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3) das Fürstenth. Birkenfeld , im ehemal. Saardepart. auf dem linken Rheinuser ander Nahe (9 s^M., 23,000 E.). Den großherzogl. Titel, welcher dem Herzogedurch denselben Congreß gegeben wurde, nahn, erst sein Sohn an. Herzog Peter(geb. 1155) regierte seit dem Tode s. gcmüthskranken Neffen, am 2. Juli 1823, ineignem Namen und starb zu Wiesbaden den 21. Mai 1829. Er ordnete 1186 dasArmenwesen nach einen, trefflichen Plane, verbesserte das Kirchen- und Schulwesen,stiftete eine öffentliche Bibliothek, 1192 ein Schullehrerscminar u. a. Anstalten,sodaß Oldenburg zu den glücklichsten Landern Deutschlands gehört. SämmtlicheLandesschulden waren schon 1818 getilgt. Die Slaatsabgaben sind vielleicht dieniedrigste» in Deutschland. Kaiser Alexander gab den, Herzoge v. Oldenburg dieVerwaltung und 1828 den vollen Besitz der Herrschaft Jever. Sein Sohn undNachfolger, Paul Friedrich August , geb. den 13. Juli 1183, nahm den TitelGroßherzog am 28. Aug. 1829 an. — Das Land ist nur teilweise fruchtbar.Die Gegenden an der Jade und an der Weser sind fette Marschländer, welche durchDeiche gegen die Überschwemmungen geschützt werden müssen, und wo vortrefflicheRindvieh- und Pferdezucht getrieben wird. In den von Münster erhaltenen Thei-len besteht der Boden aus Geestland , Torfmooren und dürrenWandgegenden, woman Stunden lange Heiden ohiw Baum und Wohnungen findet. In diesen Heidenunterhalten die Einwohner große Heerden Schafe mit einer groben Wolle und wich-tigeBienenzucht. Auch wird starke Garnspinnerei, Leinwandweberei und Strumpf-strickerei getrieben, desgleichen beschäftigen sich die Einw. in der Nähe der Weser unddes Meeres mit Fischerei und Schiffsahrt. Birkenfeld hat einen unfruchtbaren Bo-den und ei» rauhes Klima, doch guten Wein an der Nahe. Die jährl. Eink. desHerzogs betragen 1,500,000 Gldn. Der Großherzog v. Oldenburg hat in VerengernBundesversammlung mit Anhalt und Schwarzburg die 15. Stelle, in der weiter»eine besondere Stimme. Zu dem deutschen Bundesheere stellt er 2111 M. DieVerfassung ist monarchisch ohne Landstände. Die ältern Staatsformen sind mitzeitgemäßen Abänderungen hergestellt worden. — Die Hauptst. Oldenburg mit dem schönen Residenzschlosse (653 H., 5800 E.) liegt an der schiffbaren Hunte,ist wohlgebaut und hatte sonst Festungswerke, die jetzt in Alleen und Gartenanlagcnumgewandelt sind. — S. des verst. Justizraths v. Halem „Geschichte des Herzog-rhums Oldenburg " (bis 1131) (3Bde., Oldenb. 1191 — 96), des Geh.-Regie-rungsrakhs Runde „Kurzgefaßte Oldenb. Chronik" (Oldenb. 1823), und Ludw.Kdhli's „Hist.-siatist.-geogr. Beschreibung des Herzogthums Oldenburg sammtder Erbherrschast Jever und den beiden Fürstenthümern Lübeck und Birkenfeld "(Bremen 1824).
Öle, fettige Flüssigkeiten, welche sich nicht mitdem Wasser vereinigen,übrigens brennen und verdampfen. Das thierische, Öl ist das Fett (s. d.).Die Pflanzenöle haben mit den thierischen große Ähnlichkeit, zum Theil aberbesondere Eigenschaften. Man unterscheidet fette und ätherische. Letztem werde»auch wesentliche oder riechende Öle genannt. Die Bestandtheile der Pflanzenölesind Wasserstoff und Kohlenstoff; die ätherischen enthalten mehr von dem erstem,die fetten mehr Kohlenstoff. Durch allmälige Verbindung mit dem Sauerstoffewerden sie ranzig, durch schnelle Verbindung damit verbrennen sie. Ätherische oderriechende Öle, welche oft auch einen starken Geschmack haben, erhält man ausstarkriechenden Pflanzenstoffen meistens durch Destillation im Wasser, seltenerdurch Auspressen, wie z. B. das Citronenöl. Sie lassen sich im Weingeist, auchmehr oder weniger im Wasser auflösen, entzünden sich am Flammenfeuer ohneErhitzung, und werden weder brenzlich (empyreumatisch) noch ranzig. Die Flüs-sigkeit und Schwere der ätherischen Öle ist verschieden, ebenso auch ihre Farbe.Einige sind schwerer als das Wasser und sinken darin zu Boden. Mit Zucker ver-mischt lassen sie sich mit dem Wasser vereinigen. Beim Zugänge der freien Lust
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