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Siebenter Band. M bis N.
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850 Niederlande (Königreich der), seit 1815

für die seewärts kommenden Güter herabsetzte. Die Streitigkeiten mitüber die freie Rheinschifffahrt (s.d.), welche man deutscher SeitS bisMeer verlangte, niederländ. Seits aber nur bis an das Meer gestattenden erst 1829 vermittelt, sodaß der Leck und die Waal als Fortsetzung des ^2§,itgelten sollen. Noch muß erwähnt werden, daß 1823 zu Brüssel eineeineyi Fonds von 50 Mill. Gulden errichtet ward, und daß daselbst eineGesellfchaft zur Unterstützung der Nationalindustrie in Thätigkeit trat. Die^gZfahrt ist im Zunehmen. 1823 kamen in der Maas 1312 Schiffe ansegelten ab, in den amsterdamer Hafen liefen 2159 Schiffe ein. Dasdaher, was für den Handel geschehen konnte, war 1825 die Vollendung des'holländischen, von Amsterdam bis zum Helder gezogenen, 80 Stunden lang^nals, der 120 Fuß breit, 25 Fuß tief ist, und der über 12 M>ll. Guldenhat: ein der schönsten Zeit des holländischen Handels würdiges Nationalun^^dwen. Zugleich hat der König 1823 den Schiffbau durch Prämien ermuntt^'-,ssseit 1825 sich mit den meisten Nachbarstaaten über den Grundsatz der Hand^,><heit zu vereinbaren gesucht.— Neue Quellen des Reichthums e> öffnete delb ^i>delsgeisie der Niederländer die Wiederherstellung des Colonialsystews-diesemZwecke unterhält die Regierung in ihrem ostindischen Archipel eine an'eh ^

Seemacht, und auf Batavia, wo im Mai 1829 der Generallieutnant vao ^

Bosch als Generalgouverneur des niederländ scheu Ostindiens an die SwQhcHerrn van der Capellen trat, ein Heer von 10,000 Mann. Dadurch wardmöglich, 1818 den Aufstand aufAmboina und den benachbarten Inseln,während des letzten Krieges unter der mildern britischen Verwaltung gestandff^kten und die das alte Joch der Holländer verabscheuten, sowie einen ankern 2luo^in dem zinsbaren Königreiche Scheribon, auf dem westlichen Theile vonunterdrücken ; doch mußte sie noch 1827 die aufgewiegelten Javaner bekäinpm'ßie«erst 1829 neigte sich der Sieg aus die Seite der Niederländer . Der Ertragwürzinseln hakte sich zwar vermindert, weil während der britischen VerwaltU^,-,den bei Celebes und den Molucken gelegenen Inseln neue Gewürzflanzungss^pstanden waren; auch raffte 1821 die Obolora morbus (s. d.) in deiff^^länd. Ostindien viele Menschen weg, namentlich auf Java über 150 , 00 Vdessenungeachtet blühte der indische Handel so schnell auf, daß die von der MS' sstl-1824 eröffnete Unterzeichnung zur Errichtung einer „niederländischen Handel-Sschüft ^ statt der verlangten 8 Mill. Gulden über 73 Mill. brachte! DieseMärz 1824 vom König gestiftete Aktiengesellschaft hat sich bis 1850Ihr Zweck ist Beförderung des Nationalhandels, der Schifffahrt, des ScMdes Landbaus und der Fabriken, durch Erweiterung der Handelsbeziehunge'Eröffnung neuer Absatzwege für niederländ. Erzeugnisse. Die GesellschaftHaag aus geleitet, sie hat aber in allen Handelsstädten des Königreichs vorn ogewählte Commissarien. In Batavia unterhält sie eine Faclorei und in ^".sicherAgentschaft. In der Regel soll sie nur niederländ. Schiffe, unter niederländFlagge, durch Niederländer geführt, befrachten; sie soll die alten VerhältwV,>;ckChina herfflsin und den Handel mit Amerika und der Levante, sowie diein den indischen Meeren, befördern. Indeß haben die Unternehmungen »eslen Erwartungen nzcht entsprochen, Und ein Deficit mußte 1828 durch2Procent des Capitals gedeckt werden. Dieser große Handelsplan beruhtedelsten Anwendung deS Nationalvermögens nach einem freisinnigen SlUMQpMschaftssystem, welches keine Abtrennung der Völker in Beziehung auf das TQ^iehtintereffe kennt, und die Zollämter, diese Hemmketteri für jedes Interesse, 'Eunter den Hülfsguellen des Staatsschatzes aufzählt. ^

Die auswärtigen Angelegenheiten betrafen hauprfichlich j' .iiiklonialinteresse und den Negerhandel. Der König hatte sich durch den Ver