' * *802 Nordische Mythologie
sen», des Handys und des Reichthums. Mit s. Gemahlin Skada, einer Tochterdes Bergriesen Thiasse, erzeugte er Drei und Frech, Beide schön, wohlthätig undniäcktig. Frei, der einher schwebt im Lichtkleide des Frühling«, ist Beherrscher* der Sonne, und von s. Güte h ingen Regen und Sonnenschein, wohlfeile Zeit undThenrung ab. In Alfheim, wo die Elfen wohnen, herrscht er. Statt eines» Rosses reitet er aufeinem Eber mit goldenen Borsten. Gerda, Gymer's Tochter,ist seine Gemahlin. Freia , Fräa, ist eine der Göttinnen der Liebe. Ihr Auge istewiger Frühling, Nacken und Wangen Licht. Die sanfteste und gütigste aller Göt-tinnen, ist sie eine Freundin des süßen Gesanges und erhört die Menschen so gern.Mit ihrem Gemahl Odur, den sie verlor und um den sie trauert, erzeugte sie 2Töchter, Nossa, aller Schönheit und Anmuth Urbild, und Gersemi. Tvr, einSohnOdin'S, der milchige Gott, im Blicke Todeswunden, erscheint hoch wie dieTanne und schwingt den Bl-tz der Schlachten. Alle mutbige Krieger stehen in s.Gnade, obschon er nicht eigentlich der Gott des Kriegs ist, sondern vielmehr derStärke und Unerschrockenheit, und kein Freund gütlich-n Vergleichs. Sehr ver-schieden von ihm ist s in Bruder Braga , der Gort der Weisheit und Dichtkunst,die nach ihm Bragur heißt. Er erscheint mit goldener Telyn und belebt die Saiten,»aß ste lieblich ertönen. Seine Gemahlin ist Iduna, welche die Apfel der Unsterb-lichkeit bewahrt, die sie den Helden beim Eintritt in Walhalla in goldenen Schalendarreicht, jene Apfel, die allein der Götter ewige Jugend erhalten. Söhne Odin'ssind ferner Hermode, der allgemeine Bote der Götter, mit Helm und Panzer be-waffnet; Vidar, stark w^e Thor, der Gott der Verschwiegenheit; und Wale, derGott des Bogens. Ein Sohn des Donnerers Thor war Uller , von schöner Ge-stalt, Meister im Pfeilschüßen und Schlittschuhlaufen, der von den Zweikämpfern«»gerufen wurde. Ein silberner Reif umstießt die Blume s Kinns; s. Gebiet istPdalir, d. i. die Regenthäler. Von sehr geheimnißvollem Wesen sind folgendeGötter: Hoder, der blinde Gott, Balder'S Mörder, dessen starke That die Götternicht vergessen, dessen Namen sie aber nie mögen aussprechen hören. Hcimdal(Himinkal), ei» Sohn von 9 Riesenschwestern, am Rande der Erde geboren, eingroßer, wunderbarer Gott, ist Wächter am Bifrost, der Himmelsbrücke (Regen-bogen), gegen die Riesen. Sein Auge sieht bei Nacht wie bei Tage, sein Phrhört wachsen das Gras auf dem Felde und die Wolle auf dem Vließ der Lämmer.Er erscheint mit tiefer Stirn, das Auge aus die ruhige Brust gesenkt. Unter denGöttinnen sind noch zu bemerken: Saga, die erste nach Frigga; Evra, die Göt-terärztin; Gesione, Göttin der Keuschheit, die selbst Iunafrau, alle keusche Jung-frau,» schützt und sie, sterben sie unvermühlt, in ihre himmlischen Wohnungenaufnimmt; Fvlla, jungfräulich wie Gesione, mit schönen Locken und goldenemStirnband, ist Vertraute der Geheimnisse Frigga's, sowie Gna, die einher stiegtmit dem Strahle der Sonne, ihre Botjchafterin. Hlvn (Lyna), die Sanfte, dieim Unglück dem Freund die Thräne auffaßt, die Göttin der Freundschaft undHuld, schließt sich lieblich an mehrere Dienerinnen der Liebesgöttin an; Siöra,welche die ersten süßen Empfindungen in den Herzen der Jünglinge und Mädchenweckt und zu wechselseitiger Erbörung stimmt; Löbna (Löffna), mit der Machtbegabt, alle entzweite Liebrnde zu vereinigen und zu versöhnen; Wara, kie G-'l-tin der Hochzeit und Ehe, die die geheimen Verträge und Schwüre der Liebend?»hört und, eine strenge Rächerin aller Untreue, die Treuen zuni Bunde einweidt,Snolra, die Göttin der Sinsamkeit, ist die Schütze, in der sittsamen Jünglingeund Mädchen. Wcra, der Allersorschenden und Prüfenden, bleibt kein Geheim-niß im innersten Herzen verborgen; Snnia, Wäcklerin des Himmels, eine Git-tin des Rechts und der Gerechtigkeit, macht die Me neide offenbar. Eine große Esoe(oder einen Eichenhain) gibt es, Pgdrasil, den Welibaum über den: Brunnen d?rUrzeit, Ihre Zweige verbreiten sich über die Welt, ihr Gipfel reicht über die Hin-