Band 
Achter Band. O bis Q.
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Olivetaner

Ölmalerei

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Olivetaner, s. Benedictiner.

Olivier (Guillaunie Antoine), Entomolog, Diitglied des Instituts, geb.zu FrejuS den 16. Jan. 1756, wurde, 17 I. alt, 1). der Miedicin zu Diontpellier.Mit seinem Freunde Broussonet widmete er sich unter Couan'S Leitung ganz denNaturwissenschaften. Für den Intendanten von Paris , Bcrthier de Sauvignv,entwarf er 1779, nach Erforschung der Umgebungen von Paris , genaue Beschreibdüngen der dasigen Naturproducte mit Bemerkungen über deren Benutzung. Dannmachte er für einen andern reichen Freund der Insektenkunde eine entomologischeReise nach England und Holland , worauf er diesen Theil der Naturgeschichte inder „di-ovu>,>jn!>iie ,>>rtl>oOig„l-" bearbeitete. Durch die Revolution verlor erseine Stelle bei der Intendanz von Paris . Der Minister Roland trug ihm undBrugnwre 1793 eine Reise nach Persien auf, um Handelsverbindungen anzuknü-pfen und über den Orient naturhistorssche Nachrichten zu sammeln. Allein nachRoland'S Sturze blieben die Reisenden ohne Unterstützung. Sie bereisten dennoch,obwol unter tausend Gefahren, die europäische Türkei, Ägypten , Kandia, Ära»dien, und kamen endlich nach Teheran , wo sie den Zweck ihrer Reise erreichten.Noch gefahrvoller war ihre Rückkehr. Über Griechenland langten sie im Septem-ber 1798 zu Aneona an, wo Brugimre starb. O. brachte zahlreiche naturhisto-rische Sammlungen nach Paris . Hier wurde er 1860 Mugl. des Instituts undgab seine in mehie Sprachen übers. „V<>v. <Iai>r >'<-,>,>>>>«' < Um,et I-, >'«,!>«!, 1802—1807" (3 Bde. 4. oder 6 Bde. 8., mit Atlas) heraus, wel-che jedoch nur über PcrsienS neuere Geschichte seit Nadir Schah neue und gutge-schriebene Nachrichten enthält. Kein Naturforscher hat nach O. Peisien wieder be-reist. Dann vollendete er sein Hauptwerk, die „licht. n-Ourellr Oe-, uoleupte-re«" (1789—1808, 6 Bde., 4., nut 363 Kpfn.) und das „IN-iilmmüie <loI'licht. Mit. lies iu-eetes ele l'k.nuzelc'p. iix-t>>r>cl." (1789- 1819, 9 Bde., 4.),wurde Pros. der Zoologie bei der Thierarzneischule zu Alfork, und schrieb wissen-schaftliche Berichte für das Institut, für die Gesellschaft des Ackerbaues und fürandre likerarische Vereine. Insbesondere Zeigte er den Nutze» der Entomologie fürLandwirihschaft und Künste, z. B. in seinen Beiträgen zu D> terville'S ,,V>„e.cliolinu». il'ücht. naturelle, appliguee aux :>its". Nach langer Kränklichkeitstarb O. zu Lyon d. I.Oct. 1814 an einem Aneurisma. Er hinterließ eine in ih-rer Art einzige, wohlgeordnete Insektensammlung, die, besonders reich an Koleop-teren, überhaupt 6000 Species entbält, deren Katalog Letreille verfaßt hat. E«sind die Originale zu seinem großen Werke, das seinen Ruhm gründete, der Wis-senschaft jedoch keine höhere Ausbildung gab.

Olla potrida, Lieblingsgericht der Spanier, welches aus verschiedenen,kleingeschnittenen und zusammeiigedämpften Fleischarten besteht, wozu viel Speckkommt. Auch nennt man so einen mit wohlriechenden Blumen und Kräutern an-gefüllten Topf (s Potpourri); daher überhaupt ein Allerlei.

Ölmalerei. Die Kunst mit Ölfarben zu malen, welche für größere Ge-mälde heutzutage die gewöhnlichste Art ist, hat wegen der Lebhaftigkeit, Kraft, An-muth und Naturwahrheit der Farben, wegen der Mannigfaltigkeit und Mischungder Tinten, kurz wegen des vollkommenen Zaubers des Colorits, vor allen übrigenArten der Malerei große Vorzüge. Die Farben sind etwas dunkler, aber auchglänzender als die Wasserfarben. Man erreicht in Ölfarben den Schmelz, womitdie Natur die Gegenstände schmückt, das Sanfte, Duftige, wodurch sie ihrenLandschaften den größten Reiz gibt, das Durchsichtige der Schatten und das Inein-anderfließende der Farben., Auch leiden Ölgemälde vom Wasser und andern Feuch-tigkeiten wenig, denn die Ölfarbe löst sich nicht so leicht wieder auf, wenn sie einmalangetrocknet ist , und eine Stelle kann, so oft der Maler will, übermalt werden.Durch öfteres Übermalen aber wird die beste Harmonie und höchste Wirkung der