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Niederlande (Königreich der), gcogr.-siatist.
gen; Buchweizen: die nördl. Provinzen undBrabant; Rübsimen: d'e südl. Pro-vin;en, insbesondere Flandern , welches auch Flachs von ausgezeichnet,r Güte her-vorbringt; Hanf: Holland. Flandern undBrabant; Krapp: Seeland, Flandern und Holland: Taback: Utrecht und Geldern und einige Bezirke von Belgien .Baumfrüchte und Gartengewächse sind fast im ganzen Umfange der Monarchie,und vorzüglich in den wasserreichen Gegenden im Überfluß vorhanden, und Garten-sämereien, namentlich Hyazinthen- und Tulpenzwiebeln, sind ein beträchtlicher Aus-fuhrartikel nach England, Spanien, Frankreich, Deutschland und in die andernWelttheile. Wein wächst in Luxemburg unfern der Mosel und in Lüttich . Wal-dungen sind nur in Luxemburg, Namur, Hennegau , Lattich und Drabant. Dieehemalige Republik ist sehr arm an Holzwuchs, den sie durch Anpflanzung weicherHolzarten, besonders amerikanischer, an ihren vielen Gewässern nur spärlich ersetzt.Unter den Erzeugnissen des Thierreichs stehen die holländ. Kühe oben an. 1803zählte man in der damaligen batavischen Republik mehr als 900,000 Stück Rind-vieh und 100,000 Morgen Weideland. Auch in Limburg und im östlichen Lüttich ist die Viehzucht beträchtlich. Pferde liefert vorzüglich Friesland , die an Größe,Stärke und Ausdauer wenige ihres Gleichen haben. DieSchafzucht ist i» den san-digen Gegenden von Brabantund Holland, vorzüglich aufder InselTexel, beträcht-lich. Die Schweinezucht wird stark betrieben, und Speck ist ein Hauptnahrungs-mittel der niedern Volksclassen. In den Seedünen halten sich unzählige wilde, sehrschmackhafte Kaninchen auf; andres viersüßiges Wildpret ist in den nörtl. Pro-vinzen sparsam, desto bäusiger aber in den Holzreichen südl. Provimen, Brabanr,Hennegou, Namur und Luxemburg zu fluten. Wildes und zahmes Geflügel, ins-besondere Wasservögel, sind iiii Überflüsse vorhanden. Die Bienenzucht ist auf denHeiden in Geldern und Utrecht nicht unbeträchtlich. I» Drenthe findet manSchlangen, doch von unschädlicher Gattung. Die Fischerei ist enier der Haupt-nahrungszweige der Niederlande , und noch 180 t rechnete man, daß, ungeachtet de«damaligen Krieges mit England, 20,000 Familien in den Verein. Niederlanden ihre» Unterhalt davon zogen. Der seitdem ganz verfallene Walisisch - und Herings-fang sängt an wieder in Aufnahme zu kommen. Die 1601 mir dem Heringsfangebeschäftigten 1500 Schiffe oder Heringsbuisen waren 1195—1801 und 1808auf 30 herabgesunken, hatten sich aber 1818 auf 151 vermehrt. Austern undMuschel» (zu Kalk benutzt), sowie alle Arten von See- und Flußfischen, sind ingroßerFülle an den Küsten, sowie in den zahlreichen Flüssen und inländischen Ge-wässern vorhanden. An Mineralien enthalten die nördl. Provinzen meistens nurTorf, der m größter Fülle in Holland und Friesland gegraben wird, ferner Tdon-und Pfeifenerde; in den südl. Provinzen, Namur, Hennegau, Lüttich und Lim-burg, findet man Eisen, Blei und Kupfer, Galmei, Schwefel, Steinkohlen, Kalk,Marmor und Mineralwasser. — Die niederländ. Fabriken gehören noch immerzu den wichtigsten in Europa und liefern fast Alles, was zu den Bedürfnissen undBequemlichkeiten des Lebens gehört. Zwar sind die sonst so blühenden holländ.und besonders leydenschen Wollfabriken, sowie die zu Tilburg in Brabanr sehrgesunken, dagegen find die Tuchfabriken zu Verviers im Lüktichschen, die Lein-wandfabriken in Flandern , die Spitzen-, Gold- und Silberstoff' und Hutfabri-ken in Brabanr, die Kammertuchfabriken in Hennegau , die berühmten Leinwand-bleichen bei Harlem und die belgischen und holländ. Färbereien noch ziemlichblühend, und bloß die brabanter Spitzenfabriken bringen jahrl. viele Mill. Guldenin Umlauf. Bemerkenswenh sind außerdem die nordholländ. Papier -, Holz- undSägemühlen, die holländ. Rauch - und Lchnupfiabackfabriken, und die so sehrals jemals blühenden Branntweinbrennereien in den Provinzen Holland , Bra-banl und Lüttich, ferner die Tabackspfelfensabriken zu Gouda . Die Bierbraue-reien sind in Brabant und Oberyssel hingegen noch ziemlich blühend.. Der nieder-