864
Niederländische Schule
GoltziuS, Heim van Baien, Franz Hals , Wilh. Nieuwland, Jak. Fou-guüres, Phil. von Champagne, Erasni. O.uellin, Abrah. Diepenbeck, Theod.van Thulke», Zoh. Goeimar, Zak. von Llrtois, Bonewcnk Peters, Dav.Kickaert, Gonzalez Cogues, Pek. Bork, Sani. van Hoozstraten, Zoh. Bapt.Monoyer, Abrah. H^enoelS, Gerh. Lairesie, ?lrnold von Duez, Zob. vanCleef, Pet. Eykens, Richard van Drlev, Ludw . von Dersier, Zoh. Frarz vanBlounann, Nie. Largilli-re, Verendael, Rob. van L)udcnaerde, Zoh. ?lnt.van der Leepe, Kasp. Verbrügen, Zob. van Breda . Die holländischeSchule zeichnet sich aus durch treue Abbildung der Naturgegenstände, durchgroße Vollendung, gutes Helldunkel, zweckmäßige Absiufung und gehörigenAbstich der Farben und Zartheit des Pinselst« ichs; allein man takelt an ihrdie öftere Wahl unedler Gegenstände und den Mangel an Coirectheit in derZeichnung. Ihr Stifter ist Lucas van Leyden (geb. 1494). Ihre vorzüglich-,ssen Künstler sind: -Octav. van Been aus Leyden (geb. 1588, gest. 1634),verdient schon als RubenS's Lehrer Erwähnung. Abrah. Bloemarr von Gor-kmn (s. d.) (gest. 1841) malte Historien, Landschaften und Thiere in gutemGeschmack; Corn. Poelenburg aus Utrecht (geb. 1588, gest. 1663) war beson-ders glücklich in kleinen Landschaften mit Figuren. Würdige Schüler von ihmsind: Daniel Verlange und Zoh. van Haensberge. Vortheilhaft zeichneten sichaus: Zoh. Weynanis aus Harlem (geb. 1600) als Landschafter, und Zoh. Dan.de Hecm aus Utrecht (geb. 1604, gest. 1614) durch s. täuschenden Nachahmun-gen von Blumen, Früchten, Teppichen, Gefäßen :e. Berühmter als sie allewurde Rembrand, welcher durch s. Meisterschaft »n Colorit alle andre Fehler seinerGemälde verdeckte; Hermann Sachtleben (Zachtleevens), den s. Landschaften alseinen Liebling der Natur zeigen. Zn Gesellschaftsstücken zeichnete» sich aus: Ger-hard Terburg aus Zwoll (geb. 1608, gest. 1681), in Landschaften Zoh. Doih ausUtrecht (geb. 1610, gest. 1650), Hermann Swanevelt aus Woerden (geb. 1620,gest. 1690). Asselyn (geb. 1610, gest. 1680) malte Schlachten, Landschaftenund Hirtenstücke mit glühendem Colorit und weichet» Auftrag. Schwerlich aberkann man bei richtiger Zeichnung schöner färben und genauer beleuchten als Gerh.Dow (Douw, geb. 1613, gest. 1680). Pet. van Laar, der Uiheber derBam-bocciaden; Zoh. Fyt (geb. zu Antw. 1625) malte gute Thierstücke, Vogel undFrüchte; Gabriel Mehu, in Terburg's Manier arbeitend, übertraf diesen noch immarkigen Pinselstrich; die Landschaften Benenberg'S von Utrecht sind voll Lebenund Frischheit. Phil. Wouvermann (geb. 1620, gest. 1668), der berühmtestePferdemaler, lieferte Schlacht- und Zagdstücke, Psertemärkle, Reisende undRäuber, und alle werden in gleichem Maße geschätzt. Seines Schülers, Zoh.Griffer'S, herrliche Rheingegenden sind unvergessen; Ant. Warerloo's Landschaf-ten, welche Weeninx mit Figuren und Thieren stafsirte, sind z»var zuweilen frostig,gefalb n aber wegen der Genauigkeit, mit welcher er das Licht zwisch n Bäumendu> chlcheinen zu lassen und den Widerschein s. Gegenstände in dem Wasser vorzustel-len weiß. Berghem erwarb sich den Namen des Theokru's der Maler, und viel-leicht kann allein Paul Potter mit ihm um den Vorzug streiten. Während LudolfBackhuysen so schön als schrecklich seine Seestürme malte, zeichnete sich FranzMiens durch eine äußerst feine und richtige Behandlung vieler Gegenstände deshäuslichen Lebens aus, und kaum war Zoh. Pet. Slingeland genauer. Gotlfr.So alken von Dortrecht ist »och bis seht in Beleuchtung nächtlicher Scenen nichtübertreffen wordtn. Treff! chc Marktplätze, Thiere und Landschaften malte Karldu Zardm; Adrian van de Nelke Landschaften und Thiere mit fast unerreichbarerVollkommenheit. Zn Darnellung einsän, schöner Natur zeichnete sich Zak. Ruie-dael, in lullen, lieblichen Mondscheingemäldcn van der Necr aus. Zarter hat keinandrer Maler s. kleinen Geschichten bis auf unbedeutende Nebcnstücke ausgcarbci-