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Achter Band. O bis Q.
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für die Katholiken und ParlamenkSverbesserung, laut verkündigten. Die Katholi-ken, deren mehre zu jenem Vereine gehörten und Mit den Protestanten sich verbrü-dert halten, errichteten aber schon 1192 eine allgemeine Verbindung unter sich,schickten Abgeordnete zu einem in Dublin versammelten kathol. Convente und brach-ten das Gesuch um Rechtsgleichheit unmittelbar an die Regierung. Die günstigeStimmung, die dieses Verlangen in England fand, hatte die Folge, daß 1793die Katholiken den Protestanten hinsichtlich der Religionsübung und der bürger-lichen Rechte gleichgesetzt wurden, Stimmrechk bei den Parlamcnkswahlen undAnspruch auf alle Civil - und Militairämter erhielten, wovon aber freilich gegen drei-ßig der einflußreichsten höhern Stellen, sowie das Recht im Parlamente zu sitzen,ausgenommen waren, weil nach der britischen Verfassung Niemand diese Aus-zeichnungen ansprechen kann. der nicht den gegen den Katholicismus gerichtetenTesteid schwört. Die Umstände, welche die Erlangung dieser Begünstigungen er-leichtert hakten, und das Vertrauen auf den Beistand der demokratischen Partei,die zur Ausführung ihrer kühnen Entwürfe mit den franz. Machthabern verbundenwar, regten besonders die geringern Volksclassen ln den südlichen und westlichenGrafschaften, wo die Katholiken übermächtig waren, gegen die Protestanten auf,und der Haß, der sich an den alten Parteinamen der Dranienmänner knüpfte,zeigte sich wieder in den drohendsten Ausbrüchen. Durch die harten Maßregeln,welche die Regierung unter der Statthalterschaft des Lords Camden zur Unter-drückung der vereinigten Zrländer ergriff, wurde zwar der allgemeine Aufstand ver-eitelt, aber sie reizten den großen Hausen der Katholiken, welcher die gänzliche Ver-tilgung des alten Stammes der Urbewohner fürchtete, zu einzelnen Ausbrüchen derwildesten Wuth in allen Gegenden, wo keine königl. Kriegsvölker lagen. Die -Ora-»ienmänner, gegen welche diese Aufstände meist gerichtet waren, mußten sich zuihrer Vertheidigung bewaffnen, und so ward ein grausamer, durch Glaubenshaßerbitterter Kampf geführt. Diese Gräuel dauerten fort, bis im Sominer 1798der edle Cornwallis die Statthalterschaft übernahm und durch versöhnende Maß-regeln das zerrüttete Land beruhigte. Eine Folge dieser Ereignisse war die 1800geschlossene Union, die den Protestanten ihre künftige Sicherheit gegen neue Un-ternehmungen ihrer kathol. Landsleute zu verbürgen und diesen die Hoffnung zugeben schien, von dem vereinigten Parlamente die bürgerlichen Rechte zu erlangen,die sie nach den 1798 erhaltene» Verwilligungen noch wünschen konnten. Hn deinUnionsvertrage selbst wurde über diesen Punkt nichts bestimmt, und schon damalsäußerte man die Besorgniß, daß die getäuschte Erwartung Anlaß zu neuen Stö-rungen des Friedens geben könnte. Spätere Versuche, den Katholiken die ihnennoch vorenthaltenen politischen Rechte zu verschaffen, blieben bis 1829 ohne Erfolg,obgleich sich die öffentliche Meinung für die mit der Verfassung vereinbaren An-sprüche der Gemäßigten günstig erklärte, denn zwei Parteien, die Römlinge unterder höhern Geistlichkeit, und kic Demokraten unter den Reichen und gebildetenLaien, kalten einen vorherrschenden Einfluß gewonnen, und soderken, mit demkathol. Vereine (O.itliolic.->5s»cinlic»i) in Dublin verbündet, nicht nur alle poli-tische Rechte, die sie seit 1793 noch entbehrten, sondern auch die Selbständig-keit ihrer Kirche, und zu diesem Zwecke Befreiung von der auf den Katholikenlastenden Verpflichtung, die herrschende Kirche, wozu sich 600,000 Menschen auseiner Volksmenge von 7 Mill. bekennen, zu erhalten; ja ziemlich laut verriethsich der geheime Gedanke, daß der Anspruch auf das durch die frühern Güterein-ziehungen im 17. Jahrh, verlorene Besitzlhum keineswegs aufgegeben sei. Durchdiese drohende Stellung schadete» die angesehenen Katholiken, welche jenen Vereinbildeten, den Hoffnungen ihrer Partei. Da nun auch die höhere Geistlichkeit inZrland die von der Regierung begünstigte Verbreitung der Bildung von der Volks-masse abzuhalten suchte, so entstand die Besorgniß, daß es weniger darauf obge-