, Räuchern und Lichteranzünden zu erzeigende Verehrung zu widmen sei. Auchwurde das Aufbewahren derReliquien in denKirchcn angeordnet. Kai ld.Gr. wider-sprach diesen Beschlüsse» in s. Buche „11c impio i„>->ßi>ili„> cuiiu" und unteisogltauf der Synode zu Frankfurt a. M. 164 die Bildet Verehrung in der fränkischenMonarchie, Über Nicäa s. Hammer's „Umblick auf einer Reise von Konstonnno-pel:c." (Pesih 1tzl8).
Nichols (Iohli), geb. und erzogen zu Islington, emeni jetzt mit London ver-einigten Ddrfe, an>2. Febr . 1144, hat außer s. eignen Schriften (z.B. Gedichte,(:>qraph>schekWörterbuch, topographische Biblioihek von England ic.) auch durchschätzbar? A"kg. von Werken andrer bi itsscherSchrifrstcller(Shakspeare und Swift)sich verdient gemacht. In s. 13.I. ward er m der Offtcm des berühmten BuchdruckersBcwyer zu London angestellt, der ihm bald die völlige Leitung s.Druckereigeschäfteüberließ und ihn 1161 zu s. Compagnon annahm. Nach Bowyer's Tode, 1118,verband sich N. mit David Henry zur Übernahme de»„6eu llkm-, n-nu,g» ei»e", und