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Achter Band. O bis Q.
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Org^in

welches ebensowol durch alle seine Theile als um ihrer willen vorhanden ist, dassich selbst erhält, und zu dessen höhern Zwecken der einzelne Theil in Thätigkeit ge-setzt ist. Organisch heißt Dasjenige, was vermöge des ihm inwohnenden eig-neu Lebens von selbst zu semer eignen Erhaltung thätig ist. Ein organisches We-sen ist also dasjenige, dessen sminitliche Tkcilesich zu einander wie Mittel und Zweckverhalten. In alle» mechanischen Kunstwerken findet sich zwar ein äbnlichesWech-selverhältniß, z. B. in einei» Uhrweicke; allein es ist zwar jederTheil darin um desandern, und alle sind um des (Ganzen willen da, dienen mithin einem Endzwecke,ober sie sind nicht durch einander da. Die? Letztere ist Eigenthümlichkeit des Orga-nismus und setzt eine, dem organischen Wesen inwohnende Lebenskraft und einenBildungstrieb voraus, an welche das Entstehen und Bestehen der organischen We-sen geknüpft ist. Unter Organisation im eigentlichen Sinne verstekt mandemnach eine solche Beschaffenheit oder Einrichtung eines mit eigenthümlicher Le-benskraft und Btldungskrieb versehenen NalnrwesenS, kraft deren alle Theile des-selben sichemander wechselseitig ln ioo, bi lugen, erhalten und ersetzen, oder die Vei bindüng mehrer Organe oder Theilganzen zur Erreichung eines Zwecks. Höchst zweck-mäßige und in ihrer Form beharrliche Anordnung ist die Folge davon. Da dasLebe» ^vgl. d.) durch Sein und Thätigkeit sich offenbart, so wird die materielleExistenz durch das Organ, die Thätigkeit durch dessen Funetion dargestellt;da aber das ursprünglich ewige und unendliche Leben in der Endlichkeit auf verschie-denen Stufen sich offenhari, so muß auch das dadurch bedingte Verhältniß in denOrganen zwischen Materie und Kraft in unendlich verschiedenen Modisicaiionenerscheinen. So zeigt sich slbst im unorganische» Naturreiche, wo das Sein imrelativen Übergewichte vorhanden und durch dasselbe das Thätige gänzlich gebun-den ist, doch in den phvsischen Verhältnissen desselben, dem DachSthnme, den Ver-änderungen von äußern Einflüssen, den Anziehungen der Waklverwandkschafteneine Spur des allgemeinen Lebens, welches sich in der Krystallisirung am höchstenzu offenbaren schemt. In dein eigentlichen organischen Reiche ist nun erst Sein miteigener Thätigkeit vereinigt und durch Selbsterhaltung zur Individualität erho-ben, sodaß das organische Leben sich an einzelnen Geschöpfen offenbart, deren ledcseinen Organismus darstellt, gleichsam das Band, wodurch das Leben mit deinIndividuum verbunden wird, in welchem nun die vollkommenste Einigung zwischenVielheit und Einheit herrscht, indem das Besondere dem Ganzen gleich, aher auchfür sich selbst wieder ein Einzelnes, vom Ganzen Verschiedenes ist, jedesThcilganzefür steh, aber auch zugleich für das Ganze und in dem Ganze» lebt. Schreitet aberselbst im organischen Naturreiche das Leben in verschiedenen Abstufungen immerHöher, so müssen auch die Organisationen selbst verschieden sei». I» der Pflanzezeige sich das Leben zwar schon durch die innige Vereinigung von Wein und Thätig-keit, allein ihre ganze Lebmsäußerung ist nur auf ihr individuelles Sein bezogen,ist vom Allgemeinen und Außer» völlig abgeschieden. Das Leben ruht gleichsamvöllig i» sich selbst, und äußert sich bloß durch Aufnehmen des Stoffs von Außenlind durch ein stilles Bilden und Erzeugen, zur Behauptung seiner organischenForm. Diese Beziehung des Lebens nur auf das individuelle Sein nennr man Re-produetion (Selbsterneuerung, Selbsterhaltung), daher ist die Vegetabilikät in derorganischen WAt überhaupt der Repräsentant der Reproduktion, und insofern dieseim thierischen Leben im Schlafe vorherrschend ist, kann man auch sagen, daß diePflanzenwelt das organische Leben im Schlafe ist. Die Organisation der Pflanzeist daher auch nur zur Reproduktion bestimmt; die Nahrungssäfte werden vomWurzelsystem aufgenommen, von dem Stamme zugeführt und durch das Lun-"gensostem der Blätter der Korpermasse gleich verarbeitet. Das animalische Lebe»!offenbart eine höhere Stufe;,es ist nicht mehr bloß in sich versenkt, sondern aussich in das Allgemeine und Äußere übergegangen, die Thätigkeit beschränkt sich