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stark, unter Alarich'S Fahnen traten. Iloch berathschlagte man zu Ravenna dar-über, was man auf Alarich'S Federungen antworte» wolle, als dieser schon überdie Alpen, den Po, bis Rimini vordrang, die Pässe der Apenninen eroberte, dieiriumphalischen milchweißen Stiere an den Ufern des ClitumnuS seinen Soldatenpreisgab und sich unter den Mauern von Rom (408) lagerte, welches er so engeinschloß, daß die schrecklichste HungerSnorh in demselben herrschte. Als Abgeord-nete Roms, in Alarich'S Lager gesandt, diesem zu erklären wagten: „daß, verwei-gere er e>ne ehrenvolle Capitulation, die ganze Bevölkerung sich auf ihn losstürzenwerde", sprach er die wenigen Worte: „Je dichter das Aras, desto leichter läßt essich mähen", und als er endlich das ungeheure Lösegeld bestimmt hatte, und manihn fragte: „Wenn du dies, o König, von uns foderst, was willst du uns dennlassen?" antwortete er kurz: „Euer Leben!" Doch gab er in einigen seinerFode-rungen (s. Alarich ) nach, verließ die Umgebungen RoniS und nahn, seine Win-terquartiere in Tuseien. Bald vermehrte sich sein Heer bis über 100,000 Mann,als sein Schwager Adolf (Ustaulf) mit einem Heere von Gochen und Hunnen vonder Donau aus sich bis zu ihm durchgeschlagen hatte. Nach fruchtlosen Friedens-untei Handlungen mit HonoriuS eilte Alarich , der sich des Hafens und der Stadtvon Ostia bemächtigt hatte, wieder auf Rom zu, ernannte in der Person des Prä-fecten Aktalus, mit Einwilligung des Volks und SenatS, einen neuen Kaiser (409)und zog mit diesem vor Ravenna. Schon war HonoriuS im Begriff, sich in dieArme seines Vetters, des jungen Kaisers Theodosius zu Konstantinopel , zu wer-fen, als er durch die Anhänglichkeit und Klugheit seines Feldherrn Heraklian inAfrika , und die durch Geldspenden erhaltene Treue seiner Leibwache, im Vereinemit den falschen Maßregeln des AttaluS, seinen Thron gerettet sah. Alarich setzteselbst den AttaluS ab und schickte dessen Purpur nach Ravenna . Dagegen über-fiel ihn des HonoriuS Feldherr Sarus, tödtete ihm viele Leute und erklärte ihn alsReichsfeind jedes Bündnisses mit seinem Kaiser für unwürdig, sofort wandtesich Alarich wieder gegen Rom und nahm es in der Mitternacht des 24. Aug. 410,nachdem ihm von Innen durch verrätherische Sklaven ein Thor geöffnet war. Diealte Hauptstadt der Welt wurde geplündert und zum Theil verbrannt, wobei außerden Schätzen der Einw. auch viele kostbare Werke römischer und griech. Kunst einRaub der Barbaren wurden. Nur das Heiligthum der Kirchen und ihr Eigenthumblieb auf Alarichs Befehl unangetastet. Dies geschah 1103 I. nach Erbauung derStadt durch RomuluS. Alarich verließ Rom und plünderte das südliche Italien .Hier starb er 410. Zwei Jahre darauf verließ Adolf, Alarich'S Nachfolger, Ita-lien, nach vollzogener Vermählung mit Placidia, des HonoriuS Schwester, bela-den mit der Beute aus Rom und dessen südlichen Provinzen. Er zog nach Gallien und Spanien (412), wo er der Stifter des westgothischen Reichs wurde. Italien athmete wieder freier, Rom erhob sich prächtig aus seiner Asche, und das Reichhätte vielleicht zu neuer Kraft gelangen können, wenn sein Beherrscher, der nachAdolfs Abzug noch 11 Jahre lebte, nicht selbst zu kraftlos gewesen wäre. Gallien kam zwar durch die Tapferkeit des römischen Feldherrn Konstankius, der Konstantinbesiegte und dafür die Hand der Witwe des kurz zuvor ermordeten Adolf erhielt,ja sogar zum Muregenten des HonoriuS ernannt wurde, wieder unter dessen Herr-schaft; doch es wurde, wie Spanien , durch unaufhörliche Kämpfe im Innern zer-rissen. Britannien und Afrika waren verloren, und die unseligsten Zwistigkeitenherrschte» im Palaste zu Ravenna , wo Placidia, zum zweiten Male Witwe, nachdes Augustus Konstantins Tode ihre Herrschaft behaupten wollte, als HonoriuSnach einer 28jähr. Regierung starb (24. Aug. 423). Placidia erfuhr die Nach-richt davon zu Konstantinopel, wohin sie wegen der Unruhen zu Ravenna mit ihrenKindern geflüchtet war. Unter dem Schutze ihres Neffen, des jungen KaisersTheodosius 11. vo>» Orient, wurde der Sohn der Placidia und des Konstankius,