Band 
Achter Band. O bis Q.
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Oraina

Orange-Men

reicht nicht hin, um zu erklären, wie die weisesten Männer eines gebildeten VolkesJahrhunderte lang Orakel annehmen und heilig halten konnten, wie in Griechen-land . Mit Recht nimmt daher Passavant in seiner Schrift über den Magnetismuseine gesunde Wurzel des Orakelglaubens an, und findet den Schlüssel in den Er-scheinungen des Schlafwachene und Heilsehens durch mancherlei Einflüsse; aber erunterscheidet auch die frühern echten Orakel, und die doppelsinnigen, verfälschten derspätern Zeit, Spielwerke der Macht und List. S, auch Elavjer'S „älemoire -u,r

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Orama, Diorama >c„ s. Panorama.

Orange-Men (Oranien-Männer), der schmähende Parteiname, dendie irländischen Katholiken ihren protestantischen Landsleuten geben, Als Jakob ll.seit 1686 durch seinen Statthalter Talbot, Grafen von Tyrconnel, die entschei-dendsten Schritte gethan hatte, den Katholiken nicht nur alle, ihnen bis dahin ent-zogene Bürgerrechte zu ertheilen, sondert, ihnen selbst das Übergewicht über dieProtestanten zu sichern, entstanden unter Diesen, bei der drohenden Stellung, dieJene annahmen, die größten Besorgnisse, und nur mit Mühe war noch eine Maß-regel abgewendet worden, welche den Protestanten ihr Eigenthum genommenhätte, als die Ankunft des Prinzen Wilhelm von Oranien in Eügland und Ja-kobs II. Flucht die Verhältnisse der feindseligen Parteien plötzlich änderte. DerStatthalter machte Anstalten, die Insel für Jakob II. zu behaupten, währendWilhelm, zu sehr mit Englands und Schottlands Angelegenheiten beschäftigt,Irland eine Zeit lang aus dein Auge liest. Unter diesen Umständen erklärte» dieProtestanten öffentlich, daß sie es mit England kalten und dem Prinzen von Ora-nien als König von Irland huldige» wollten. Sie wurden von dem Statthalterfür Empörer erklärt und von den Katholiken mit dem Name» Orange-Men belegt,den ihnen jene seitdem fortdauernd gegeben haben. Als Wilhelm seinen Gegneram Boyne (1690) geschlagen und im folg. Jahre die Insel völlig unterworfenhatte, erfolgten durch Bestrafung der Geächteten neue gewaltsame Veränderungendes Besihkhumee, und die kathol. Landesbewohner wurden nicht nur von allenStaatsbürgerrechten ausgeschlossen, sondern auch den härteste» Bedi-ücknngenausgesetzt. Seit dieser Revolution strebte» aber die in Irland angesiedelten Eng-länder und Schottländer, die Anglo-Irländer, dahin, da« irländische Parlamentvon dem englischen unabhängig z» m chen, und viele Maßregeln der Regierung,den engl. Handel zum Nachtheil der irländ. Gewerbsamkeit zu erheben, machtenden Wunsch nach Unabhängigkeit immer lebhafter. Kühnere Schritte, welche dieLage des Staats während des amerikanischen Freiheitskampfes begünstigten, hat-ten 1182 den Erfolg, daß die frühere Beschränkung des irländ. GewerbfleißeS auf-gehoben, und die Acte von 1119, wodurch die Abhängigkeit des irländ. Parla-ment« begründet war, widerrufen wurde. Die Parkei der sogenannten Freiwilli-gen war jedoch mit dem errungenen Gewinn nicht zufrieden, und der damals inEngland erwachte Eifer, das demokratische Element der Verfassung mehr zusichern, erregte auch in Irland das Verlangen nach einer Parlamentsreform, dasschon 1182 durch Abgeordnete bewaffneter Versammlungen ausgesprochen wurde.Obgleich die Regierung nach der Wiederherstellung des Friedens ihr Ansehen kräf-tiger behaupten konnte, so dauerten doch diese Bewegungen in Irland fort; eineneue Gestalt erhielt aber der Parteikampf, als zuerst 1184 eine Bürgerversamm-lung in Dublin beschloß, den Katholiken das Stimmrecht bei Parlamentswahleninsofern zu ertheilen, als es mit der Erhaltung der herrschenden protestantischenKirche verträglich wäre. So wurde den gedrückten Katholiken Gelegenheit gegeben,als Partei aufzutreten. Dies ward ihnen noch mehr erleichtert, als 1191 die ver-schiedenen demokratischen Vereine in eine große Gesellschaft unter dem Namen dervereinigte» Irländer zusammentraten, und ihre Zwecke, Rechtsgleichheit