896 Nordamerika
Oregan (nach Carey 15,896 geogr. ^M.) in Besitz genommen hatten. Diesi"Distrikt bildet fast ganz das Wasserbecken des Columbia, dessen nördl. Arm die n^.sten Gewässer Neu- oder Wesicaledoniens aufnimmt, und dessen südlicher vielneucalifornische Gewässer sammelt. Die Verhandlungen des amerikan. Gesandte >in Petersburg , Middleton, mit dem russ. Cabinetke über den erwähnten russisch^UkaS führten zu einem Vergleich (Petersburg , 17. April 1824), nach welchem beldTheile, Amerikaner und Russen, berechtigt sind, die Südsee frei zu beschissen,fischen und aus allen Punkten der Westküste, welche nicht bereits besetzt sind, zu ^den und mit den Ureinwohnern Handel zu treiben. Der 54° 50' N. Br. bildet dsGrenzlinie; nördlich von demselben dürfen die Verein. Staaten, und südlich d"Müssen keine Niederlassungen gründen. Beide Theile sind 6 Jahre lang berechtig''frei in allen beiderseitigen Häfen, Buchten u. s. w. einzulaufen, um zu fischen vl>°mit den Eingeborenen Handel zu treiben. Nur der Handel mit Feuergewehren undgeistigen Getränken ist untersagt. Auch mit den Briten ward ein europäisch-vösset'rechtlicher Zustand in jenen entfernten, von wilden Iügervölkern und kühnenlernen besuchten Landstrichen 1825 hergestellt und dadurch ein neues Pand des Vö'kerverkehrs um beide Welten geschlungen. .
Die einzelnen Länder Nordamerikas : I. Am hohen Norden liegen innerhalbdesPolarkreiseö von Frost und Schnee starrende, zum Theil noch unbekannte LändAan der Baffinsbai, die Inseln Grönland , Spitzbergen (s. dd.) und die 181'entdeckte Nordküste, welche von einem Volke bewohnt wird, das keine Kunde vo"der übrigen Welt hatte und von den Eskimos auch in der Sprache sich unterschiedZu diesem arktischen Hochlande gelangte Parry 1819, als er die östli^Küste oder das Prinz Wilhelmö-Land untersttchte, das zwischen der Bassins - rMHudsonsbai liegt und bis zum Eismeere hin des Anbaus unfähig ist. Er dranghier durch den Lancastersund in daö Eismeer, tpo er mehre Inseln entdeckte; ausder Westlichsten, der Melville . Insel (75° B.), überwinterte er im Winterhafi"'Vier von ihm hier entdeckte Inseln heißen Nord-Georgien. Die Länder »"Süden des Lancastersunde« untersuchte Parry 1821—23; vorzüglich die ^pulsedai, des Prinz-Regenten Einfahrt, Melville's Halbinsel und andre Theile d>e°ser großen Schnee- und Eiswüste ;74°—62° Br.)> Er fand, daß die sogen. Cli»überlandsinsel als Halbinsel mit dem nördl. Lande zusammenhängt, daß es also kei>üCumberlandsstraße gibt. — 1l. Die von Eskimos (s. d.) bewohnten Länder 0"der Hudsonsbai, welche nebst der Bai von den Briten als ihr Eigenthum betracht?'werden und unter dem brit. Gouverneur zu Quebeck stehen. An der Ostseite lügLabrador (s. d.).— An der Süd- und Westküste: Neuwales (23,500durch den Fluß Churchill in Neunord-, und Neusüdwales getheilt, reich an PelzEbesondersBibern,und anFischen. Es hat Waldung und eßbare Beeren. Nur m>^'gedeihen Gartengewächse. Man findet Blei, Eisen, Kupfer, Asbest, Marmor, Ste""kohlen», s.w. In dem innern Lande westl. vonNeuwaieS bis eins Eismeer sind u-"'der Sklavensee (140i>HW.), der Küpserminen- und derMackenziefiuß zu bemerke^111. Die Länder an der Westküste (vorn Hafen und der Mission San-Francieco 3b10' an bis zum E-scap, 70° 45' N. Br., 32,000 s^M.) grenzen an das Eisme^den großen Okean, die spanischen Provinzen und die Verein. Staaten- Hier ew'springen derMissssippiund derMissuri. EineMengedurchFlüsseverbundenerSesterleichtern die Waarenzüge der Pelzhändker. Der von den Verein. Staaten n»Großbritannien d. 12. Ocr. 1818 abgeschlossene Handelsvertrag hat die Grenze"beider Völker so bestimmt, daß der Parallelkreis der 49" westlich vorn Missisip^vom Waldsee (4V»c»lisüc) an bis zu dem Felsengebirge (llvcle^--1o>i»tuiiiI d"Gebier der Verein. Staaten von dem britischen Gebiete scheidet, das Land jenst""dieser Gebirge aber bis an den stillen Ocean während 10 Jahre dem Handel beidsNationen geöffnet sein soll. Die Ureinwohner des Binnenlandes sind mehre