918 Normann-EhrenfelS (Karl Friedrich Lebrecht , Graf v.)
1808 kränklich, ward er vom König Friedrich d. 7. Juni 1812 in Ruhestand vei-setzt. Er starb zu Tübingen d. 26. Mai 1817. Von 15 Kindern, tje ihm st G 'mahlin, geb. Freun v. Harlmg, geboren, überlebten ihn 8. Sein zweiter Sohn-'
N o rm a n n--E h r c n fe l s (Karl Friedrich Lebrecht , Graf v.),Stuttgart d. 14. Sept. 1784, starb für Griechenlands Freiheit zu MistAlunghi (s. d.) den 3. Jlov. 1822. Aus Neigung Soldat, hatte er vorzüglich ssR 'thematik studirt. Im Äug. 1799 trat er als Corner in das östr. KürassierreginnnHerz. Alberr und wurde schon am Ente d. I. wegen s. tapfern Verhaltens L'cU's'nant, 1803 stellte ihn Kurf. Friedlich v. Würtemberg bei s. Garde tu Corps dÖberlieutenant an; in dem Feldzuge gegen .Östreich 1805 war er StabrnttmeischNN Chevauplegersregim.; in den, Kriege mit Preußen 1806 fg. erhielt er den Ww'temb.Miiitairorten und die Ehrenlegion, wurde Major und stieg nach dem Kriechmit Östreich 1809 bis zum -Obersten. In dem rufst Feldzuge 1812 befehligt ^das Lcibchevauplegersreg., und 1813, als General und Brigadier, 2 Cavaleriecch''die er nach der Rückkunft aus Rußland gebildet harte. Auf des stanz. GeneralFournier Befehl, zu dessen Cavalerieeyrps die würtlemb. Brigade gehörte, marschmGen. N. gegen das Lützow'sche Freicorps , das sich in Folge des Waffenstillstandüber die Elbe zurückziehen wollte, und ließ auf dasselbe cinhauen, als in einer §n'sernung von 40 Schritten einige Schüsse auf s. Truppen geschahen. Dies war,^Überfall bei Kitzen. P In der Schlacht bei Leipzig ging er am 18. Oct. mit st ^ igäbe, die noch aus 800 Ast und einer Batterie reitender Artillerie bestand, nachdster mit ihr seit 2 Monaten an 27 Gefechten ruhmvoll Antheil genommen, zn d(Alliirten unter der Bedingung über, daß er die Brigade sogleich nach Würteind^zurückführen dürfe. General N. wußte, daß Baiern nur Östreich sich verdurst^und daß Würtemberg bereits unterhandle; seit 6 Wochen ohne Befehl von st ^rüg, und von s.Officieren aufgefodert, nicht mehr für Napoleon zu fechten,schloß er sich erst dann zu jenem Schritte, als er sah, daß s. Brigade durch thcü'weisen Übergang sich selbst auflösen ru.d für st König ohne Nutzen ganz verlobsein würde, Er wollte sie dem Könige erhalten.") Allein noch ehe er Würtcmbck?erreichte, erfuhr er, daß der König s. Verhaftung und strenge Bestrafung beschersen habe. Er verließ daher die Brigade, wurde casstrt und suchte nun in Wü"eine Anstellung, die er aber nicht erhielt, weil man ihm die Befolgung des fta"»'Befehls, das auf dem Rückzüge begriffene Lützow'sche Corps überfallen zu h«b^'zur Last legte. 1816 fand er zu Waldsee in Öberöstreich einen Zufluchtsort,er die Söhne des Landgrafen Ernst von Hessen--Philippsthal in den militairisch^und marhemgt. Wissenschaften unterrichtete. Nach dem Tode des Königs Friert^erhielt er die Erlaubniß zur Rückkehr und lebte in dem Hause st Vaters als LaM'Wirth, bis die Sache der Hellenen ihn wieder zu den Waffen rief. Er schied sss. Gemahlin, einer Tochter des cngl. Obersten v. Orelli, die ihm 2 Kinder gebothund segelte pm 24. Jan. 1822 von Marseille nach Morea ab. Kaum war' /am 7. Febr . mit 46 Philhellenen bei Navarin an? Land gestiegen, als eine lcmkische Flotte vor dem Platze erschien; sofort ordnete Gen. N. die kleine Schar »u»entschlossenen Widerstand und schlug den Angriff des Feindes zurück. Hierauf^'-trieb er in Korinlh die Bildung eines Bataillons Philhelleuen und trat alsin den Generglstab des Fürsten Maurokordaros. Mit diesem zog er nach Mstlchlunghi, wo er am 24. Juni 1822 den Türken ein glückliches Gefecht bei Konibotlieferte. In dem Treffen bei Petg aber (am 16, Juli 1822), das durch den
*) Graf Normann's Rechtfertigung über diesen traurigen Vorfall steht in SclMEund Mebolh's „Laschend, für Freunde der Geschichte deS griech. Volks" ( 1824 ), ner>Nachrichten über s. Leben. ' .
Seine Erklärung dieses Schrittes, der an ähnliche des Generals Aork und deGen. Lhielemann erinneck, steht a. a. O.