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Achter Band. O bis Q.
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58 Olympias Olympische Spiele

konnte. Später nahmen Privatpersonen Abschriften. Leider ist keine derselbenauf uns gekommen.

Olympias, Gemahlin des makedonischen Königs Philipp und MutterAlexanders d. Gr., war eine T. des epirischen Fürsten Neoptolemuü. Sie ver-band mir vielem Verstände einen herrschsüchtigen, rachgierigen und hinterlistigenCharakter. Liebeühändel beider Ehegatten störten ihre Einigkeit und führten end-lich zur Scheidung. Diese Beschimpfung entflammte Olympias's Herz zur Rache.Wahrscheinlich war sie-nicht nur Mitwisserin, sondern Hauptanstifkerin der Er-mordung Philipps. Gewiß ist es, daß Kleopatra , Philipps nachherige Gemahlin,von ihr zum Selbstmorde gezwungen, und ihre ganze Familie mir dem schrecklichstenHasse verfolgt wurde. Ihr Sohn Alexander bewies ihr zwar alle kindliche Ehr-furcht , ließ sie aber nie an der Regierung Theil nehmen. Nach Alexanders Todesuchte sie, während des Streites der Kronbewerber, vergebens ihre Herrschaftauszubreiten. Zwar hatte sie nach Antipater's Tode (319 vor Chr.) den Nachfol-ger Polysperchon auf ihrer Seite, der sie auch aus EpiruS, wohin sie geflüchtetwar, nach Macedonien als Obervormünderin zurückrief; allein die Grausamkeit,daß sie den blödsinnig gemachten Aridäus, Alexanders Bruder und Nachfolger,umbringen ließ, wurde bald bestraft: Kassander, Polysperchon'S Gegner, nahn»sie gefangen und veranlaßte die Verwandte» jenes Ermordeten, sie peinlich anzu-klagen. Wie wurde abwesend zum Tode verurtheilt. Auf die Nachricht davonverlangte sie sich zu vertheidigen. Dies zu verhindern, wurden Meuchelmördergedungen, welche sie (317 vor Chr.) umbrachten.

-Olympische Spiele, die berühmtesten unter den vier heiligen Spie-len der Griechen, welche als Nationalfeierlichkeit die verschiedenen Nationalstämmea: genaueste vereinigten. Sie hatte» ihren Namen von dem geweihten Platze Olym-pia, wo sie gefeiert wurden, oder von dem Jupiter Olympias, der hier den berühm-ten Tempel hatte. Jetzt heißt die olvmpische Ebene (ein Rechteck) Antilalla, weilsie der Stadt Lalla gegenüber liegt. Nach Einigen soll Jupiter selbst, nach seinemSiege über die Titanen, diese Spiele gestiftet, und bei ihrer ersten Feier Mars denPreis im Faustkampf, und Apollo überMercur den Sieg im Wettkampfe davon-getragen haben. Nach A. soll sie Pelops zu Ehren Jupiter '-; gestiftet haben. Wie-der A. schreiben ihre Stiftung den Argonauten zu. Noch A. machen einen der Dak-tylen (Priester der Cybele von» Borge Ida, welche die Gattin Saturn's, Rhea, zur- rziehung Iupiter's, ihres SohnS, von Kreta nach Elis berufen hatte), NamensHercules, zum Stifter, als er sich mit seinen-1 Brüdern, PäoneuS, Zda, JasiuSund Epimedes, von Kreta nach Elis begab. Diese 4 jünger» Prüder stritten miteinander im Wettrennen um den Vorzug. Hercules krönte den Sieger mit einemOlivenkranze, der von einem, aus dem Lande der Hyperboräer in den heiligen Hain bei P,sa verpflanzten, vorzüglich schönen Olivenbaume genommen war. Auch inder Folge wurden nur von diesem Baume die Äiegerkränze geflochten. Gewiß istes, daß schon in den ältesten Zeiten Griechenlands in der Gegend von Pisa Wett-spiele gehalten wurden, deren Zweck wahrscheinlich religiöser Art war. Sie wurdenmehre Male unterbrochen; Iphitus, Fürst von Elis, hatte sie um 884 v. Ch. er-neuert; doch wurden sie erst seit CordbuS, der über 100 I. später (776 v. Chr.) denPreis im Wettlaufe davontrug, regelmäßig alle 4 Zahre, ununterbrochen bis 394n. Chr., gefeiert. Anfangs hatten die Einw. von Pisa die Aufsicht über dieseSpiele. Nachdem aber dieser Ort durch die Elier zerstört worden war, übernah-men diese die Besorgung derselben und behielten sie, mit einigen Unterbrechungen.Sie »varen auch die Kampfrichter, deren Anzahl nicht immer unverändert blieb.Ein feierlicher Eid verpflichtete sie zur strengsten Unparteilichkeit. Zur Erhaltungder Ordnung wurden eigne Beamte ernannt. Aus allen Gegenden strömten Zu-schauer zur Feier der Spiele nach Olympia. Außer den Priesterinnen der Leres