Band 
Siebenter Band. M bis N.
Seite
929
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NostradamuS Notabeln 929

s Deutsche übertrug, und ein tiefes Studium der schönen Literatur Ein großer^deil seiner vermischten Gedichte ist in Zeitschriften und Taschenbüchern gedruckt.sAsonder, Erwähnung verdienen seine in Leipzig erschienenen „Sinnbilder der Chri-N"' (1818, 4.) (nach den meisterhaften Emblemen einer königl. Prinzessin in^"gland in Holzschnitten). Eine andre Sammlung unter der Aufschrift: „Geni-en" (,ch dems. Jahre) enthält sinnreiche Ausdeutungen von 16 inAquatinta ge-l^chenen antiken Gemmen. Ferner die „Anregungen für das Herz und das Leben"vApzig 1825 fg.), 1. und 2. Auswahl von 100 Strophen, didakt. Jnh.; dieOberst des „Oi»,,," (Leipzig 1820). Ein größeres Gedicht: „Die Propyläen der^lchtkunst", in. 10 Ges., ist noch Mspt. Seine „Beschreib, der k. sächs. Heil-nd Verpfiegungsanstalt Sonnenstein, mit Bemerk, über Herstellung der Geistes-oanken", mit 12 Kupf. (2 Thle., Dresden 1829), ist ein für Psychiatrie sehr be-ehrendes, umfassendes und gründliches Werk.

. Nostradamuö, eigentlich Michel Notre-Dame , geb. 1503 zu St.-Remyh Proverce, stammte aus einer ehemals jüdischen Familie, studirte Medicin, legte"ch etwas aufQuacksalberei und siel zuletzt auf die Astrologie. Die P: sphezeihuN-Zen, die er aus seiner Abgeschiedenheit zu Salon in gereimten O.uatrains zu gan-Hunderten u. d. T. „Centurien" der Welt bekanntmachte, erregten durch ihrenT'?" und ihre Dunkelheit selbst großes Aufsehen. Heinrich II., König von Frank-ließ den Vers. zu sich kommen und beschenkte ihn königlich. Als dieser Mon-in ein n» Turniei4burch Ungeschicklichkeit verwundet wurde und das Leben ver-glaubte man die Prophezeihung dieses Todesfalles in dem 35. O.uatrain dermen Centurie des N. zu finden, welches folgendermaßen lautete:

1.« lion jeuns le vieux rurmontersLn clisinp deliigue p«r «nLuller üvel,

' Osns csge ä'or I«: ^eux lui erever»

Oeux plsier une, puir mourir.' mort cruelle!

angesehensten Personen besuchten ihn zu Salon. Karl IX. ernannte ihn zu s.Jwarzt. Doch fehlte es such nicht an Leuten, die s. Prophezeihungen spotteten. N.,Men Prophezeihungen noch 1781 von dem päpstl. Hofe verboten wurden, weil derHergang des Papstthums darin verkündet wurde, starb zu Salon 1566.

^ , Notabeln (!es noinblrs), überhaupt die bedeutendsten Männer allerlande i„ einem Staate. In Frankreich , wo dieser Ausdruck allein gebräuchlich

war

^nssgnd man darunter ein Surrogat der Reichssiände, deren Mitglieder jedoch

Seimig selbst ernannte und zusammenberief. In der ältern Geschichte diesesdie geschieht derNotabeln mehrmals, der ersten Zusammenkunft derselben aber,Z,,s " einiger Bedeutung war, 1558 Erwähnung. Seit 162fi war keine solche^.ss^menkunft wieder veranstaltet worden, bis 1786 der Minister und Generalcon-/lw Calonne auf den Gedanken gerieth, um mehren Anordnungen, die er fürhwendig hielt, das ihnen fehlende Gewicht zu ertheilen, die Notabeln zu versam-h. ^lind die vom 29. Dec. 1786 datrrten Bei ufungsschreiben waren an 7 Prinzen8 ^le, 9 Herzoge und PairS von Frankreich , 8 Feldmarschälle, 22 Edelleute,der n^tsrnihe, 4 Requetenmeister, 11 Erzbffchöfe, 37 Oberrichter, 12 Abgeordnetedr„ ^^'-d'Etats, den Civillieutenant und 25 obrigkeitl. Personen aus den verschie-^labten des Königreichs, zusammen 144 Personen gerichtet. Nachdem dietr'^"inilung 6om 22. Febr. bis zum 25.Mai 1787 ihreSitzungen gehalten hatte,1 )D^ sich, und als Ergebnisse ihrer Arbeiten ließen sich folgende ansehen:neu ^Enzialversammlungen wurden nach der von den Notabeln vorgeschlage-kinaer^ ^"g^führt. 2) Der Finanzrath wurde so, wie sie es gewünscht hatten,wie d'*A^ folglich sollten die Berechnungen derEinnahme und Ausgabe, so-^/^schläge der Gnadenbezeigungen und Pensionen jährt, öffentlich bckanntge-chl werden. 3) Abschaffung derFrohndienste. 4) Abschaffung der Landzölle und

3) Abschaffung derFrohndienste.Conversations-Lericon. Bd. vil.

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