Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
854
JPEG-Download
 

854

Niederlande (Königreich der), geogr.-statist.

Nordsee vermischen. Auch die Eins und Mosel berühren einen kleinen Td^^eLandes. Außerdem ist das Land von zahlreichen Nebenflüssen durchschnitten, ^meistens mit Barken, von Pferden gezogen (Treksckuyten), beschifft werden, ^worin sich die anliegenden Polder (eingedämmte, tiefliegende, durch Entwast ^,t-urbar gemachte Ländereien) des zuströmenden Wassers durch Schöplmülmlasten. In Belgien wurde der Canal von Mons nach Conde am 27.eröffnet; er verbindet Mons mit der Scheide und ist für die Ausfuhrlande von Wichtigkeit; ferner der Nordeanal, der die Scheide mit dem Rh^binden und sich von Amwerpen über Venloo und Neuß erschrecken sollte, Uwelchem der Theil, welcher die Schelde und Maas verbindet, vollendet >st-ward der Meeresarm, das Axelsche Gat genannt, durch einen Damm1828 ward ein schiffbarer Canal angelegt von der Maas bei Lültich bis M -fbei Wasserbillig , der 1883 vollendet sein soll. Durch das Zuströmen derGe>insbesondere des Rheins und der Maas, sind Meldern und Holland fast AistÜberschwemmungen ausgesetzt, welche, die Flußdämme oder Deiche durch^^schoder überströmend, ganze Landstriche mit Wasser und Sand bedecken und n>^^-ten auf eine Reibe von Zähren unfruchtbar machen. Noch gefährlicher istProvinzen Holland. Seeland, Friesland lind Groningen die Nordsee , welchf^ ^ist als das Land. Theilweise wird diese Gefahr durch eine Reihe von Sondh^)(Dünen), 14—30 Klaftern hoch, die sich von Dünkirchen (im franz.bis an den Texel erstrecken, gemindert; die übrigen Seeküsten müssen dufE^säußerst kostspielige Seedeiche geschützt werden, deren Unterhaltung olleM^.^der Westküste der Südersee und der Nordküsie des P von Wiringerward ksts e-. siewyk in 55 Z. (von 1732 — 88) 18,571000 Gld. gekostet hat. HierunterDeiche der Süd: und Osiküste dieses Meerbusens, sowie die von Groningen ,land, Seeland und Südholland nebst allen Flußdeichen nicht mitbegriffen^,.wurden 5 Mill. Gld. auf den Wasserbau in jenen Gegenden verwendet.drigsten Gegenden sind Groningen, Friesland, Holland, Seeland und Westft^ ^NDurch Hennegau, Namur und Luxemburg erstreckt sich von Frankreich hemdennenwald. Auch Limburg enthält einige Berge, und Brabant nebst ^mehre hohe Waldgegenden. Die Mitte der Niederlande ist eine ForsteHUNögroßen, sandigen Heide, d e sich von der Ostsee durch Brandenburg , LünebtNv^Westfalen bis an die Schelde erstreckt, durch die fruchtbare Betüwe untei'b! ^wird, sich dann aber wieder überMordbrobant ausdehnt. Südwärts ^das aus Heide, Sandünd Morast bestehende Peel.und Kempenland. bis tiel '^^-ehemalige BiStbum Lültich. ' Die fruchtbarsten Gegenden sind an Getreide: ü >>,dern, Südbräbant, Seeland und Geldern; an Wiesen und Viehweiden^ EFriesland und Grönmgen. Das Klima ist m den höher liegenden südöstl- ^^,,dden, sowie auch in Brabant, Lütiich, Osisiandein, Geldern, Utrecht , OberE^Groningen sehr gesund; h ngegen in Westsiankern, Seeland , Holland u»b ü ^land verursachen die Unbeständigkeit derWitstrung, die Seedünste, die st^v ^i:Gewässer, das schlechte Trinkwasser, verbunden mit dem häufigen Genusses ff,t.sche, unaufhörliche Fieberkrankheiten. An Getreide brückten die ehemals-d ost',Niederlande bis 1788 nur ein Drittel ihres Bedürfnisses hervor, doch fest ^ „.,xhnähme des Handels die E nw. zur eifrigern Betreibung teö Ackerbaueswelcher überdies durch die beiden Gesellschaften zur Verbesserung derLandwum'(V>>cic-r!uiil1»ulw äIoot»rln>;>pH tot bavoi üoring von rien Uonclbouw Nelerli,»el^el>e IlniNoustelijbr .Uootx^lnin^ij) sehr befördert ward, berechne Ejr-schon 1804 den Mangel an Kornbetarf nur auf 50 — 60,000 Last. Seit kef.^e-verleibang Belgiens, we'ches m Südbrabant, Flandern und Hennegau fluß vorweffl. Weizens hervorbringt, wird viel Weizen nach England undausgeführt. Besonders liefern Roggen: Holland und Oberyssel: Haftr, ^