d'e der Papst von Zeit zu Zeit an fremde Hefe schickt, nichts mehr als politische
Agenten. , L
Nürnberg, eine von den Mntterstädten deutscher Kimstbildmig, erhieltlchon im 11 . Jahrh, vom Kaiser Heinrich 1 ! 1 . Ma'klsrechkit,Zoll- und Münzreche;Ä"" als Reichsstadt (im fränkischen Kreise) beiüh,ut dmch ihren Gewerbfieiß und,andel, sowie durch große Verdienste um Kaiser, Reich und die deutsche Nation,Ehielt sie bei den Veränderungen, die der Re'chsfriedenseepuialionSschluß von 180.3>n Deutschland hervorbrachte, ihre alte Freiheit, gerieth aber mit den die Stadt schü-tzenden Burggrafen aus dem hohenzokern'schen Hause, den Königen von Preußen,^ Zwistjgkeiten, welche durch die preuß. Besitzergreifung eines Theils des nürnb.Stadtgebiets in der neuesten Zeit immer drückender w.rden mußten, bis sie endlichburch dw Rheinbundsacte, nebst ihrem ganzen Gebiete, mit voller Souverainetärb"d Eigenthum dem Könige von Baiern übergeben und von diesem am 15. Sept.."06 in Besitz genommen wurde. Anfangs war sie die Hauptst. desPegnitzkreiss;lcht gehört sie zum Rezatkreise des Königreichs Baiern und ist der Sitz eines Land-gerichts. N. liegt in einer sandigen, aber durch Anbau fruchtbar gemachten, ange-nehmen Gegend; sie wird durch die Pegnitz in 2 Hälften getheilt, von denen die"einere nördl., nach der Pfarrkirche zu St.-Sebald , dir sebalder Seite, die südl.größere von der Kirche zuSt.-Lorcnz die lorcnzer Seite genannt wird. Der Um-fang der Stadt innerhalb der Mauern, in welchen viel« offentl. Plätze und Gärten""geschlossen sind, beträgt 11 Stunde, und in den 200 meistens winkligen Gassena o ^284 H. mit 39,085 E., darunter 1052 vom Militair, 2508 Katholiken undGilden (nach der Achtung von 1823). Die Zahl der außer der Mauer, innerhalbb^r Linien, in den Vorstädten und einzeln befindlichen Häuser ist 843, mit 5710 E.^ie Mehrzahl der Einw. ist lutherisch. Die Täuschung, als ob man in frühere?^chrh. versetzt sei, wird inN. öfter hervorgebracht als an einem a.Orte. Man fin-det Wohnhäuser, deren äußerer Bau noch ganz unverändert gothisch ist, und dereninneres selbst noch die Spuren des Privatlebens unserer Väter zeigt. Dazu gehörtb"ch das alte Sch'oß, die Reichsfeste genannt, welches s. Äußern nach noch ganz er-baltei, jst, und zwar Theile aus verschiedenen Jahrh.. aber doch alle aus der älternund gar keine Ruinen zeigt. Es liegt auf einem Berge und gewährt die aus-?^beiwtste Ansicht. In demselben befindet sicl^die öffentliche GemäldesammlungWt.) nebst vielen Glasmalerei,n, und ein Stammbuch zu 2l. Dürer's Anden -Das 275 Kuß lange Ra hhaus, eins der anschnlichsten in Deutschland , hatStockwerke, jedes zu 86 Fenstern, in dem großen Saale rcstaurirte Gemälde, be-?bders von?llbr. Dürer, Hirschvoael u. A.; auch 7 Transparents aus Dürer's Le-.b-n, zu dessen Feier am 6. April 1828; an der Decke des Corridors das Gesellen-O^chen von 1446, in Haatrei ef. Durch Bauart undKunstivrrke sind ausgezeichnet^golhischc St.-Lorenzkirche, die St.-Sebaldskirche, die Kirche St -Jakob (beschr.bn Lösch, Nürnb. 1825) und die im neuern Geschmack (von 1711—18) wiederauf-gedauteAgidienrirche. Bei derPrediger-oder Dominicanerkirche befindet sich dienichtu edeutcndeStadtbibliothek, und bei derÄgidienkirche dasGyMnasium,vor welchem.-^chdt1826, bei Gelegenheit der300jähr. Jubelfeier, das von Burgschmid verfer-rict^ ^sündbild Ph l. Melanchthon's, der 1526 das Gymnasium einweihte, auf-a»n ^ ^eß. Unter vielen trefft. Bildungs-, Wohlthätigkeits - und Unterstützungs-^ llalten nennen wir: 1) die polytechnische Schule, seit 1823; 2) das auf 0.^ ^pe's Vorschlag 1821 erricht, städtische Conservawrium für Alterth. und nürnb.^ ""stwerke; 3) die Kunstschule auf der Burg, mit wichtigen Kunstsammlungen,h'^,>eGypsabgüffe derÄgineten. Auch gibt es mehre Privaisammlungen. Ehe^ °uind. Handel durch die Entdeckung eines Seeweges eine neue Richtung erhielt,von""er der größten Handelsplätze in Deutschland und Europa , indem es dieli^^talien ihm zugeführten ostnd. Waaren nach dem Norden vertrieb. Der offene-re uüd Privatwohlstand und der Kunstfleiß der Stadt waren damals außcrordent»