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Achter Band. O bis Q.
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Olmütz Ols

Eyck, und die Ölmalerei wurde gleichzeitig mit Eyck in Italien ausgeübt. Für dieseMeinung wird auch Cennim's „Tracrat über die Malerei" angeführt. Cicognarahält ebenfalls den Ursprung für italienisch; die Ausbildung schreibt er den Nieder-,ländern zu, die auch darum einen großen Anspruch an dieser Erfindung zu habenscheinen, weil sie ihres Klima wegen überhaupt nicht in Fresco malten. Sonachkönnte dem niederländischen Meister nur die Vervollkommnung oderWiederherstel-lung dieser Kunst, welche voiher noch nicht so geschickt geübt und wegen der damitVerbundenen Schwierigkeiten in Verfall gerathen war, beigelegt werden. (Dgl.Büsching's „Gesch. der zeichnenden Künste", S. 118, und Sprengel, zu Roscoe's„Lorenzo", S. 368.) Einige schreiben sogar diese Erfindung einem Antonello vonMessina zu, Andre dem Col. Antonio di Flore von Neapel. Fiorillo in seiner„Gesch. der zeichnenden Künste", I.THl., S. 219 fg., tritt der älteren Meinungbei. Gewiß ist es, daß die Ölmalerei auf hundert Jahre vor Eyck unterbrochenwurde, und man >m 14. und 15. Jahrh, bis aus ihn allgemein mit Wasserfarbenmalte; wie denn auch die Wasserfarben wenigstens bis 1469 noch häuftg IM Ge-brauche blieben. Ioh. van Eyck war ein Freund der Chemie, und die Bekannt-schaft mit dieser Wissenschaft gab ihm zur Wiederherstellung der Ölmalerei Gele-genheit. Er erfand nämlich einen Firniß, womit er seine Gemälde von Wasser-farben überzog und ihnen mehr Glanz und Stärke gab; aber dieser Firniß trockneteschwer, und als er einst eins seiner Gemälde in die Sonne fehle, sprang es. Diesbewog ihn, statt des bisherigen Firnisses einen andern aus Nuß- und Leinöl zukochen, der besser ausfiel als der erste. Hierbei bemerkte er, daß sich die Farbenviel leichter mit Öl als mit Leimwasser vermischen ließen, und beschloß dieser Me-thode zu folgen. Er fing damit zwischen 1402 und 1410 an, und unterrichteteauch 2 seiner Landsleute darin, nämlich Roger von Brügge und Reger van derWelchen. Die folgenden Maler vervollkommneten die Kunst immer mehr. —Douvier's „Anweis. zur Ölmalerei" hat Prange a. d. Franz, übers. (Halle 1828,Mit Kpfn.), nebst einem Anhange über die Kunst, alte Gemälde zu restauriern.

Ölmüh, ehemalige Hauptst. des MarkgrasthumS Mähre», in dem Kreisegl. N., zwischen 2 Armen der March, ist wohlgebaut und stark befestigt, hat1100 Häuf. und 19,000 Einw., ein schönes RathhauS, ein Lyceum, eme Rit-terakademie, eine Bibliothek von 50,000 Bdn., viele Ku chen (von den Klösternsind einige aufgehoben worden) und eine allgei. eine Witwen - und Waisenversor-gungsanstalt; ferner Tuchfabriken und einen bedeutenden Handel mit Leinwandund polnischen Ochsen. In der Vorstadt liegen die weitläufigen erzbischöfi. Ge-bäude, und eine Viertelstunde von O. auf einem felsigen Hügel Hradi sch, einvormaliges Prämonstratenserkloster, jetzt ein Sommerpalast des Erzbischofs, dermeistens in Kremser wohnt. 1178 wurden die Landesregierung und die Univer-sität nebst deni Priesterhause nach Brunn verlegt, hauptsächlich aus dem Grunde,weil letztere Stadt gegen feindliche Überfälle mehr gesichert ist. 1642 ward O.von den Schwede» eingenommen und bis zum münsterschen Friedensschlüsse be-halten, 1158 von den Preußen belagert, aber von der Besatzung unter dem Ge-neral v. Marschall und von der Bürgerschaft tapfer vertheidigt, bis der Feldmar-schall Dann sie entsetzte. Maria Theresia belohnte die Treue der Bürger dadurch,daß sie das Stadtwappen mit einem Lorberkranz und ihrem Namenszuge ver-mehrte, die meisten Rathsherren unentgeltlich in den AdclSstand erhob, andremit goldenen Schaumünzen und Ketten beschenkte, den erlittenen Schaden bezah-len lüß, und jährlich am 2. Juli, als dem Befreiungstage, ein feierliches Vogel-schießen zu halten befahl, wozu sie jedes Mal 800 Gldn. aussetzte. S. Fischer's„Gesch. von -Olmütz ", 1810.

Öls, Standegherrschaft in. d. T. eines Fürstenthums in Niederschlesien ,zum Regierungsbezirke BreSlau gehörig. Es enthält nebst dem seit 1145 wieder