Normann-Ehrenfelö (Philipp Chris ian, Grafv.) L17l
übrigen dienen soll. Don dieser Art waren die auf Befehl der Kaiserin Mar'a The-^sia vvm Abt Felbiger in Schlesien und Böhmen eingerichteten deutschen Schulen,deren Zweckmäßigkeit jedoch die Folgezeit nicht hinlänglich bewährt hat. (S.schulen.) In Preußen. Würtemberg und m hren deutschen Staaten gab es Nor-o "schulen nach Pestalozzi'scher Methode. Die von Napoleon errichtete und vorLudwig XVllI. imFebr. 1815 neu organisiere Normalschule in Paris war eine Bisungsanstalt für Lehrer an gelehrten Schulen, zu der jede Akademie oder Universi-"t in Frankreich jährlich eine verhältnißmäßige Anzahl Candidatenaufb Jahre sen-Sie unterscheidet sich von den in Göttingcn, Leipzig, Berlin, München rc.^stehenden Philolog. Seminarien besonders dadurch, Laß die Zöglinge unter klö-nerlicher Zucht zusammenwohnen. ,
Normann-.E Hren fels (Philipp Christian, Graf. v.), königl. würtemb..tagtsminister, ein durch Geist, Charakter, Kenntnisse und große Verdienste ausge-dehneter Mann, geb. 1756 zu Stresow inSchwedisch-Pommern, stammte aus demHause Tribbewitz , einem altadeligen Geschlecht auf der Insel Rügen . Nach dem>vde s. Vaters (1767), der zu Ncuwedel im Preußischen angesessen und preuß,Ma->°r war, bewirkte es s. Mutter Bruder, der nachmalige würtemb. Oberhofrathsprä-''bemFreih. v. Bxhr, dgß er 1768 als Pagenach LudwigSburg an den Hof desHerzogs Karl kann Von 1772 gn studirte er in her bald darauf zur Akademie er-hvbenenMilikairschule mit solchemFleiße, daß er 1773 — 78 überhaupt 50Preise(s^st dem akadem. Orden aus des Herzogs Händen empfing. Im Dec. 1778 ver-eidigte er'in der Akad. die von ihm verfaßte Abhandl. „Obsorvutt. nck losoiizUum^'"»ckssori-llockn-ninis XXI. (XX.). ?. >>, ck. ck. Xlll. 4p,-. 1277". 1778 wurdesr Regierungsrath und zugleich (1779) Hofgerichtsassessor; außerdem gab er 1780A-, nach des Herzogs Wunsch, in der Akademie Unterricht in einigen Fächern der^Rechtswissenschaft. Damals fodepte die preuß. Regierung s. Rückkehr nach Preu-ßen, wo er, s. Vaters wegen, zu dienen verpflichtet war; als aber Hr. v. N. erklärte,tn fltzürtemberg bleiben zu »vollen, wo ihn der Staat erzogen habe, und den Um-nand für sich anführte, daß er in Sck>wedisch-Pommern geboren sei, so ordnete die^ßeuß. Regierung die Einziehung s. Vermögens zu Neuwedel an. In einen hohemWirkungskreis trat der Kflmmerhprr v. N,, als er 1791 das Präsidium des Hof-^Nchts, 1794 die Hofrichter-, 1800 als G-h.-Rath die Vicepräsidentenstelle inRegierung erhielt. In den damaligen Verhältnissen zu Frankreich bewirkte er^"36 gsg schwäb. Kreisgesandter in Paris eine beträchtliche Verminderung der anA^nkreich zu bezahlenden Kriegsgelder; im Herbst 1799 organisirte er in der^argegend die Volksbewaffnung gegen die Franzosen; 1801 und 1802 war^.Gesandter in Paris, wo er den Vertrag mit Frankreich abschloß, durch welchenH-ürteiyberg ansehnliche Landstriche als Entschädigung erhielt, die Neuwürtem-genannt und unter des nunmehrigen (Dec. 1802) Slaatsminksters v, N.Nturig besondeps verwaltet wurden. Auch in Regensbnrg harte er, als würtemb.^"bdesegirter bei der Reichsdeputation, zu der Eriheilung der Kurwürde an Wür-»N'berg (27. April 1803) mitgewirkt, Der Kurfürst belohnte ihn mit dem gro-Heden und mit 2 auf der rauhen Alp liegenden Höfen, als Mannlehn; er er-gnpte ihn zum Mitglied des 1803 neuerrichteten Staatsmimsteriumö, gab ihmJuni 1803) den Beinamen Ehrenfels und erhob ihn 1806 in den Grafen-I and. Seitdem leitete der Minister v. N.-E. alle Unterhandlungen vor und nachein Frieden von Presburg, z. B. die Vergrößerung Würtembergs (durch den Ver-f'ttg Mit Frankreich vom 12. Dec. 1804) und die Erlangung der Königswürde;
war das Organisationsmanifest vom 18, März 1806, nach welchem All-ste L-^"^^wberg vereinigt und gleichförmig verwalket wurden, s. Entwurf.
rjchöpft ugn fg fielen Arbeiten, die, er in stürmischer Zeit, treu s. Wahlspru-che. 1 u uv oocko lunlis, sock oouiru Luckoutior Uo, rühmlich vollbracht, und seit