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Niederlande (Königreich der), geogr.-siatist.
inländ. Angeleg., 1,325,000 für das Deport, des nichtkath. und 1,875,000 für dasdes kalh. Gottesdienstes, 1,200,000 Gldn. für das Deport, des Unterrichts, derKünste und 2bissenschaften, 25 Milk. für das Finanzministerium, 5,500,000 Gldn.für das Marineministerium, 22 Mist. für das Kriegsministerium, 4,700,000 fürdas Wasserbauwesen (äVuioiiU.iui) und 1,657,000 Gldn. für unvorhergeseheneAusgaben. Die Einnahmen stießen aus directen Steuern (Grund-, Personal:, Mo-biliar-, Thüren-, Fenster-- und Patentsteuern, im I. 1830 zusanimen 26,349,000Gldn.) und indirecten Abgaben aufSalz, Seife, Weine, aus: und inländ. destil-lirie Getränke, Hier, Essig, Torf, Steinkohlen, inländ. Getreide (Lastgeld), Wag-und Abmessungsgebühren; ferner Enreg'strements-, Stempel-, undHvpothekenge-bühren, Erbschaftssteuern und Abgaben von verarbeiteten« Gold und Silber. DieGrundsteuer wird nach einem 1805 entworfenen Kataster gehoben, dessen Unrich-,ttgkeiten die Ausarbeitung eines neuen höchst nothwendig gemacht haben.
Die Seemacht, welche 1652—72 aus 66—150 Kriegsschiffen bestand,war 1776 bis auf 25 Linienschiffe, 23 Fregatten und 20 kleinere Kriegsfahrzeugeherabgesunken; im Kriege gegen England von 1781 hob sie sich einigermaßen, so--daß sie 1792 wieder 66 Linienschiffe und Fregatten und 46 kleinere Kriegsfahrzeugezählte. Doch durch Abdankung einer großen Anzahl der geschicktesten Seeofsiciere1795, durch die ungeheuern Verluste in ter Saldanhabüi und beiKamperduin, unddurch die Übergabe der Flotte an die Engländer im Sept. 1799 war sie fast gänz:lich vernichtet. Unter der stanz. Herrschaft lagen im Nieuwe Tiep und vor Ant-werpen ziemlich bedeutende Geschwader, wovon nach deni pariser Frieden vom 31.Mai 1814 das erstere ganz und das letztere zu einem Drittheile wieder an denniederländischen Staat gekommen ist, sodaß im Mai 1814 derStaat in Allem 30Kriegsschiffe jeder Gattung besaß. Im I. 1827 zählte die Marine 76 Segel mit2296 Kam; im I.1829 aber 93 Segel, als: 7 Linienschiffe (532 Kam), 20 Fre-galten (848Kam), 17 Corvetken (448 Kam), 10Briggs(166 Kam), 1 Paketboot(8 Kam), 36 a. Fahrzeuge, 2 Dampfschiffe (14 Kam). Die Marine soll auf131Schiffe, darunter 12 v. d. Linie und 30 Fregatten bis zum I. 1840 gebracht wer-den. Das Personale der Marine besteht aus 270 Offlcieren: einem Admirallieut.,7 Viee-, 8 Contreadmiralen (holländ. 8<?!>u»l I>r ,i.,c>it), einem Commandeur derbreiten Flagge, 28 Capit., 48 Capitainlieut., 95 Lieut. erster und 90 Lieut. zwei-ter Classe. Sowol in den Hähern als niedern Graden gibt es treffliche, durch nauti-sche Kenntnisse und Seetaktik ausgezeichnete Ofnciere. Die Landmacht besteht1) aus der Nationalmiliz von 25,500 M., welche aber durch ein Ausgebot des Kö-nigs auf 80—100,000 M. gebracht werden kann, 2) an Linieniruppen: aus28,710 Infant., 3352 Cav., 2105 Arlill., und Cvlonialiruppen 10,000 M.Die (Kapitulation der 4 Schweizerregimenler wurde 1829 aufgehoben. Bei demKriegsstaate sind angestellt: der Herzog von Wellington, der in den NiederlandendenTikelFürst vonWakerloo führt, als Feldmarschall; der Kronprinz als General der Cavalerie, und der Prinz Friedrich (seit 1830) als oberster Atmieal und obersterBefehle Haber der Landmacht, zugleich Generalintendant des Kriegstepart. Unterihm führt die Directio» des Depart. für die Landarmee ein Generallieut., und einViceadmiral für die Marine. Das Königreich ist in 6 Generalcommandos einge-theilt; zu den Militaircontingenten liefern die südl. Provinzen 67 M., wenn dienördl. 40 stellen, mithin verhält sich die Anzahl der beiderseitigen Mannschaften inderArmee wie 327 zu 200. Dennoch ist bei dem niederländ. Kriegsbeere die Anzahl der-Oberofflciere auü den belgischen Provinzen weit geringer als aus den altbol-lünd. Übrigens werden die Truppen gut bezahlt, und besonders sind die -Ofsicierbe-soltungen ansehnlich. In keinem Lande der Welt gibt es verhältnismäßig so vie-Aroße und kleine Festungen, einzelne Forts und ausgedehnte VeriheidigungslinienlÜber die Instandsetzung und Erhaltung derselben ward ini Oct. 1815 zwischen.