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Achter Band. O bis Q.
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Olympia Olympiade 57

schen Wohnsitze Olympier, und als solche bildeten sie einen eignen Götterstaat,an dessen Spitze Zeus stand. Die großen Götter, die sogen. Zwölfe, machten denRath der Alten im Olymp, alle übrige Gottheiten bildeten die große Versammlung.Nicht in Einem Palasie beisammen, sondern in niedren zerstreut, auf den verschie-denen Höhen des vielgipfligen Olympos wohnten die mächtigen Götter. Auf derhöchsten Spitze desselben stand der Palast des Zeus, wo alle Versammlungen undGelage in einem großen Saale gehalten wurden. Von dort aus übersak er den Erd-kreis, umzog das Himmelsgewölbe mit Gewölk und schleuderte seinen Blitzstrahl.

Olympia, im alten Elis (im westlichen Morea bei der Stadt Lagganico)— wo Peregrinuü ProteuS (s. d.) sich verbrannte, um den Griechen ein nochnie gesehenes Schauspiel zu geben —, ist jetzt Ruine. Noch zeigt die kleine Ebenevon Antilalla, die nur 1s engt. Meile von O. nach W. mißt, Spuren von Gebäu-den, und 80 Stadien Raum war voll von Kunstwerken. Hier entdeckten 1829sranz. Gelehrte im Schlamme des Alpheos einenTempe! und niedre Denkmäler, diesie nach Frankreich bringen ließen. Im O. umgrenzen diese Fläche die steilen UferdcsKladeon, im W. der Bach Mirakka, im Norden sind Hügel, und südlich um-zieht der Alpheos das Thal. Zwischen dem Typäon, einem steilen Felsenberge, unddem Alpheos, an den er unmittelbar stößt, liegt die Ruine, welche Fauvel und Pou-queville, denen aber Stanhope widersprochen hat, für den Hippodrom hielten, woeinst der Siegerkranz erlangt ward. Südlich, doch immer noch im Raume der Al-tiS, liegt das Stadion auf einer niedern, jetzt versumpften Abstufung des Berges.Pisa lag 6 Stunde» von Olympia ab, und durch die Übereinstimmung des Na-mens einer O.uelle bei Mirakka, Potistirun genannt, die an die O.uelle Potistirabei Pisa erinnert, scheint man berechtigt, m den Architektin sragmenteil bei Mi-rakka Trümmer von Pisa wiederzuerkennen. So dürftig sind die Erinnerung^, i-chen an jenes Olympia, dessen Sieger seit Koröbus der Nachwelt verzeichnet wur-den ! Auch die Aufsicht der Hellanodiken über diese Gedächtnissteine hat sich so wenigals Olympia selbst der Nachwelt gesichert. Über die Bildsäule des Jupiter zu Olym-pia handelt ein Werk von SiebenkeeS, Tüb. 1195, und Ouatrem. re dc O.uincy'S„b,e .lupiler Olvinpien" (Paris 1816, Fol.). Die fleißigen Untersuchungen desgelehrtenIohn Spencer Stanhope (s. dessen „OHinpi.i, tvj»'gu.ipl>> 'i!I„,-tti.>iive

ok llis.iclual ichile ok ll,o pl-iin c>> <ttvin^i.i -nul <>s tbe rniiiii oi U>e ei i v xkl'ck!,<>",London 1824, Fol., mit 16 trefflich gest. Planen und Ansichten, nachZeichnun-gen von Demint) scheinen das reiche, aber sebr schwierige Feld, welches die Ruinen,der alten Olympia trägt, glücklich aufgeräumt zu baden. 19.

Olympiade, eineAeitrechnung der griech. Schriftsteller, welche TimäuSum280v. CKr. berichtigte. Ihr lag die Feier der Olympischen Spiele (s.d.) zum Grunde. Diejenige Olvmpiade, von welcher die Griechen ihre Zeitrech-nung anfingen, seht PetaviuS 717, bisher 772, Ealvisius 774 vorEhr.; Gatkererund die Neuern nehmen das I. 776 an; die letzte, die 293. Olvmpiade, fällt indas I. 394 n. Ehr., am Ende der Regierung des TheodosiuS . Der Zeitraum voneiner Olympiade zur andern faßte vier volle Jahre unserer Zeitrechnung in sich, odereine griech. Telraeteris von 48 Monde» und zwei Schalkmonaten. Anfänglichnannte man die Olympiade mit dem Namen der Sieger; weil indessen bei dieserBezeichnungsart Irrthümer vorgehen konnten, besonders wenn man nicht Gele-genheit hatte, die Verzeichnisse der Sieger zu Olympia nachzusehen, so machteman in der Folge in jedem Staate die Olympiade dadurch kenntlicher, daß manz. B. zu Athen dem Namen des jedesmalige» Siegers noch den Namen des regie-renden Archonten, zu Lacedämon den Namen des Ephoren, zu Argos den Na-men der Priesterin der Juno, zu Delphi den Namen der Pythia u. s. w. beifügte.Die also eingerichteten und unter obrigkeitlicher Aufsicht gemachten Verzeichnissewurden in dem Archive jedes Staats aufbewahrt, wo sie Jedermann nachsehen