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Achter Band. O bis Q.
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Ölung Olymp

damit vereinigten Fürstenth. Öls-Bernstadt gegen 38 UM. mit 94,000 Einw.und 175,000 Gldn. jährl. Emk. Der Boden ,st im Ganzen fruchtbar, vorzüglichan Getreide, Flachs und Obst. Auch gibt es ansehnliche Waldungen. Die herzog-liche Regierung, Kammer und Consistorium haben ihren sitz in der Hauptst.Öls, auf einer Ebene an der Ölfa, mit 530 H. und 5500 E., die starke Tuch-weberei und Bierbrauerei betreiben. Es ist hier ein königl. Postamt, ein Gym-nasium mit der kospothischen Stiftung von 150,000 Gldn., eine gute Armenan-stalt, ein Schauspielhaus und ein weitläufiges, mit Graben und Wall umgebenesSchloß, worin sich eine ansehnliche Bibliothek nebst einer Kunst- und Naturalien-sammlung befindet. Bei der Stadt liegen die Lustörter Wilhelminenort und Si-billenort. Das Herzogth. Öls fiel nach dem Tode des letzten Herzogs Karl Friedrichzu Münsterberg und Öls, aus dem alten Piasten-Geschlechke, ION an dessenSchwiegersohn, Herzog silvius Nimrod v. Würtemberg , den Stifter der LinieWurteniberg-Öls. Als diese Linie 1792 in Herzog Karl Christian Erdniann er-losch, so fiel durch dessen einzige Tochter und Erbin. Sophie Friederike Charlotte(welche 1789 starb), das Fürstenthum an deren Gemahl, den Herzog FriedrichAugust v. Braunschweig , und nach dessen Tode 1805 an seinen Neffen, den 1815in der Schlacht bei O.uatre-bras gebliebenen Herzog Friedrich Wilhelm , welchemdie Erbfolge 1785 durch Friedrich d. Gr. zugesichert worden war. Ihm folgte1815 sein Sohn Karl, der feinem Bruder Wilhelm 1825 das Fürstenthum Ölsals Secundogenitur unter Bedingung des Heimfalls abgetreten hat.

Ölung (letzte) ist seit dem 12. Jahrh, eins von den sieben Sacrame ri-te n (s. d.) der karhol. Kirche, welches an tödtlichen Kranken durch Salben desKopfes, der Hände und Füße mit geweihtem Öle (s. Chrisam) unter priester -lichem Gebete verrichtet wird. Da sie nach der Meinung der Katholiken sacra-me,italische Kraft hat, d. h. die Reinigung des Sterbenden von der Sünde unddie Mittheilung der göttlichen Gnade bewirkt, so kann sie nur durch Bischöfe oderPriester, und weil sie die eigne Andacht des Genießenden erfodert, nur an solchenKranken geschehen, denen der Genuß des heil. Abendmahls Verstattet ist. KleineKinder und Epcommunieute sind daher dieses Sacraments nicht fähig. Die kathol.Kirche gründet ihre Meinung von der letzten Ölung aufden Gebrauch der Apostel,K ante unter Gebet mit öl zu salben, Iac. 5, V. 11, 15, um sie dadurch zutreffen und die Heilung ihrer Seele zu befördern. Die Protestanten habe» ihr diesacramentcklische Bedeutung und Kraft abgesprochen, weil nichts von einer förmli-chen Einsetzung dieses Gebrauchs durch Christum selbst bekannt ist. In der griech.Kirche wird sie nicht nur bei den Sterbenden, sondern überhaupt bei Kranke» allerArt als ein zur Wiederherstellung der Gesundheit und zur Vergebung der Sündendienliches Sacrament angewendet. L.

Olymp. Mehre Berge führten im Alterthum den Namen Oly mpos.Der berühmteste darunter lag in Thessalien und wird jetzt Lacha genannt. Dieältesten Griechen hielten ihn für den höchsten Berg und den Mittelpunkt der ganzenErdscheibe. Er wurde zum Himmels - oder Götterberg; auf seinen heitern Höhenwohnten die Götter Homer's. Über dem Haupte desselben glaubte man eine Öff-nung in dem metallenen Gewölbe des Himmels, welches am Rande der Erdscheibeauf Bergsäulen ruhte. Als in der Folge der Begriff des Weltalls und der Gott-heit sich erweiterte, versetzte man die ewigen Mächte auf die äußerste, um die Pla-netenkreise sich drehende Himmelssphäre, und dieser neue Göttersitz über der Hini-melsfeste erhielt ebenfalls den Namen OlympoS. Außer der Öffnung des Gipfelshatte dieses, aufdenRand desErdkreises geneigte Himmelsgewölbe noch zwei Pfor-ten: eine im O., die andre in, W., durch welche der Sonnengott und die Nachtmit ihrem Gefolge aus dem Ocean in den Himmel aufstiegen und dahin wiederzurückkehrten. Die Götter selbst hießen von diesem, ihrem irdischen oder himmli-